Welcome Day 2022

Die kleine Bilderauswahl zeigt, dass wir einen richtig tollen „Welcome Day“ für die Neu-Solawistas hatten. Schon ab 10 Uhr kamen viele zum Kartoffeln-legen, und danach gab es wie versprochen viele Infos, Kaffee und leckeren Kuchen, vegane Brotaufstriche mit Infos zur veganen Feldküche und Acker- und Abholraumführung. Und das alles bei schönstem Sommenschein und knapp 20 Grad. Jetzt kann die Saison so richtig beginnen! (Ach ja, das Grüne auf dem vorletzten Foto sind übrigens die Radieschen im Folientunnel)

KW 38 – Ein Rundgang über den Acker im Herbst

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Der goldene Herbst, den Ben prophezeit hatte, ist ja zum Glück tatsächlich gekommen. Die Herbst-Aussaat hat sich also wirklich gelohnt. Die Rote Bete ist richtig groß geworden, der Salat sieht sehr gut aus, auch der Spitzkohl wächst hervorragend. Diese Woche kommen Rote Bete und Salat auch in die Ernte.
Die Spitzpaprika sind zwar noch grün, gehen aber auch diese Woche in die Ernte, die fangen nämlich leider teilweise an zu faulen. Die Temperaturen sind ihnen vor allem Nachts schon zu niedrig.
Diese Woche werden die grünen Tomaten mitgeerntet. Auch mit denen kann man leckere Gerichte zaubern. Oder sie einfach eine Weile zum Nachreifen liegen lassen.
Und die ersten Köpfe Wirsing werden geerntet – 110 Stück, für jeden Ernteanteil einer. Wenn ich daran denke, daß Abdul letztes Jahr diese Mengen mit dem Handkarren bewegen musste. Wir gut, daß wir jetzt unseren Trecker haben!!

Lauchzwiebeln und Romano-Salat wachsen auch prima. Und da, wo der Grünkohl schon abgeerntet wurde, treibt er aus dem Stängel wieder aus. Ganz vielleicht gibt das sogar noch eine zweite Ernte, das hängt aber, wie immer, vom Wetter ab.
Porree steht auch noch auf dem Acker, der wird aber zum Teil über den Winter stehen bleiben.

Inzwischen sind die Gärtner auch nicht mehr jeden Tag auf dem Acker: Montag machen beide frei, und auch gemeinsame Ackereinsätze werden in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden.

KW 27 – Es ist ein Trecker! Und ein paar Infos zu Dicken Bohnen

Und wieder ein neuer Wochenrückblick

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Diesmal mit dem Vorher-Nachher-Effekt bei den Zwiebelgewächsen, einem neuen Freischneider, einem Zaun um einen Teil des Ackers, den ersten erblühten Sonnenblumen.

Und alle haben Spaß mit dem neuen Trecker. Und mit dem Anhänger, mit dem nun die Ernte nach vorn zum Abholraum gefahren werden kann. Dadurch werden mindestens 3 Stunden Arbeit gespart. Und natürlich Muskelkraft. 150 Spitzkohl = 150 kg, plus Gurken plus Frühlingszwiebeln, plus Fenchel, plus Zucchini plus Ben und Karsten – alles auf dem Anhänger 🙂

In der Ernte vergangenges Wochenende gab’s ja auch Dicke Bohnen – hier ein paar Infos:

Die Ackerbohne (auch Puffbohne, Feldbohne, Saubohne, Schweinsbohne, Pferdebohne, Fababohne, Faberbohne, Favabohne, Viehbohne und Dicke Bohne genannt) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie gehört zur Gattung der Wicken – im Gegensatz zur „neuweltlichen“ Gartenbohne, die der Gattung Phaseolus angehört. Die Ackerbohne wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) zum Gemüse des Jahres 1998/1999 gewählt.

