KW 24 – von zart bis hart

Der letzte Arbeitseinsatz war fantastisch, viele Solawistas haben viel gejätet. Ganz großes Lob!

Der Wochenrückblick ist diesmal wieder richtig lang und ausführlich. Ben erklärt z. B., wann und warum wie geerntet wird (am Beispiel Salat):
500 – 600 Pflanzen werden ausgesät. In der 1. Erntewoche ist der Salat noch nicht ganz ausgereift, in der 2. Woche fast optimal, in der 3. Woche optimal und in der 4. Woche etwas „drüber“. Wenn die Gärtner aber mit der Ernte warten würden, bis alle Pflanzen den optimalen Reifegrad haben, könnte nur 1mal geerntet werden, in der Folgewoche wäre dann schon alles „drüber“. Und bei mur einer Ernte ist es gleich eigentlich wieder zu viel auf einmal. Also besser von zart bis hart. Also kann auch mal eine Frühlingszwiebel schon etwas holzig sein.

Dienstag ist „Kleinigkeitentag“ – was passiert da alles so?
– Freilandtomaten pflanzen
– Wege freimachen
– Radieschen und Rote Bete freilegen
– Franzosenkraut muss raus, ansonsten zwischen den Kulturen noch ein bisschen frei machen
– über einige Flächen „drübertreckern“, die schon frei sind, weil da Salate standen, die schon abgeerntet wurden. Und da kommen wieder Salate hin, die ja im Gewächshaus auch schon ausgesät wurden.

Am Mittwoch werden afghanische Tomaten (also aus Saatgut aus Abduls Heimat) ins Freiland gepflanzt, dazwischen ein Bewässerungsgraben geschippt;
Rotkohl gepflanzt und Möhren gesät.

Donnerstag: ist eigentlich Feiertag, die Gärtner und einige Solawistas sind trotzdem fleißig. Meldung aus dem Zucchinibeet: Da sind schon richtig große Zucchinis drin, nächste Woche geht die Ernte los (diese Woche sind noch nicht genügend reife Zucchinis für alle da). Palmkohl wird auf Acker II gepflanzt. Schwarzwurzeln und Fenchel kommen wunderbar, der Spitzkohl beginnt, Köpfe zu bilden.

Freitag: Erntetag. Der Romanosalat: ist perfekt, fast schon drüber; außerdem gibts Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und kleine Basilikumpflänzchen zum Zuhause einpflanzen.

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KW 20 – Kohl und Regen

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Es hat geregnet, es ist noch Platz auf dem Acker – beste Voraussetzungen, in dieser Woche die restliche freie Fläche zu bestücken. Grün-, Weiß-, Blumenkohl und Brokkoli, außerdem Fenchel, Porree und Rote Bete kommen aufs Feld.

Und die ersten Erdbeeren sind reif – bald können wir bei den Ackereinsätzen in den Pausen wieder naschen gehen 🙂

Die Unwetter Donnerstag und Freitag haben zum Glück unseren Acker verschont, am Donnerstag gab es aber ziemlich heftigen Regen. In den letzten 8 Wochen hat es insgesamt nur 4 mal geregnet – davon waren 3 mal Starkregen! Normal is das nich 🙁

Und am Freitag wurde die erste Ernte der Saison geliefert: Pak Choi, Salat, Schnittlauch, Radieschen und Pfefferminze.

Gemüseinfo Pak Choi:

kleiner Kopf Pak ChoiPak Choi gehört zu den Kohlgewächsen und ist auch als Paksoi, Pok Choi oder Pak Choy bekannt. Im Deutschen nennt er sich Senf- oder Blätterkohl. Pak Choi und wird sehr häufig in der asiatischen Küche verwendet. Bei uns ist häufig die Pak Choi-Sorte Tat Soi mit sehr dunklen Blättern und recht intensivem Geschmack zu finden, weil sie besonders tolerant gegenüber Kälte ist.

Pak Choi bildet lockere Köpfe mit weißen Stielen und grünen Blättern. Beides kann gegessen werden. Optisch erinnert Pak Choi ein wenig an Mangold, unterscheidet sich aber geschmacklich deutlich. Die weißen Stiele besitzen eine ganz leichte Schärfe mit leicht senfigem Eigengeschmack, die besonders gut in asiatischen Gerichten zur Geltung kommt. Sehr beliebt ist Pak Choi daher als Zutat in scharf angebratenen Wok-Gerichten, aber auch als Zutat in Gemüsesuppen, im Ofen überbacken oder roh als Salat schmeckt er hervorragend.
Pak Choi hat mit etwa 20 kcal pro 100 g nicht viele Kalorien, aber er enthält er viel Kalium, Calcium, Vitamin C und Carotin. Und die Senföle im Kohl haben eine keimtötende und reinigende Wirkung.
Pak Choi sollte möglichst rasch verbraucht werden. Im Kühlschrank hält er sich etwa eine Woche, dazu am besten in ein feuchtes Tuch einwickeln.

