23. September – Erntehelferinnen und Solidarität

Kürbisse, Zucchini und Tomaten sind am Wochenende verzehrbereit, Maik hat allerdings am Wochenende für eine Familienfeier ein paar Tage Urlaub genommen. Manana aus Xanten hat sich bereit erklärt, die Ernte zu übernehmen. Am Samstag wird sie von Elizabetta unterstützt. Janine und Christine haben am Freitag Manana unterstützt und nochmal für reichlich Ernte gesorgt. Vielen Dank, dass ihr das übernommen habt 🙂

Maik schätzt, dass uns die Hitzewelle, die ja viele Pflanzen verbrannt hat, im Oktober treffen wird. Dann wird es voraussichtlich weniger Ernte geben, als wir sonst für den Oktober noch erwarten könnten. Einer der Gründe, warum wir nicht einfach eine Gemüsekiste beim Bioladen bestellen, ist aber, dass wir solidarisch sein wollen und damit Gutes und auch Negatives gemeinsam tragen. Also schauen wir mal, ob es im Oktober vielleicht doch noch Ernte gibt und freuen uns, wenn was da ist 🙂

Und auch dieses Jahr wollen wir ein kleines Erntedankfest feiern: Die Solawi Niederrhein lädt alle Mitglieder, Freunde und Interessierte am Mittwoch, den 3. Oktober ab 15 Uhr ein. Christian und Heike stellen uns freundlicherweise ihren alten Folientunnel auf dem Tinthof zur Verfügung. Mit einem Mitbring-Buffet wollen wir die hinter uns liegende Erntesaison feiern. Für Getränke sorgt der Verein. Damit wir ungefähr wissen, was benötigt wird, bitten wir um kurze Rückmeldung.

Das Fest ist auch die Möglichkeit für Interessierte, den Acker und die Gruppe kennen zu lernen – denn für die nächste Saison werden bestimmt wieder Gemüseanteile frei.

11. September – Kartoffelernte

Der Sommer ist nochmal zurück und es bleibt erstmal trocken. Genau das richtige Wetter, um am Samstag beim Arbeitseinsatz Kartoffeln zu ernten. Falls vorhanden, gerne Forken mitbringen und Ausrüstung, um in der Erde zu wühlen 😀

Und dem Aufruf sind dann auch richtig viele Solawistas gefolgt und haben am Samstag in viel Handarbeit einen Teil unserer Kartoffeln geerntet. Das war schwieriger als gedacht, denn durch die viele Melde, die natürlich auch die Kartoffelreihen nicht “verschont” hat, konnte der Roder nicht so gut durchkommen. So wurde die Erde zwar gelockert, aber viele Kartoffeln mussten dann doch von Hand einzeln ausgebuddelt werden. Daher wird es wohl auch noch mindestens einen weiteren Einsatz zum Kartoffelnausbuddeln geben.

28. August – hier schreibt der Gärtner noch selbst

Heute mal wieder von Maik persönlich:

Dieses Wochenende (31.08-01.09) wird es Ernte geben! Aber aufgrund der vor einiger Zeit von mir erklärten Probleme mit der Dürre und anderen Dingen ist genau das passiert, was ich befürchtet habe:

  • Mein gesätes Erntegut ist vor 1,5 Monaten oder so bei einem kleinen Regen aufgekeimt und dann verdorrt.
  • Wenn ich letzte/vorletzte Woche noch Jungpflanzen bestellt hätte, wären die in der ersten Septemberwoche geliefert worden und die Zeit reicht nicht mehr für dieses Jahr.
  • Im nächsten Jahr wird voraussichtlich die Pipeline durch den Acker gelegt, in dem das DANN fertig werdende Pflanzgut stehen würde. Ergo wäre das rausgeschmissenes Geld.

Wir haben noch Kürbisse (die ich wahrscheinlich dieses Wochenende ernten und verteilen werde), Karotten, Kartoffeln (der Roder ist im Moment noch nicht verfügbar und die Lagermöglichkeiten noch nicht bereitet), Braunkohl, Kohlrabi (gen Herbst), Brokkoli (gen Herbst), Rotkohl (gen Herbst), Blumenkohl (gen Herbst), Salat, Tomaten, Gurken, Zucchini, Rote Beete, Petersilie, Thymian, Schnittlauch und Fenchel. Das ist nicht viel* und das Gros ist leider verkommen. Daher wird es sporadischer und sporadischer und ich muss zusehen, dass es sich für euch lohnt, vorbei zu kommen. Falls ich das eine Woche nicht mehr hinbekomme, sage ich euch Bescheid – oder dem Vorstand, dass der das tut.