Die Dicke Bohne steht schon sehr sehr lange auf dem menschlichen Speiseplan. Frühe Formen waren aber gar nicht sehr dick. Die ältesten Samen wurden in archäologischen Ausgrabungen in einer Steinzeitsiedlung in Israel gefunden, die irgendwo zwischen 6.800 v. Chr. und 6.000 v. Chr. datiert ist. Man weiß aber nicht, ob es sich um gesammelte Wildsamen oder angebaute Bohnen handelt. Seit dem 3. vorchristlichen Jahrtausend findet sich die Dicke Bohne in vielen Ausgrabungen im Mittelmeerraum.

Seitdem hat sie sich bis nach Mitteleuropa ausgebreitet. In den ersten Jahrhunderten n. Chr. entwickelte sich ein Anbauschwerpunkt an der Nordseeküste, weil sie als einzige Hülsenfrucht auf salzigen Böden in Küstennähe gedeiht. Im Mittelalter war sie, meist nur „bone“ genannt, eines der wichtigsten Nahrungsmittel, auch bedingt durch die hohen Erträge. In dieser Zeit tauchten erstmals die großen Samen auf, die heute verbreitet sind. Seit dem 17. Jahrhundert ging der Anbau in Europa jedoch zurück, da die aus Amerika eingeführte Gartenbohne und die Feuerbohne bevorzugt wurden.

Die Ackerbohne wird heute hauptsächlich als Viehfutter genutzt, taucht aber inzwischen auch wieder häufiger auf unserem Speiseplan auf. Zur Verfütterung ans Vieh werden sowohl die Samen als auch der komplette Hülse genutzt; für den menschlichen Genuss wird die Hülse meist nur bei sehr jung geernteten Bohnen verwendet. Die Samen können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden; getrocknet sind sie ohne weitere Konservierung lange lagerfähig.

Im Mittelmeerraum ist die Ackerbohne eine Delikatesse, so zum Beispiel in Spanien geröstet (als Habas Tostadas) oder in dem italienischen Salat Vignarola. Im arabischen Raum werden unter anderem Falafeln und Ful aus Ackerbohnen zubereitet.

Ackerbohnen besitzen einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß (100 Gramm enthalten durchschnittlich elf Gramm Eiweiß), Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen, Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B6 und C. Sie haben etwa 330 kcal/1381 kJ je 100 g.

Ackerbohnen können gedünstet, gekocht oder gebraten werden. Sie sollten der besseren Verdaulichkeit halber nur nach dem Erhitzen verzehrt werden. Im Gegensatz zu Gartenbohnen sind sie roh aber nicht giftig. Zur Zubereitung pult man die Samen aus und wäscht sie in kaltem Wasser.

Tipp :
• Ackerbohnen sollten bei milder Hitze gegart werden, damit sie nicht platzen.
• Ausgepulte Bohnen sind im Kühlschrank nur kurz haltbar, mit der Hülse lassen sie sich einige Tage lang aufbewahren, sollten dann allerdings verarbeitet werden.

KW 25/26 – Erntesommer

Diesmal gibt’s ein richtig langes Video, gleich für 2 Wochen,denn auch Gärtner brauchen mal Urlaub 😉

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In der KW 25 wurden z. B. das 2. Mal Radieschen ausgesät (am Johannitag) und der nachgesäte Kohlrabi in den Saat-Multiplatten vereinzelt.

Mangold und Rote Bete brauchen auch nicht mehr allzulange, bis sie erntereif sind. Und die Blattläuse haben dieses Jahr die Dicken Bohnen verschont – das gibt eine richtig gute Ernte dieses Jahr 🙂