Zubereitung
In Streifen schneiden, halbieren oder doch ganz lassen? Und was ist mit den Blättern? Wer Pak Choi zum ersten Mal zubereitet, stellt sich vermutlich einige Fragen:  Vor der Verarbeitung zunächst den holzigen Strunk und eventuell auch die äußeren Blätter abschneiden. Gut waschen und Blätter und Stiele separat voneinander klein schneiden.

Die Stiele brauchen deutlich länger als die Blätter, bis sie gar sind, deshalb die Stiele immer zuerst braten oder kochen, sie benötigen etwa vier Minuten (bissfest). Die Blätter erst ganz zum Schluss dazugeben. Sie müssen nur kurz zusammenfallen und sind bereits nach ein bis zwei Minuten fertig.
Pak Choi bereitet man häufig im Wok zu, denn der ermöglicht eine gleichmäßige Hitzeverteilung und das Gemüse bleibt schön knackig. Im Wok sind meist noch viele andere Gemüse mit dabei, daher wird der Pak Choi aufgrund seiner kurzen Garzeit erst am Schluss dazugegeben.
Aber Pak Choi lässt sich genauso gut auch in der Pfanne zubereiten. Einfach in Öl anbraten und nach Belieben asiatisch würzen, etwa mit Koriander, Ingwer, Zitronengras und Sojasoße. Für eine Gemüsesuppe den Pak Choi ebenfalls zunächst anbraten. Dann mit Brühe auffüllen, nach Belieben würzen.

Alternativ lässt sich Pak Choi ähnlich wie Spinat oder Mangold zubereiten. Dazu den Kohl kurz andünsten oder mit einigen Zwiebelwürfeln anbraten. So lässt sich der Kohl auch gut weiterverarbeiten, z. B. mit Kartoffeln und (Soja-)Hack zu einem Auflauf – oder nach dem Anbraten in Sesam- oder Haselnussöl schwenken und mit Sojasauce und Honig abschmecken.

Beim Blanchieren die Blätter separat für nur 2 Minuten und die Stiele für ca. 4 Minuten ins Kochwasser geben; im Ganzen blanchiert braucht der Kohl ca. 3 Minuten, dann ist der Stiel recht knackig, die Blätter jedoch schon sehr weich.

Pak Choi schmeckt auch roh im Salat: Blätter und Stiele klein schneiden, nach Belieben mit weiteren Gemüsesorten kombinieren und nach Geschmack verfeinern, z. B. mit kleingeschnittenen Tomaten und einem fruchtigen Salatdressing, einer klassischen Vinaigrette mariniert oder asiatisch mit Sesamöl.

 

KW 14 – 16 – Frühling: Es ist viel passiert

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Diesmal eine gute Viertelstunde geballte Info. Es war soviel zu tun, dass Ben nicht genug Zeit hatte, sich auch noch um die Videos zu kümmern – zumal die ja auch geschnitten und bearbeitet werden müssen.

Fingerspitzengefühl beim Gießen im Gewächshaus ist gefragt – die einen haben schon als winzige Jungpflanzen richtig Durst, die anderen sind da megaempfindlich. Außerdem werden verschiedene Gemüse jetzt zum zweiten Mal ausgesät, damit später nicht alles gleichzeitig reif wird und wir öfters ernten können.

Im Folientunnel ist alles grün – Spinat und Radieschen vor der Ernte. Der erste Gruß vom Acker konnte am Karfreitag geerntet und am Samstag verteilt werden.

Im Freiland fängt es jetzt auch an zu grünen. Vor Ostern haben sich auf Acker II die Möhren und Kartoffeln noch nicht blicken lassen, aber eine Woche später gucken sie dann raus – kein Wunder bei dem sonnigen warmen Frühlingswetter! Auch der ausgepflanzte Spitzkohl ist mit derKälte in der Nacht gut zurechtgekommen.

Inzwischen muss kräftig bewässert werden, da es jetzt gut 2 Monate nicht geregnet hat.