Wir sehen uns

Maik

*das mit dem “nicht viel” ist Originalton Maik, der das als Gärtner und Profi wohl anders sieht als ich. Für mich gab es auch in den letzten Wochen völlig ausreichende Ernte 😉 (Die Admin Regina)

18. August – keine Kartoffeln und viiel Beikraut

Geplant war, bei diesem Arbeitseinsatz unsere Kartoffeln aus dem Boden zu holen. Das hat leider nicht geklappt, weil wir den Kartoffelroder nicht bekommen konnten und das in Handarbeit viel zu anstrengend gewesen wäre. Macht aber nix, die Kartoffeln werden im Boden so schnell nicht schlecht und sind da sogar besser aufgehoben als in einem zu warmen Lagerraum. Das war ja nicht der letzte Arbeitseinsatz – und wenn die Sommerferien vorbei sind, schaffen wir bei einem der nächsten Termine sicherlich die 20-Leute-gleichzeitig-auf-dem-Acker-Marke. Die nächsten beiden Arbeitseinsätze sind übrigens am 1. und am 15. September, schon mal zum notieren 😉

Außerdem hat der Regen der letzten Tage (ja, es hat tatsächlich auch auf unserem Acker ein wenig geregnet!) nicht nur unserem Gemüse, sondern auch den  Disteln, der Melde und dem Franzosenkraut – auch als Bei- oder Unkraut bekannt – sehr gut getan. Also konnten wir mit rund 10 Solawistas plus Maik und Elizabetta den Buschbohnen, dem Fenchel, dem Lauch, den Kürbissen und dem Rotkohl zu mehr Platz und Licht verhelfen, auf dass sie groß und kräftig werden. Jetzt hoffen wir, dass es nicht mehr so mega-heiß wird und ab und zu ein bisschen regnet, dann sieht die Lage in den nächsten Wochen zumindest nicht ganz so hoffnungslos aus.

Und diese Woche gab es auch wieder eine richtig fette Ernte – ein paar der Zucchinis haben die 1-Meter-Länge locker überschritten. Und mich würde interessieren, was ihr mit den Gurken so alles anfangt (außer Gurkensalat und Tsatsiki machen)?

8. August – Solidarische Landwirtschaft und die anhaltende Dürre

Die Medien sind voll mit Berichten über die Dürre, die dringend benötigte finanzielle Hilfe für Bauern und Landwirte, um ihren Betrieb zu erhalten sowie die Diskussion, wer diese Hilfen bezahlen soll: Brüssel oder Berlin?!? Wer sich darum nicht kümmern muss, ist unser Gärtner Maik. Er hat durch die Solawi sein festes Gehalt und weiß, dass er seine Rechnungen zahlen kann.

Das Wetter und die damit verbundenen Ernteausfälle beschäftigen ihn natürlich dennoch. Vorgesehen war ja immerhin, wöchentlich Ernte zu verteilen, und der Sommer ist ja die Haupterntezeit. Trotz täglichen 10-stündigen Bewässerungseinsätzen gehen die Pflanzen reihenweise ein. Für dieses Wochenende ist nichts zum Ernten da; die Woche darauf gibt es aber dann hoffentlich wieder Zwiebeln, Mangold, Bohnen, …. und sicher einen Arbeitseinsatz am Samstag (18.8.): die Kartoffelernte steht an.

Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen und aufbauenden Worte zu Maiks Gärtnerbrief, die zeigen, dass so viele Solawistas den Verein nicht als eine Gemüse-Abo-Kiste sehen, sondern wirklich bereit sind, das Risiko (auch das des Ernteausfalls) zu teilen. Das nochmal ausdrücklich geschrieben zu bekommen, beruhigt zum einen Maik, aber natürlich auch den Vereinsvorstand, der ja das Gehalt und alle Rechnungen bezahlt 🙂

Wie das weitere Wirtschaftsjahr verlaufen kann, wird der Wetterwechsel in den nächsten Tagen zeigen. Die große Frage ist, ob der Wechsel anhält und das Setzen von Jungpflanzen für eine Ernte im Herbst ermöglicht oder ob nach ein paar Tagen Verschnaufpause die Hitze zurückkommt und wir das Geld für die Jungpflanzen (immerhin um 500 €) besser nicht investieren sollten, da diese dann auch eingehen würden. Keine leichte Entscheidung für unseren Gärtner, aber er muss sie in den nächsten Tagen treffen und uns über alle Optionen aufklären.

