11. Juli – zu viel Sonne und viel zu viele Erdflöhe

Seit wann hat es in eurer Stadt nicht mehr geregnet? Der Acker wird seit einer gefühlten Ewigkeit künstlich bewässert. Gegen die 30° C der letzten Tage und Wochen ist das aber der buchstäbliche Tropfen auf dem heißen Stein. Die Ernte der letzten Woche war schon eher spärlich, so daß für diese Woche entschieden wurde, sie ausfallen zu lassen und dem Gemüse noch eine Woche Sonnenschein in Spellen zu gönnen ;-). Dann wächst es auch noch etwas.

Neben dem kalten Frühjahr 2017 war der Erdfloh ja häufig Thema in den Hofbriefen der letzten Saison. Damals wurde berichtet, dass man ihn mit ausreichend Wasser und Bodenarbeit im Schach halten könnte … das klappt dieses Jahr leider nicht so ganz. Also hat Elisabetta einen Versuch gestartet und probiert mit einem Sud aus Knoblauch und Tomatenblättern, die Tierchen von unseren Pflänzchen zu verscheuchen. Nur für den Fall, das ihr euch in den letzten Tagen gefragt habt, warum es auf dem Acker so komisch riecht 😉 Wir gehen davon aus, dass der Geruch bis zum 21. Juli verflogen ist und wir unser Vereinsfest ausgelassen feiern können.

Ansonsten gibt es noch einen Fernseh-Tipp von Martin und Rainer zum Thema Gemüseanbau, der euch zwar am Wochenende nicht satt macht, aber vielleicht nochmal die Gründe für eine solidarische Landwirtschaft in Erinnerung ruft: https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Europas-dreckige-Ernte/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=53915236

21. Juni – Noternte und ein Sommerfest

Letzte Woche gab es, da Maik krankheitsbedingt ausfiel, nur eine kleine Ernte. Vielen Dank nochmals an das Noternteteam um Peter, das dafür sorgte, dass Salat, Mangold und Kohlrabi verteilt werden konnte. Und danke auch für Euer Verständnis!

Am Samstag zeigte beim turnusmäßigen Arbeitseinsatz eine starke Truppe dem Beikraut, was eine Hacke ist und bepflanzte noch einen Folientunnel mit neuen Jungpflanzen. Und auch Maik steht nun, halbwegs gesund, wieder auf dem Feld und arbeitet eine umfangreiche to do-Liste ab, unterstützt von Elizabetta. Leider wird uns Richard nicht weiter als Unterstützungsgärtner begleiten, zu unterschiedlich waren unsere Vorstellungen von Verlässlichkeit und Arbeitsorganisation.

Weil so viele akute Probleme zum Ende der letzten Woche auftauchten, traf sich der erweiterte Vorstand schnell mal zwischendurch am Dienstag in Rheinberg zur Krisensitzung. Wir haben es in diesem Jahr (noch) nicht geschafft, ein gutes Gärtnerteam auf die Beine zu stellen. Maik hat super geplant, zeitgerecht bepflanzt und arbeitet bis über die Belastungsgrenze hinaus, der Acker braucht aber unbestritten noch eine*n zweite*n Gärtner*in. Leider hatten wir ziemliches Pech mit Conny und Richard und gute, motivierte und belastbare Gärtner*innen sind gerade schwer zu finden, der Arbeitsmarkt ist leer oder sie brauchen mehr Stunden, als unser Finanzplan hergibt. Momentan behelfen wir uns mit punktueller Unterstützung durch bezahlte Hilfskräfte. Bis Ende Juli – wenn niemand ausfällt – sollte es erstmal einigermaßen klappen, wir suchen / planen / reden weiterhin unermüdlich, um Maik nicht als Einzelkämpfer im Regen stehen zu lassen. Natürlich entlasten auch die Arbeitseinsätze Maik, der sich nicht mehr so extrem mit Beikraut rumärgern muss.

Eigentlich wollten wir alle SoLaWi-Mitglieder in einer kurzfristigen Vollversammlung über diese schwierige Situation informieren und gemeinsam Lösungen diskutieren. Warum nicht das Notwendige mit dem Schönen verbinden  – deshalb präsentieren wir Euch: Einladung zum Sommerfest am Samstag, den 21. Juli ab 16 Uhr auf unserem Acker! Wie beim Erntedankfest im letzten Herbst möchten wir wieder gemeinsam schnibbeln und brutzeln. Wir werden aber am Anfang ein World-Café veranstalten und in Kleingruppen die derzeitigen Probleme unserer SoLaWi diskutieren.