Und der neue akkubetriebene Freischneider ist im Einsatz. Aber leider hilft der nicht gegen die Quecke auf dem Acker. Da müssen wir demnächst unbedingt ran … Ich prophezeie mal, dass beim ersten gemeinsamen Ackereinsatz nicht nur Jungplanzen ausgepflantz werden … 😉

 

KW 41 – TreckerSuperPower!

Einige Arbeiten stehen auch im Herbst noch auf der To-do-Liste: der Tomaten-Folientunnel ist zwar schon leergeräumt, aber jetzt muss fürs nächste Jahr Kompost verteilt und untergearbeitet werden. Nächstes Jahr sollen hier dann Auberginen und Paprika einziehen. Und diesen Herbst nochmal kleine Salatpflänzchen – kann noch was werden mit ein bisschen Glück beim Wetter.
Zum Glück haben die Gärtner jetzt ja einen Trecker, mit Fräse – so kann der ganze Folientunnel in rund einer halben Stunde umgepflügt werden. In Handarbeit wären die beiden da einige Stunden beschäftigt.

Handarbeit ist allerdings im Freiland angesagt: Abdul macht die Kartoffeln aus. Leider ist unsere Kartoffelernte dieses Jahr sowas von mickrig. Das Wetter, Kartoffelkäfer und nicht zuletzt die Krautfäule haben den Pflanzen so übel zugesetzt, das insgesamt etwa nur eine halbe Kiste voll ausgebuddelt werden kann – weniger als gepflanzt wurde 🙁

Dafür wachsen die Möhren prima.

Diese Woche gibt es wieder ein prall gefülltes Erntekörbchen: Außer den Möhren wird Mangold geernet, es gibt die letzten Zuchhinis und Gurken, dazu Kohlrabi, Romanasalat, Wirsing  und die erste Portion Rosenkohl; plus Birnen von Nabu-Streuobstwiesen. 
Dafür setzten wir nächste Wohe einmal aus; es sind Herbstferien und die Gärtner gönnen sich endlich mal eine freie Woche.

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KW 37 – Dicke Ernte und ein paar Apfelinfos

Alles wächst prächtig, die Sonne scheint und es gibt wieder eine richtig fette Ernte.

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In der Ernte diese Woche sind auch wieder Äpfel vom Apfelbauern Johannes Pappas, diesmal: Jakob Lebel.
Jakob Lebel ist eine alte Sorte;  zusammen mit Bohnapfel und Ontario zählte er zu den drei sogenannten „Reichsobstsorten“, die von der deutschen Obstbaugesellschaft als wirtschaftlich wichtig eingestuft wurden. Der säuerliche Apfel ist ein ausgezeichneter Back- und Küchenapfel, auch geeignet zur Herstellung von Apfelringen und natürlich auch zum direkt essen. Wenn er aber einige Wochen gelagert wird, reift er nach, wird gelb-rötlich und bildet einen Wachsüberzug. Dann wird er auch ein wenig süßer.

Alte Apfelsorten werden in der Regel auch von Allergiker:innen gut vertragen. Bei den Supermarktapfelsorten sind die Gerb- und Bitterstoffe und Polyphenole durch Zucht stark verringert worden, damit sie süßer schmecken und sich die Äpfel nicht braun verfärben. Und genau diese Veränderungen können Unverträglichkeiten bewirken.
Eine weitere Besonderheit der alten Sorten ist, dass jeder seine Zeit hat. Supermarktäpfel schmecken das ganze Jahr über immer gleich – bei alten Apfelsorten ist das anders, der eine schmeckt im Herbst, der andere erst im Winter.

Außerdem liegen im Supermarktregal höchstens fünf bis sieben Sorten – in den meisten Regionen, in denen Äpfel wachsen, lassen sich aber in der Regel 50 bis 70 alte Sorten bestimmen! Diese Spezialisierung auf einige Standardsorten hat den Verlust der genetischen Vielfalt zur Folge. Obstbäume sind wertvolle Kulturgüter und Lebensräume für Tiere und Pflanzen, bieten Windschutz, sind Erholungsraum und bereichern nicht zuletzt das Landschaftsbild.

KW 36 – Noch einmal Sonne

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Die Tomaten, Auberginen und Paprika haben Verlängerung bekommen. Da der Sommer doch noch mal zurückgekommen ist und die Sonne scheint, bekommen die Früchte sogar noch ein bisschen mehr Farbe.
Eine Woche Sonne und die Paprika sind gelb 🙂

Vertrocknete Tagetesblüten sind ideal, um fürs nächste Jahr schon einmal neues Saatgut zu gewinnen.