Und dann natürlich noch ein ganz, ganz großes Dankeschön an die HelferInnen, die am vergangenen Freitag im Schweiße ihres Angesichts geerntet haben!

1. Juli – das Wetter … und trotzdem Ernte

Der Niederrhein dörrt aus (Überschrift im Stadt-Panorama, 1. August 2018)
Die Hitze und Trockenheit im Westen halten weiter an. Die Bäume werfen seit Wochen massiv ihre Blätter ab und Wiesen verwandeln sich in braune Steppen, auch die Bäche, Flüsse und Seen trocknen aus. So wurde im Einzugsgebiet der Emscher der trockenste Juli seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen im Jahr 1891 (!) notiert. Die Niederschlagssumme Juli macht z. B. im Kreis Wesel mit 14 Litern pro qm gerade einmal 16,6 % des “normalen” Julis aus. Und in Dinslaken ist von diesen 14 Litern so gut wie gar nichts angekommen. Der Kreis Wesel leidet im gesamten Bundesgebiet mit am meisten. Der für letzten Samstag vorausgesagte Regen fiel fast komplett aus, und die wenigen Tropfen, die fielen, verdampften, bevor sie auf den Boden ankamen.

Voerde-Spellen: Breitengrad 51,6094, Längengrad 6,6142.
Quelle: Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Im Schnitt regnet es im Juli an neun bis zehn Tagen – in diesem Juli fiel aber so gut wie gar kein Niederschlag., den letzen kräftigen Guss gab es (vereinzelt) im Juni. Laut des “Dürremonitors” des Helmholtz-Institut für Umweltforschung herrscht am Niederrhein in weiten Teilen schwere Dürre, im Kreis Wesel sogar an manchen Orten extreme Dürre (das ist die zweithöchste Stufe, danach kommt nur noch “außergewöhnliche” Dürre). Und eine Änderung ist leider nicht in Sicht – hier und dort gibt es heute vielleicht ein paar Regentropfen, aber ab morgen sind schon wieder tagsüber mindestens 30 Grad, viel Sonne und dazu tropische Nächste vorausgesagt.
Unter diesen Umständen grenzt es geradezu an ein Wunder, dass Maik es in den letzten Wochen immer noch geschafft hat, überhaupt etwas auf unserem Acker am Leben zu erhalten!!! Und es auch diese Woche Ernte geben wird – voraussichtlich Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Möhrchen, Tomaten, Rote Beete und Mangold.

28. Juli – Hofbrief vom Gärtner

Maik der Gärtner hier. Wie ihr sicherlich aus diversen Berichten  mitgekriegt habt, ist dieses Jahr erneut einiges im Argen. Zunächst fiel der Frühling aus und nun gab es seit ungefähr Ostern recht herbe Wassermangelzustände.

Mit meiner Beregnungsanlage versuche ich seit Wochen der Lage Herr zu werden, doch ab einem bestimmten Punkt hat auch das keinen Sinn mehr. Kulturen wie Pastinaken, Radieschen und nun zu guter Letzt auch noch mein Brokkoli und der Blumenkohl sind diesen Umständen nun zum Opfer gefallen.

Nehmen wir einmal das Beispiel Blumenkohl und Brokkoli:
Gewässert habe ich ihn so weit, dass er erhalten bleibt, doch binnen 1-2 Tagen war die dann zudem verschlemmte Erde – die ich anfänglich mühsam wieder aufgearbeitet hatte – wieder trocken. Die Hitze, der verschlemmte Boden und die damit verbundene schlechte Bodengare, führte zu vermehrtem Erdflohaufkommen, welches ich trotz Gießens, Bearbeitung und sogar Knoblauchsuds nicht Herr werden konnte.
Die Röschen sind hart, trocken, nahezu verholzt, zerfressen von Erdflöhen und neigen außerordentlich schnell zur Notblüte. Auch den Rucola hat es dahingerafft und der neu gepflanzte Kohl leidet ebenso stark.

Bei diesen Temperaturen und Witterungen sind Unkrautaktionen auch unsinnig oder gar kontraproduktiv, da dieses Beikraut wenigstens noch ein wenig Schatten liefert.

Gepaart mit den anderen Schwierigkeiten im übersprungenen Frühling und dem lange Zeit alleine auf dem Acker stehen, stehe ich nun vor einem immer härter werdenden Kampf gegen die Natur. Selbst bei dem kleinen Gartenbereich unserer Nachbarin sind die Karotten in Blüte gegangen und vertrocknet.