14. Juni – ein paar langweilige Fakten und Erinnerungen

Unser Gärtner Maik hat inzwischen regelmäßige Unterstützung durch Richard (3 Tage) und Elizabetta (2 Tage), aber natürlich wächst bei diesem optimalen Wetter nicht nur das Gemüse gut. Wie praktisch, dass am kommenden Samstag wieder ein regulärer Arbeitseinsatz-Termin stattfindet, wie immer ab 10 Uhr. Wer früher kommen mag, kann das natürlich auch gerne tun! Auf dem Plan steht, dass Chili, Gurken, Salat und Kräuter in den zweiten Folientunnel einziehen möchten und im Freiland wieder jede Menge Beikraut gejätet werden “darf”. Denkt an Hacken und Handschuhe.

Als Erinnerung und für die Neu-Solawistas unter euch ein paar Infos zu Ernte und Abholraum:

Wir wollen nicht zu viel und nicht zu wenig ernten, es soll aber für alle immer reichen (und wir wollen keine Reste an die Kühe verfüttern). Dafür wird von Maik und seinen Helfer*innen am Freitag und Samstag Morgen geschaut, welches Gemüse tatsächlich erntereif ist – und diese Menge wird dann auf die Anzahl der Abholer*innen  gerecht verteilt. Es ist also wichtig, dass jede*r von uns gut zählt und abwiegt, damit nicht zuviel übrig bleibt und auch diejeingen, die als letzte kommen, noch ihren vollen Anteil mitnehmen können.

Im vergangenen Jahr hatten wir auch eine “Grabbelkiste” für Gemüse, in die jemand, der z. B. nicht so viel Salat mitnehmen möchte, wie ihm eigentlich zusteht, den Teil, den er nicht haben möchte, hineinlegen kann. Personen, die gerne mehr Gemüse haben möchten, können sich dann aus diesen Kisten bedienen. Wenn das ungewollte Gemüse nämlich nicht in diese Kisten gelegt wird, sondern auf den Tischen liegen bleibt, wissen die nachfolgenden Abholer*innen nicht, dass mehr zur Verfügung steht und mitgenommen werden könnte. Diese “Grabbelkiste” werden wir auch in diesem Jahr wieder hinstellen.

Aufmerksame Beobachter*innen werden den Kühlschrank im Verteilraum bemerkt haben. Darin stehen Milchprodukte vom Tinthof zur Verfügung, die Preisliste liegt vor Ort aus, Bezahlung erfolgt in bar in die Kasse (Keksdose). Joghurt, Quark und Buttermilch werden in Pfandbehältern angeboten, daneben kann Käse oder auch mal Fleisch im Kühlschrank liegen. Milch kann wie gewohnt an der Tankstelle gezapft werden. Über den Tinthof werden auch Vorbestellungen angenommen. Diese werden individuell vorbereitet und im Kühlschrank hinterlegt.

7. Juni – Open Source-Tomaten und ein bisschen Entlastung auf dem Acker

Ganz allmählich zeichnet sich Entlastung auf dem Acker an. Vielleicht hat der ein oder andere am letzten Samstag Elisabetta getroffen, die fleißig Kräutersträuße für die Verteilung gebunden hat. Das war für sie ein selbst auferlegter Test, ob sie wirklich bei uns arbeiten möchte. Da sie am Dienstagabend wieder vor Ort war und zusammen mit dem erweiterten Vorstand Tomatenpflanzen gesetzt hat, kann man wohl sagen, dass sie den Test bestanden hat! Sie unterstützt Maik ab sofort zwei Tage pro Woche, unter anderem samstags. Obwohl Elisabetta keine erfahrene Gärtnerin ist, freuen wir uns über ihre engagierte und fröhliche Mitarbeit. Selbstverständlich kann sie Maik mangels Erfahrung nicht vollumfänglich vertreten, sollte er mal krank werden oder Urlaub nehmen. Dafür haben wir vielleicht auch jemanden in Aussicht. Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Foto: CC0 Public Domain / pixabay.de

Wer es ein paar Zeilen weiter oben überlesen hat: Tomatenpflanzen in vielen verschiedenen Sorten bewohnen jetzt Folientunnel Nr. 1. Unter anderem wohnt da jetzt auch eine “Open Source”-Tomate, was nichts anderes heißt, als dass auf dieser Tomatenzüchtung kein Patent liegt und jedeR, die/der sie anpflanzt, darf die Samen verwenden  und im nächsten Jahr selbst aussäen (dazu gibts auch einen netten Artikel auf utopia.de). 