Der Salat wächst prima, im November gibt’s wahrscheinlich noch mal Spitzkohl, und die Möhren sehen auch prima aus.

Donnerstag und Freitag sind Erntetage: Diese Woche gab es 420 Gurken, 350 Paprika, 150 Zucchini, 110 Köpfe Weißkohl, dazu ca 80 Auberginen, 80 kg Tomaten und 40 kg Mangold.

KW 35 – Der Kohl kommt

Jetzt ist es schon September – die Arbeit wird weniger, es wächst auch alles nicht mehr so schnell. Vielleicht reifen die Paprika und Tomaten noch ein bisschen, da wir tatsächlich noch ein bisschen Sommer-Nachschlag bekommen :-). Die Tomaten müssen aber wahrscheinlich nächste Woche dann komplett raus aus dem Folientunnel. Auch bei den Auberginen sieht es so aus, als ob es höchstens noch eine weitere Ernte gibt. Dafür beginnt nun die Kohl-Zeit, Rot-, Grün- und Blumenkohl stehen auf dem Ernteplan.

Der Salat ist am letzten Samstag beim Arbeitseinsatz ausgeputzt worden, aber am Montag waren Fraßspuren daran. Die Rehe haben die Gelegenheit genutzt 🙁 Der Zaun muss also umziehen und ein „Fort Knox für Salate“ wird geschaffen. Auch Mangold, Romano-Salat und Rote Bete brauchen Netze. Nächstes Jahr brauchen wir definitiv mehr solche Zäune.

Auf dem Kohlacker ist Erntezeit angesagt: 110 Köpfe Rotkohl kommen in die Kisten. Dazu wird für die ganzen Anteile noch Blumenkohl. geerntet. Der Wirsing dauert noch ein bisschen, das werden aber wieder richtig große Köpfe. Und dann ist da ja auch noch Rosenkohl…

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KW 34 – Der Herbst klopft an

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Die Arbeit auf dem Acker und in den Folientunneln wird merklich weniger, die Gärtner können es so langsam ein wenig entspannter angehen lassen. Trotzdem: Die Herbstauspflanzung geht weiter, der Weißkohl kommt in sein Quartier.

Und geerntet werden muss natürlich auch. Es gibt viele – leider noch grüne – Paprika, viele Gurken und Auberginen. Im Folientunnel reifen auch weiterhin die Tomaten, auch wenn wegen der Krautfäule kaum noch Blätter an den Pflanzen sind. Der Salat aus dem Freiland ist auch wieder erntereif, aber so langsam fängt auch der an, sich über die niedrigen Temperaturen und die Feuchtigkeit zu beschweren. Die nächste Anzucht kommt dann wohl wieder, wie im Frühjahr, in einen der Folientunnels.

Nächste Woche wird dann wohl auch der Grünkohl geerntet, der prächtigst wächt. Eigentlich zu früh, er könnte auch noch bis Ende September/Anfang Oktober stehen bleiben. Aber: wenn er noch stehen bleibt, wird sich die weiße Fliege draufstürzen …

Zum gemeinsamen Ackereinsatz am Samstag trafen sich diesmal nur sehr wenige Teilnehmer:innen. In den Regenpausen haben wir es aber wenigstens geschafft, die Salatreihen durchzujäten – der Acker war sehr nass und matschig. Und die Paprika und Auberginen im Folientunnel haben jetzt auch wieder mehr Platz.

 

KW 32 – Krautfäule-Alarm

… in diesem Video zähle ich 8 Swinella-Kinder …

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Es gibt weiterhin gute Ernte (Zucchinis, Auberginen, Gurken, Zwiebeln und Lauchzwiebeln, Salat, Stangensellerie, Tomaten) – aber leider auch eine schlechte Nachricht:

Die Krautfäule hat sich in unseren Tomaten breit gemacht – und die macht nicht vor den Blättern Halt, sondern greift auch die Tomaten an. Leider kann man dagegen nicht viel machen, wenn man nicht mit Mengen an Chemie arbeiten will. Abdul & Ben werden versuchen, das einigermaßen in Schach zu halten und die befallenen Blätter/Stängel/Früchte rauszuschneiden.