Nicht so toll: Das Franzosenkraut gewinnt 🙁 Das Wetter in der letzten Zeit begünstigt ja leider nicht nur unsere Kulturen, sondern auch das lästige Beikraut. Die Distelanzahl dieses Jahr ist zum Glück ziemlich zurückgegangen, aber das Franzosenkraut (externer Link zu Wikipedia) breitet sich dafür üppigst aus. Wie Ben im letzten Jahr in seinem Video zu den Superkräften der Wildkräuter schon gesagt hat: „Superkraft: breitflächige Aussaat. 1 blühendes Franzosenkraut = ca. 1 qm Aussaat.“ Für den nächsten gemeinsamen Ackereinsatz am 10. Juli (wie immer ab 10 Uhr und ab Mittags dann mit veganer Feldküche)  ist die Arbeitsaufgabe also klar. Die veganane Feldküche der Solawi ist übrigens auch bei Facebook: https://www.facebook.com/Vegane-Feldküche-der-Solawi-Niederrhein-104160975240921 Und da findet ihr dann auch Rezeptideen zu denGemüsen aus der wöchentlichen Ernte.

Die Ernten werden nun wieder sehr viel
größer und reichhaltiger. Am 25.6. wurden z. B. 150 Brokkoli, 100 Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Salat, Zucchini, Gurke und Basilikum (Thai- und Genovese-) geerntet. Und am 2. Juli kamen dann auch noch Kohlrabi und die ersten Auberginen dazu.

Ben hat dann jetzt mal 1 Woche Urlaub vom Acker gemacht. Und hat so glatt das Eintreffen unseres Treckers verpasst. Denn – tadaaa – er ist da!

Ab jetzt kein Schieben der Ernte-Transportkarre mehr mit reiner Muskelkraft. Und den Gärtnern wird sicherlich dies&das&jenes einfallen, was sich mit Hilfe des Treckerchens viel leichter, schneller und rückenschonender erledigen lässt…

KW 23 – Salat, Salat, Salat …

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Wildkraut, Wildkraut, Wildkraut – das ist jetzt die Hauptarbeit auf dem Acker. Alles wächst gut, an den Tomaten sind schon die ersten Blüten und sie müssen auch so langsam angebunden werden. Auch an den Auberginen, Gurken und Zucchini gibt’s die ersten Blüten.

 

 

 

 

Im Folientunnel kann man momentan nur noch morgens arbeiten, ab 10 Uhr wird es darin inzwischen unerträglich heiß. Aber auch auf dem Acker ist die Arbeit recht schweißtreibend.

Im Gewächshaus wird die nächste Salat-Aussaat vorbereitet – damit wir in ein paar Wochen nicht in ein „Salatloch“ fallen. 10 Paletten = 550 ausgesäte Pflanzen = 550 Salatköpfe = 3 Wochen Salat für alle = 100 qm Fläche auf dem Acker.

Der Ackereinsatz am vergangenen Samstag war wieder richtig klasse: viele helfende Hände und das Beikraut hat keine Chance 😉 Außerdem haben wir begonnen, die Tomaten auszugeizen* und hochzubinden. Und es liegt eine neue Folie auf dem Sonnendach-Gestell am Bauwagen, für Schatten ist also auch gesorgt.

Am Samstag fand auch unsere erste Vegane Feldküche statt. Auch wenn es noch kein richtiges Kochen war, und erstmal auf Salatsaucen und Dips zu mitgebrachtem Brot hinauslief. Die vegane Feldküche findet aber auf jeden Fall ab jetzt immer im Anschluss an den Ackereinsatz statt. Außerdem gibt’s ganz frisch eine eigene Facebookgruppe, auf der auch alle Rezepte zu finden sind, z. B: die leckeren Dips von Samstag: https://www.facebook.com/Vegane-Feldküche-der-Solawi-Niederrhein-104160975240921


*Tomaten ausgeizen: wieder mal ein bisschen „Gärtnerlatein“ 🙂
Unter „ausgeizen“ versteht der/die Gärtner:in das Ausbrechen von jungen Trieben, die in den Blattachseln der Tomatenpflanze wachsen. Das Wie & Warum ist vielleicht für alle diejenigen unter euch interessant, die ein oder mehrere Tomatenpflanzen mitgenommen, aber noch wenig Erfahrung damit haben.