Abgesehen davon, dass das Arbeiten bei der Hitze seit einiger Zeit immer anstrengender wird, befürchte ich den Ernstfall für dieses Jahr, denn jene Arbeiten und jene Vegetationsperiode bis spätestens Juni/Juli formen auch die Aussichten auf den Herbst bis in den frühen Winter hinein. Ein guter “Landregen” würde durchaus die noch bestehenden Kulturen aufpäppeln, doch muss ich betonen, dass die Kulturen, die nun verreckt sind, unwiderruflich verloren sind und nicht mehr zu Ernten sind. Auch gesäte Pflanzen liegen nun seit fast 1,5 Monaten im Boden und das Jahr könnte zu kurz für sie geworden sein, um Ertrag zu liefern.

Erklärung auch dazu:
Hätte ich nun die gesäten Streifen gewässert, wären diese aufgekeimt und ich hätte bei diesem Wetter durchgehend die Flächen feucht halten müssen. Gegen Regen kann man nicht an-wässern. Vorhin erwähnte Nachbarin sagte zu diesem Thema: “Ich ernte nun alles noch, was ich noch retten kann und dann war es das wahrscheinlich für dieses Jahr.”
Beim trockensten Jahr in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist dies kein Wunder und auch andere Landwirte hadern. Gestern Nacht gab es ein Gewitter mit ganz guter Regenmenge, was Hoffnung schürt, doch möchte ich erneut darauf hinweisen, dass bereits diverse Kulturen hinüber sind und das Saatgut zwar jetzt aufkeimen wird, doch falls die Wettervorhersagen stimmen, dann kommen zwei weitere heiße und trockene Wochen auf uns zu. Das würde auch den Tod der gesäten Kulturen bedeuten.

Ich bin gewillt, weiter diesen Kampf zu kämpfen bis zu dem Punkt an dem ich entscheiden muss, ob es noch sinnvoll ist, doch vor Allem geht es in den nächsten Monaten darum, uns auf ein starkes, gut geplantes Jahr 2019 vorzubereiten:

  • Eine bessere Bewässerung (vielleicht via Tröpfchenbewässerung)
  • Einen Brunnen mit größerer Fördermenge, dass mehr als 2 Sprenger á 500m² gleichzeitig laufen können
  • Versuch und langsamer Aufbau von Permakultur, um besser mit dem Erdfloh klarzukommen
  • Bereits früh im Jahr mit helfenden Händen das Jahr gestalten, da dort der Grundstein für den Rest des Jahres gelegt wird.
  • Emsig arbeiten und fleißig feiern – uns nach getaner Arbeit auch mehr Festivitäten gönnen.

Ich möchte allerdings noch einmal betonen, dass es wunderbar ist, dass innerhalb der letzten 3 Monate die Helferzahlen an Samstagen von circa 4-7 auf geschlagene 10-20 Personen angestiegen ist. Lob an euch, doch gegen Mutter Natur kann der Mensch nicht lange arbeiten, vor allem nicht, wenn es sich um eine neugestartete SoLaWi handelt, die noch keine krisenfesten Routinen vorweisen kann.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/duerre-in-deutschland-die-auswirkungen-der-rekord-trockenheit-a-1219222.html

25. Juli – Permakultur und ein funkelnagelneuer Twitter-Account

Liebe Solawi-Pioniere,
es gibt einiges zu berichten diese Woche: Zuerst zum Vereinsfest: vielen Dank an alle, die am Samstag dabei waren. Es war ein großer Spaß, auf dem Acker mal nicht zu arbeiten, sondern einfach in der Gemeinschaft zusammen zu sein, zu essen, zu trinken und sich auszutauschen. Es sind noch Getränke übrig, sodass wir das das nach den Sommerferien wiederholen werden 🙂 Termin steht noch nicht fest.

Bei dem World Café, das ein Teil des Vereinsfestes war, wurden u. a. folgende Notizen festgehalten, die noch nicht im Detail ausgewertet seid, aber vielleicht soviel schon mal vorab:

Da gab es Fragen nach Permakultur: im nicht bepflanzten Teil des Ackers ist jedeR gerne eingeladen und willkommen, sich dort auszutoben und seine Ideen in die Praxis umzusetzen. Voraussetzung ist natürlich Absprache mit Maik und Beachtung der Demeter-Prinzipien. Maik steht dem Thema auch offen gegenüber und hat seinerseits vor, ggf. im nächsten Jahr auf einem Karree mit Permakultur zu experimentieren.

Fürs Gärtnern mit Kindern (vor allem Kleineren, die noch nicht wirklich mithelfen können), kann – ebenfalls auf dem ungenutzten Anteil des Ackers – gerne eine Buddelecke o. ä. eingerichtet werden. Auch hier sind die Solawistas, die dies nutzen könnten, aufgefordert, gerne tätig zu werden.