Aus gegebenem Anlass heute also ein paar Infos zu dieser Pflanzenkrankheit:

die durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht wird und sich nur sehr schwer bekämpfen lässt. Der Parasit gelangte im Winter 1843/44 aus Nordamerika, wo er 1843 erstmals aufgetreten war, mit infizierten Kartoffeln nach Flandern. Hier blieb er zunächst unbemerkt. Der Befall von Kartoffeln verursachte 1845 bis 1849 eine Hungersnot in Irland und auch andernorts in Europa, zum Beispiel in Luxemburg.

Wenn der Sommer regnerisch ist – manchmal genügt auch ein etwas länger anhaltender Regenschauer – zeigen sich zunächst an den Blättern, später auch an den Trieben und Früchten die charakteristischen Symptome für die Braun- und Krautfäule, die an fast allen Nachtschattengewächsen auftreten kann.
Feuchtes Wetter bei Temperaturen um 15 Grad Celsius begünstigt eine Infektion. Die Blätter von Tomaten- und anderen anfälligen Gartenpflanzen können dann nicht schnell genug abtrocknen. An den nassen Blättern haften die auch durch Wind oder Insekten übertragbaren Sporen an den Blättern und dringen durch kleinste natürliche Öffnungen oder Verletzungen ein.

Unter Kraut- und Braunfäule leidet die ganze Pflanze: Auf Laub, Trieben und Stängeln bilden sich braun-schwarze Flecken. Im Verlauf werden die Blätter schwarz, beginnen zu welken, vertrocknen und sterben ab. An den Tomaten bilden sich ebenfalls bräunlich-schwarze Flecken, sie werden dann hart und faulen ab.

Den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule kann nur verzögert, nicht komplett verhindert werden. Generell sollte Folgendes beachtet werden:

  • Nur ein starker Rückschnitt kann befallene Pflanzen in einem frühen Stadium retten.
  • Tomatenpflanzen sollten nicht zu eng nebeneinander stehen: Knapp 70 Zentimeter Abstand sind gut, damit sich die Blätter nicht berühren können.
  • Befallene Blätter und Früchte sofort entfernen und entsorgen.
  • Tomaten sollten dicht am Boden gegossen werden. So wird verhindert, dass Spritzwasser an die Blätter gelangt.
  • Die untersten Tomatenblätter ganz ausbrechen, so kann kein Wasser an die empfindlichen Blätter gelangen.

Der Pilz überwintert im Boden oder in Pflanzenresten, so dass nach einer Erkrankung im Folgejahr eine weitere Infektion möglich ist. Wer Kübel und Tomatenstangen oder andere Rankhilfen aus dem Vorjahr erneut für Tomaten verwenden möchte, sollte diese im Frühling daher gründlich reinigen, z.B. mit kochendem Wasser.

Tomaten stärken
Ab Mitte Juni sollten die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden.
Vorbeugend kann dreimal wöchentlich mit Tee aus Ackerschachtelhalm gespritzt werden. (5 Gramm getrockneten Ackerschachtelhalm pro Liter Wasser, mit kochendem Wasser übergießen und 5 – 10 Min. ziehen lassen.) Vollständig abkühlen lassen und die Pflanzen mehrmals pro Woche mit dem unverdünnten Teeaufguss einsprühen. Kurz vor der Ernte jedoch nicht mehr besprühen, da sich der Geschmack der Tomate dadurch verändert.
Auch ein Bestäuben der Pflanze mit Algenkalk oder Gesteinsmehl ist sinnvoll, dadurch wird der Pilz daran gehindert, über das Blatt einzudringen.

Es gibt leider keine Tomatensorten, die überhaupt nicht an der Braun- und Krautfäule er-kranken können; einige Sorten sind allerdings widerstandsfähiger als andere. Dazu gehö-ren unter anderem „Philovita“, „De Berao“, „Harzfeuer“ und „Phantasia“.
Wichtig: Da auch Kartoffeln befallen werden, sollten diese beiden Pflanzen nie nebenein-ander wachsen.

Ist der Befall fortgeschritten, hilft nur noch eins: nicht befallene Früchte ernten und die gesamte, erkrankte Tomatenpflanze entsorgen. Sie ist nicht mehr zu retten. Grüne Tomaten reifen aber nach, wenn sie gesund geblieben sind.

Tomaten nachreifen
Tomaten möchten es beim Wachstum und bei der Reifung warm haben. Wenn nachts die Temperaturen im Herbst regelmäßig unter 12 °C sinken, werden die Früchte nicht mehr rot. Deshalb ist es wichtig, mit der Ernte der grünen Tomaten nicht zu lange zu warten. Die kompletten Tomatenrispen mit der Schere abschneiden – so werden die Früchte nicht beschädigt und  sie sind länger lagerfähig. Der Stiel sorgt beim Reifeprozess zusätzlich für ein intensives Tomatenaroma. Blätter sollten allerdings entfernt werden, die Tomaten werden sonst schrumpelig.