Weitere Jungpflanzen müssen jetzt in den nächsten Tagen gesetzt werden. Darunter Gurken, Brokkoli, Radiccio, Fenchel, Kohlrabi … Nach 3 Wochen Arbeitseinsätzen in Folge schreiben wir heute mal lieber, dass dieses Wochenende kein Einsatz ist. Wer aber trotzdem kommen möchte, findet immer noch reichlich zu tun. Der nächste reguläre Arbeitseinsatz ist dann am 16. Juni. Bitte an Handschuhe denken. Stellenweise sitzen viele Disteln zwischen den Kulturen.

Die Örtlichkeiten für die erweiterten Vorstandssitzungen, die jeden 2. und 4. Dienstag im Monat stattfinden, können sich ab jetzt kurzfristig ändern, weil wir spontan auf dem Acker “tagen&jäten”. Wenn ihr teilnehmen wollt, kontaktiert uns doch bitte vorher, damit ihr nicht vergeblich vor der Stockumer Schule oder dem Rheinberger Rathaus wartet.

26. Mai – 2 fertige Folientunnel und prächtige Kartoffelpflanzen

liebe Solawistas,

heute nur ein paar fotografische Impressionen vom finalen Tunnelaufbau Nr. zwei…

… und hier könnt ihr sehen, wie gut unsere Kartoffeln schon gekommen sind

23. Mai – unerwartete Kartoffeln und ein spontaner Arbeitseinsatz

Am vergangenen Samstag waren wir mit einer Rekord-Zahl von 11 Personen auf dem Acker. Bei der Stauschau am Freitag war es doch sehr verwunderlich, dass anscheinend einige Menschen kein verlängertes Wochenende an der See genossen haben :-).

vorher

nachher

Obwohl viel geschafft wurde, ist mindestens nochmal so viel zu tun. Die notwendigen Querverstrebungen und letzten Verschraubungen am Gestänge von Tunnel 2 wurden Samstag und Montag endgültig fertiggestellt, sodass jetzt aber wirklich die Folie übergezogen werden kann. Dafür gibt es einen außerordentlichen Arbeitseinsatz jetzt am Samstag, den 25. Mai um 10 Uhr. Nach ein paar stürmischen Tagen soll der Spuk am Samstag vorbei sein und bekanntlich kommen die Tomatenpflanzen in Kürze. Und (jetzt kommt ein Wink mit dem Betonpfeiler) natürlich sprießt das Unkraut bei diesem wechselhaftem Wetter ganz fantastisch und das auch noch viel schneller als unsere Kulturen. Es gibt jedoch eine größere Ernte, wenn die Jungpflanzen konkurrenzlos wachsen können 😉
Mit unserem Bewerber auf die vakante zweite Gärtnerstelle müssen noch ein paar Rahmenbedingungen geklärt werden. Solange ist Maik umso mehr auf unsere Unterstützung angewiesen.

Wer sich gewundert hat, woher die Kartoffeln von letzter Woche kamen: Die haben wir Christian Hülsermanns Vitamin B zu verdanken. Diese erstklassigen Pflanzkartoffeln waren auf dem Möllenhof übrig, für die Aussaat ist es mittlerweile zu spät und so haben wir sie kurzerhand bekommen.

16. Mai – Scheunenkino und Meldekauf

Nur noch zwei oder drei mal schlafen, dann gibt es die erste Ernte! Freitag / Samstag bekommt jeder frisch geernteten Salat.  Nach einem Arbeitseinsatz auf dem Acker schmeckt der Salat übrigens besonders gut 😉 Laut Prognose soll am Samstag nur ein leichter Wind gehen, so dass evtl. die Folie auf dem zweiten Folientunnel in Angriff genommen werden kann.

Als großes Finale des Solawi Film Festivals gibt es Scheunenkino auf dem Tinthof mit Grillwürstchen (vom Demeterrind) und kühlem Bier. Morgen (Donnerstag, 17.05.2018) ab 18:30 Uhr führen Heike und Christian erst über ihren Hof, im Anschluss um ca. 19:30 beginnt dann die Filmvorführung.