Warum macht man das überhaupt? Um das teils sehr heftige Wachstum unter Kontrolle zu bekommen 😉 Dadurch werden die Triebe und Fruchtansätze reduziert. Weil sich nämlich die sogenannten Geiztriebe später entwickeln als der Haupttrieb, dabei aber mehr Blattmasse und weniger Blüten bilden, tragen sie auch kleinere Früchte – sie „geizen“ also mit ihren Erträgen. Ohne Ausgeizen werden diese Seitentriebe mit der Zeit immer länger und hängen unter dem Gewicht der Früchte stark herab. Außerdem entsteht dadurch viel zusätzliche Trieb- und Blattmasse, die wiederum dann die Pflegearbeiten und die Ernte erschwert.

Ist Ausgeizen überhaupt sinnvoll?  Eigentlich möchte ja jede:r eine möglichst große Tomatenernte. Die meisten (modernen) Tomatensorten entwickeln aber so viele Triebe und an denen eben auch Fruchtansätze, dass sie diese große Menge gar nicht versorgen können. Wenn man alle Triebe wachsen lässt, bilden sich zwar viele Früchte –  die bleiben aber höchstwahrscheinlich recht klein bzw. reifen gar nicht richtig aus. Das Ausgeizen fördert also das Wachstum großer, aromatischer Früchte – Qualität vor Quantität also.

Weitere Gründe für das Ausgeizen:
– Auslichten: Um gut auszureifen und das volle Aroma auszubilden, brauchen Tomaten viel Sonne. Wenn durch wuchernde Triebe ddas Blattwerk zu dicht ist, bekommen die Früchte nicht genug Sonne.
– Nach Regenfällen müssen die Blätter rasch abtrocknen können. Wenn die Blätter wegen mangelnder Durchlüftung lange feucht bleiben, kommt es leichter zu Pilzbefall (z. B. Braun- und Krautfäule).
– Handhabung: Besonders Tomaten im Topf sollten möglichst gerade, standfest und sicher wachsen und dafür regelmäßig aufgebunden werden. Das wird aber schwierig, wenn man alle Seitentriebe dranlässt und die Tomate dadurch in alle Richtungen wächst. Bei Windböen können schwere Triebe leicht abbrechen. 
– optimale Flächenausnutzung:  Ohne Seitentriebe, kommen Stabtomaten mit wenig Standfläche aus und können entsprechend dicht gepflanzt werden. Die Ernte fällt dann höher und qualitativ besser aus als bei Tomatenpflanzen mit mehr Platzbedarf durch Seitentriebe.

Nicht alle Tomatenarten und -sorten werden ausgegeizt. Busch- oder Balkontomaten dürfen mehrtriebig wachsen und wenn überhaupt nur ab und zu ausgegeizt. Sie bilden auch an den Seitentrieben qualitativ gute Früchte, außerdem sind sie von Natur aus schwachwüchsiger und kleinfrüchtiger.

 

 

KW 22 – Drei gute Nachrichten: Ernte, Hänger, Arbeitseinsatz

Ernte 4./5.6.21Nr. 1: ein bisschen Sonne, ein bisschen Wärme und voilá: Ernte! Die Gärtner meinen, es gibt diese Woche Salate, Pfefferminze und Jungpflanzen (welche genau, bleibt eine Überraschung;-). Und es sieht so aus, als ob der Acker jetzt auch wieder regelmäßig etwas rausrückt.

Das bringt uns gleich zu Nachricht Nr. 2: Unser Crowdfundig für den Trecker ist am Mittwoch, 2.6., ausgelaufen. Dank fast 200 Unterstützer*innen haben wir 6.080 € im Topf und können demnächst einen Mini-Traktor mit Zubehör und Anhänger auf den Acker schicken. Damit werden unsere Gärtner weniger Zeit mit dem Herumschleppen von Erntekisten zum Verteilraum verbringen und können sich statt dessen um den Acker mit allen Pflanzen darauf kümmern.