Für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 16 und 25 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 % relative Luftfeuchte) optimal. Als Lagerort eignet sich z. B.  ein warmer Keller, da Licht für die Reifung nicht notwendig ist. Die Tomaten müssen aber regelmäßig kontrolliert und beschädigte Früchte aussortiert werden. In jedem Fall sorgsam mit den Früchten umgehen, denn Druckstellen und Risse in der Haut können zu Fäulnis führen. Wie lange es dauert, bis die grünen Tomaten reif sind, hängt von der Sorte und dem Lagerort ab. Je kühler es ist, desto länger brauchen die Tomaten um nachzureifen.

Drei Möglichkeiten zur Lagerung von grünen Tomaten:
1. Eine komplette Tomatenpflanze einfach kurz über den Boden abschneiden oder die Pflanze mitsamt der Wurzel entnehmen. Die Pflanzen entblättern und kopfüber an einem warmen und dunklen Platz aufhängen. (Alternativ, wenn kein dunkler Platz vorhanden: die Tomaten in Packpapier einwickeln). Die Früchte entwickeln Reifegase, die unter Papier oder in einem anderen Behältnis gestaut werden. Das beschleunigt den Reifeprozess.
2. Eine kleine Menge an grün gepflückten Tomaten lässt sich gut in Packpapier wickeln. Die eingepackten Tomaten in Plastiktüten stecken, die mit Löchern versehen sind und die Beutel an einem warmen Ort legen. Auch eine Schüssel (mit Teller abdecken) eignet sich für die Aufbewahrung. Die Tomaten werden auch schneller rot, wenn ein Apfel dazugelegt wird, da Äpfel das Reifegas Äthylen verströmen.
3. Schonend und schnell reifen Tomaten in Tongefäßen. Ein sauberer Ton-, Römertopf oder eine Tajine vorab einige Stunden wässern, dann die sauberen trockenen Früchte in die Tongefäße legen. Den Tontopf am besten mit einem Tonuntersetzer abdecken. Wasser in die Mulde des Untersetzers/in den Deckel des Römertopfes/der Tajine füllen. Nach und nach verdunstet das Wasser und erhöht so die Luftfeuchte. Wasser regelmäßig kontrollieren und nachfüllen. An einem warmen Platz im Wohnraum werden die Tomaten schnell rot und schmecken wie sonnengereift.

KW 31 – Übern Berg im August

Ein kleiner Rückblick Anfang August:
Das Frühjahr war sehr kalt – alles ging 4 Wochen später los.
Der Regen, den wir uns in den letzten 3 Jahren oft gewünscht haben, der kommt dieses Jahr gleich dreimal … Es gab bislang dieses Jahr 40 % mehr Niederschlag als in den letzten Jahren – was auf dem Feld nicht ganz so gut ist, da das sehr viel Pflege bedeutet (denn das Beikraut wächst halt auch wie dolle).
Und es fehlen jetzt im Sommer die höheren Temperaturen, weil die für eine gue und reichliche Ernte sorgen.

Aber jetzt ist August und wir hoffen auf den goldenen Herbst. Auf den freien Flächen wird auf jeden Fall noch was ausgebracht – Ben & Co „pokern“ ein wenig, dass September und Oktober ein „goldener“ Herbst werden könnte, und die Plfanzen noch genug Sonne und Wärme bekommen, dass sie reifen.

 5 leere Multiplatten = 5 Reihen Salat – 2 mal Lollo Bionda, 3 mal Lollo Rosso
5 weitere leere Multiplatten = 5 Reihen  rote Bete
Der Romanasalat wird in ca 2 Wochen ausgepflanzt
Der Porree wächst wieder so gut, dass die Gärtner bald über die 2. Ernte nachdenken können – im Gegensatz zum Mangold, der dieses Jahr gar nicht gut nachwächst.
Bei den Tomaten werden jetzt immer mehr rot (bzw. gelb, je nach Sorte) – und es gibt Sorten wie „Moneymaker“, die richtig viele Früchte tragen, und andere, die nicht so gut tragen. Merken wir uns fürs nächste Jahr 😉
Rot-, Wirsing- und Rosenkohl fangen so langsam an, feste Köpfe zu bilden.

Ach ja, und die Wespenspinnen hatten Herrenbesuch …

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