Für diejenigen, die lieber sonntags als samstags auf den Acker kommen möchten – kein Problem. In der Regel ist Maik auch sonntags dort. Wir stellen für Absprachen auch gerne den direkten Kontakt her.

Dank Sabine aus Duisburg hat unsere Solawi nun übrigens auch einen Twitter-Auftritt! Schaut mal bei Gelegenheit rein 🙂

21. Juli – ein Picknick auf dem Acker

Ein Grundsatz der solidarischen Landwirtschaft ist die Gemeinschaft. Also wollen wir uns nicht nur zu Arbeitseinsätzen auf dem Acker treffen, sondern auch mal ein gemütliches Vereinsfest veranstalten. Das Mitbring-Picknick am gestrigen Samstag war das erste, aber sicherlich nicht das letzte seiner Art. Für (anfangs noch) kühle Getränke war gesorgt, gute Laune, Geschirr (Glas, Teller, Besteck) und was zu essen brachten alle Teilnehmer*innen mit. Aus allen – wie bei solchen Mitbring-Feiern üblich – viel zu reichlich mitgebrachten Speisen war schnell ein leckeres Buffet zusammengestellt. So konnten rund 30 Solawistas schmausen und plauschen. Und dabei auch noch bei einem World Café kreativ werden, an drei Tischen konnte zu den drei Themen Qualität, Mitarbeit und Utopie nachgedacht und diskutiert werden. [beim Orgatreff nächsten Dienstag schauen wir uns die Ergebnisse an und berichten dann]. Für die Jungkühe auf der Weide nebenan war der Nachmittag anscheinend auch eine nette Abwechslung, denn sie kamen immer wieder neugierig an den Zaun 🙂

16. Juli – Solawi-Vernetzungstreffen und Hoffnung auf Regen

Auf dem Acker haben Maik und Elisabetta wie immer fleißig gerödelt, damit es in den nächsten Monaten weiter Ernte gibt – u. a. haben sie Kohl gehackt, viel Fläche vorbereitet und gesät, Gurken angebunden und natürlich gewässert. Diese Woche werden Salat-, Steckrüben-, Fenchel- und Rosenkohl-Pflänzchen geliefert. Hoffen wir, dass es lange und sanft regnet, wenn die Kleinen in die Erde kommen.

Abseits des Ackers gab es auch einen interessanten Termin: Die Verbraucherzentrale hat ein Vernetzungstreffen der Solawis aus NRW organisiert. Neben uns haben sich “Vertreter*innen” aus Düsseldorf, Krefeld, Vorberg und Dortmund auf dem Biobauernhof Essers in Jüchen getroffen, wo die Solawi Eicken seit diesem Jahr ihren Acker gepachtet hat. Neben einem allgemeinen Austausch über die einzelnen Vereine bzw. Betriebe und Beschwerden über das Wetter (auch die anderen haben daran zu knabbern) haben sich Arbeitsgruppen z. B. über Wirtschaftlichkeit und Wachstum der Gemeinschaften, Anbaumethoden, Saatgutgewinnung und Jungpflanzen unterhalten. Sehr interessant war dabei der Vergleich, wie viele Gärtner*innen mit wie vielen Wochenstunden welche Fläche bearbeiten, wie die Mitarbeit der Mitglieder organisiert ist und wie viel ein Ernteanteil kostet. Alles in allem kann man sagen, dass wir mit Dortmund zu den günstigeren Solawis gehören und die wenigste Mitarbeit vorgesehen ist, abgesehen von Krefeld und Dortmund, wo es gar keine Arbeitseinsätze gibt. In Düsseldorf und Eiken hingegen wird jede Woche unterstützt.

Beruhigend zu wissen ist, dass jede Solawi vor ähnlichen Problemen stand, ihren eigenen Weg gefunden hat, diese zu lösen und dadurch unterschiedlich organisiert ist. Wie und ob wir die Lösungen unserer Nachbarn nutzen können, unsere Solawi weiterzuentwickeln, werden wir in den nächsten Vorstandssitzungen besprechen.

Neben einer Wiederholung des Vernetzungstreffen im Sommer 2019 wird als gemeinsames Projekt ein Arbeitskreis gebildet, um ein Konzept für die Jungpflanzenzucht zu entwickeln. So können die Solawis mehr Autonomie vom Handel erreichen. Die Umsetzung wird allerdings ein mittelfristiges Projekt für die nächsten Jahre. Wir freuen uns auf jeden Fall auf das nächste Treffen 2019!