Alle Pflanzen? Ja, wir sprechen mal wieder vom Beikraut. Sicher unheimlich wichtig für ein intaktes Ökosystem, aber leider müssen wir das regelmäßig ein bisschen zurückdrängen, damit unser Gemüse gut gedeihen kann. So kommen wir zu Nachricht Nr. 3: Arbeitseinsatz am Samstag, den 12. Juni, wie immer ab 10 Uhr auf dem Acker. Denkt bitte ans korrekte Parken (nicht auf der Ackerstr.), Abstand halten und ggf. einen Mund-Nasen-Schutz, wenn es mal enger wird.

Und zum Schluss hier noch der aktuelle Wochenrückblick „Die Sonne ist da“:

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Der erste gemeinsame Ackereinsatz im neuen Wirtschaftsjahr …

… war ein voller Erfolg. Viele viele alte und neue Solawistas waren am Samstag ab 10 Uhr auf dem Acker. Nach einer kurzen Begrüßung durch Vorstandsmitglied Peter und Gärtner Ben gab es  – natürlich mit entsprechenden Abständen – die erste Ackerführung. Danach verteilten sich alle Anwesenden auf dem Acker und in den Folientunneln, um zu hacken, zu jäten und die letzten Jungpflanzen zu setzen. Das Wetter spielte auch mit, bis auf ein paar Tropfen blieb es trocken. Rundrum ein gelungener Vormittag 🙂

Hier ein paar Impressionen:

KW 39 – „Paprika-Alarm“

Während die Tomaten schon heftigst schwächeln (nur noch 4 Kisten für die Ernteverteilung), gibt es noch jede Menge Tomaten. Jeder ganze Anteil bekommt in dieser Woche 8 Paprika, von grün über gelb bis rot, spitz und rund …

Nächste Woche wird es voraussichtlich zum letzten Mal Tomaten geben, dann wird das Gewächshaus abgeräumt, der Boden bearbeitet und als Nachkultur Salat, Kohlrabi und Radieschen gesät. Wenn wir keinen frühen und sehr kalten Wintereinbruch bekommen, sollte das unsere Erntesaison noch ein wenig verlängern. In den nächsten Wochen stehen dann aber erstmal Möhren, Rote Bete und verschiedene Kohlsorten auf dem Ernte- und Speiseplan. Und hin und wieder Äpfel und Birnen von NABU-Streuobstwiesen.

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KW 34 – Ernte, Wildkraut, Melone, Ackereinsatz

Mehr Zeit für die Ernte heißt leider auch, dass das Wildkraut vernachlässigt wurde. Und da es auch viel geregnet hat, ist das Franzosenkraut gewuchert, die kleinen Kohlrabipflanzen sind kaum zu sehen. Zum Wochenanfang ist also erst einmal wieder jäten angesagt.
Im GWH-Gurkenparadies wird geschaut, wieviele Gurken es denn wohl diese Woche geben wird. Aberdas Jahr schreitet voran und so ganz langsam wird es weniger. Und zwischendrin kann man schon braune und trockene Blätter sehen …
Eine Gurke lassen Ben&Abdul aber schon die ganze Zeit hängen und wollen einfach mal schauen, wie groß sie wohl wird – über einen Meter ist sie schon lang. Ob sie wohl bis zum Boden kommt?
Im Freiland werden weiter Salat und Kohlrabi aus eigener Aussaat nachgepflanzt, auch die Radieschen kommen gut.
Am Freitag haben drei Solawistas bei der Ernte geholfen, das war eine große Hilfe. Und der Abholraum war dann am Freitag Mittag auch wieder richtig richtig voll und die Solawistas von der Abholbegleitung hatten alle Hände voll zu tun.

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Die Ernte des Wochenende war wieder reichlich: Tomaten, Rucola, Stangensellerie, Mangold, Porree, Zucchini, Gurken, Rotkohl, Kürbis und ein Kräuterstrauß. Vermutlich sind die meisten Solawistas am Wochenende mit Einkochen, Einfrieren und sonstwie verarbeiten beschäftigt … die Wintervorräte füllen sich 🙂

Zum Ackereinsatz am 23. waren wieder rund 15 Solawistas fleißig; es wurde Beikraut gejätet, die letzten paar Bohnen geerntet, das Rotkohlquartier gesäubert und und und. Zwischendurch konnten wir uns mit leckeren Frikadellen stärken und Honig- und Wassermelone schlemmen.