Ein Highlight der letzten Veranstaltungen fand übrigens auf dem Naturgartentag in Oberhausen statt. Neben alten und wenig bekannten Pflanzen gab es dort auch Melde zu erwerben. Melde!!! Wir versuchen, dieses wuchernde Kraut zwischen unseren Kulturen loszuwerden und andere setzten sich das freiwillig in den Garten und bezahlen dann noch Geld dafür. Was für eine verrückte Welt 😀

27. April – wie gewonnen, so zerronnen

Nachdem letzte Woche Mittwoch Conny ihren Dienst angetreten hat, hat sie am Sonntag schon wieder gekündigt 🙁 Sie hat sich über- und die Arbeit unterschätzt. Umso dankbarer können wir sein, dass Maik so belastbar ist und sich bei den Arbeitseinsätzen immer auf viele helfende Hände verlassen kann. Vielen Dank, dass am Samstag jede Menge Jungpflanzen gesetzt wurden. Weil die rd 2.200 Pflanzkartoffeln und noch weitere 10 Paletten Brokkoli, Blumenkohl und Frühlingszwiebeln dringend in die Erde mussten, haben sich kurzerhand Ulli, Regina, Irene, Peter und Maik für Donnerstag ab 10 Uhr verabredet und zusammen gewerkelt, am Freitag haben Regina und Christine Maik unterstützt und am Samstag dann Rainer und Ulli. Chapeau vor diesem Einsatz! Weil das aber nicht dauerhaft möglich ist, sind wir wieder / immer noch auf der Suche nach einer 2. Gärtner*in und haben auch schon zwei Interessenten für den Job 🙂

Am 5. Mai ist wieder regulärer Arbeitseinsatz. Wahrscheinlich noch ohne Gärtner*in zwei, aber dafür sicherlich mit doppelt so viel Motivation. Zu tun gibt es einiges: Der 2. Folientunnel muss bis spätestens Ende Mai stehen, damit dort direkt die Tomatenpflanzen einziehen können, bei dem aktuellen Wetter freut sich das Unkraut, der Bauwagen braucht Zuwendung und bis nächste Woche fällt Maik bestimmt noch einiges ein.

Nach dem Arbeitseinsatz können wir uns wahrscheinlich mit frischem Solawi-Salat stärken. Die endgültige Bestätigung, ob wirklich geerntet werden kann, gibt es Mitte nächster Woche via Hofbrief.

Und da war dann noch am 29. April das Spargel- und Blumenfest in Alpen, bei dem unsere Solawi mit einem kleinen Infostand vertreten war. Morgens sah es ja wenig vielversprechend aus mit dem Regen und den einstelligen Temperaturen, aber ab Mittags kam dann immer mehr die Sonne durch – viele interessierte Menschen, nette Gespräche und zwei am Stand direkt gezeichnete halbe Anteile sind das Ergebnis!

21. April – Arbeitseinsatz und Hofbesichtigung

Sonne satt auf dem Acker – wie gut, dass uns ein freundlicher Nachbar mit Wasser aushilft, bis der neue Brunnen gebohrt ist! Jungpflanzen ohne Wasser möchte ich mir gar nicht vorstellen (morgen solls ja regnen, das können die natürlich auch supergut gebrauchen).

Mike hat Petersilien-, Lauch-, Salat-, Kohlrabi- und Frühlingszwiebel-Jungpflanzen besorgt – und wir haben heute alles eingepflanzt, was uns unterkam 😉 Hoffe nur, dass die zwi- und vierbeinigen Feinschmecker nicht gleich alles wegfuttern. Da muss wohl unser Drache wieder zum Einsatz kommen.

Außerdem wurde fleißig am 2. Folientunnel gewerkelt, der nun auch bald soweit ist, dass die Folie drüberkann.

Und dann war ja für heute der Hofrundgang mit vielen Infos rund um den Tinthof angesagt, um den Hof und die Menschen dort besser kennen  zu lernen. Wie ich gehört habe, war es sehr interessant und informativ inclusive Blick in die Käserei! Der Tinthof möchte in Zukunft gerne immer wieder mal Infos rund um den Hof /Bestellmöglichkeit von Hofprodukten per E-Mail verschicken. Wer Interesse hat, schicke bitte eine Mail an marys-farm(ät)t-online.de für einen eigenen Hofverteiler.

17. April – kurz und knackig

Folientunnel 1 von 2 steht, heute wurden Jungpflanzen geliefert und morgen tritt Gärtner*in 2 von 2 den Dienst an. Vielen Dank an alle, die am vergangenen Sonntag so kurzfristig helfen konnten, den ersten Tunnel fertigzustellen. Erste Impressionen gab es auf Facebook, hier sind noch ein paar mehr Fotos zu sehen. Am kommenden Samstag ist dann der nächste reguläre Arbeitseinsatz: Der zweite Folientunnel wartet, Jungpflanzen wollen in die Erde und Maik fallen bestimmt noch mehr Aufgaben ein.

Obwohl … er ist momentan sooo fleißig – auf dem Acker wirds schon richtig grün. Und das Grüne im Folientunnel (Bild oben) ist KEIN Rollrasen 😉