Unser Acker gibt uns jede Woche soviel Ernte – und trotzdem ist er noch übervoll. Auch in den beiden Gewächshäusern wuchert alles. Schätze, wenn wir keinen frühen und mega-strengen Winter bekommen, dann können wir uns noch auf jede Menge Wintergemüse freuen. Jedenfalls ist unser Acker II (der Ausweichacker) prächtig anzuschauen. Da wachsen Grün- , Rot- und Weißkohl, Wirsing, außerdem noch Mais und Zucchini.

KW 32 – Ultra-Hitze und Melonen

Zu Beginn gleich die wunderbare Neuigkeit: Abdul bleibt: Am Dienstag war die entscheidende Verhandlung in Düsseldorf – die Abschiebung wurde dauerhaft ausgesetzt, er hat jetzt eine Aufenthaltserlaubnis für jeweils ein Jahr. Wir freuen uns alle riesig mit ihm!!!

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In der 32. Kalenderwoche stand neben Werkzeugpflege und Beikraut-Jäten hauptsächlich Ernten auf der To-do-Liste. Wir haben ja schon August, und das heißt weniger Kulturmaßnahmen, weniger Wildkraut, mehr Zeit in die Ernte investieren. Was bei den derzeitigen Temperaturen auch nicht gerade leicht ist. Vorteil: wenn das Wildkraut jetzt rausgemachtr wird, kommt bei der Hitze erst mal nix mehr nach.

Geerntet werden diese Woche u. a. Spitzkohl, Kartoffeln, Porree, Zwiebeln, natürlich Zucchini, Gurken und Tomaten.

Übrigens: Die Möhren, die Anfang Juli gesät wurden, schauen schon aus der Erde 🙂

Die Melonen: das funktioniert nicht ganz so gut wie gehofft. Das wird wohl ein Bonbon für die Helfer*innen beim Arbeitseinsatz am Samstag, für alle reicht’s bei Weitem nicht.
Die erste Honigmelone schmeckt auf jeden Fall sehr lecker und wie in Afghanistan! Und wird von Ben und Abdul komplett verputzt – und sei ihnen bei der Hitze vergönnt 😉

Zwiebelernte: Erst wird das Grün abgeschnitten, dann die Zwiebeln aus der Erde geholt, dann die Wurzeln abgeschnitten, dann in Kisten gelgt – und dann in den Abholraum gebracht, wo sie auch noch ausgewogen werden müssen – so wird jede Zwiebel sechs mal in die Hand genommen, bevor sie bei den Solawistas im Körbchen liegt. Ganz schön viel Arbeit für so eine Zwiebel …

Auch der Rotkohl wird geerntet und „nachbearbeitet“, die äußeren offenen Blätter bleiben auf dem Acker und wir bekommen nur die schönen festen Köpfe.

Gurken: Highscore – 380 Stück in einer Woche – aber der Gurkenzenit ist erreicht, ab jetzt wird es weniger.
Kartoffeln: Bis auf  eine Reihe sind jetzt alle draußen, die letzten dieses Quartiers gibt’s dann nächste Woche.

Und natürlich muss all das dann auch mit Muskelkraft in den Abholraum gebracht werden – ich hoffe wirklich, dass wir eine Möglichkeit finden, den Transport zu motorisieren (ein kleiner Trecker wäre nicht schlecht…)

Arbeitseinsatz am Samstag: Respekt vor allen Unentwegten, die sich bei dieser Hitze auf den Acker gewagt haben – Beikraut rausmachen bei dem Wetter ist kein Zuckerschlecken. Ich hoffe, die Melonen haben gut geschmeckt!