20. September – ein trauriger Arbeitseinsatz und grüne Tomaten

uiuiui, was ein Arbeitseinsatz am vergangenen Samstag. Knapp zwei Dutzend emsige Pionier*innen haben im schönsten Sonnenschein Kartoffeln geerntet und Unkraut gejätet. Dazu musste noch die traurige Aufgabe erledigt werden, die Folie unseres Tunnels aufzuschneiden, um die Sturmschäden einschätzen zu können. Der Wind hat der Seite mit der Lüftung stark zugesetzt bzw das Gestänge angehoben und verbogen. Die Tomatenpflanzen liegen alle auf dem Boden. Es gibt aber Hoffnung: nicht das ganze Gerüst ist zerstört.

Kommenden Samstag solldas Gerüst erst einmal vollständig demontiert werden, um zu sehen, wieviel brauchbare Teile eventuell noch übrig geblieben sind. Ab 11 Uhr geht es los. Es werden so viele Hände wie möglich gebraucht, um die einzelnen, sperrigen, aber nicht so schweren Bögen beim Auseinandernehmen festzuhalten und dann beiseite zu tragen. Mit zusätzlichen Akkuschraubern und 10er oder 13er Schraubenschlüsseln geht es natürlich schneller ;o)

Falls ihr euch ein Bild über den Sturmschaden machen wollt – hier einige Fotos vom arg mitgenommenen Folientunnel:

Und dann gibt es am Wochenende doch noch Tomaten. Diese sind allerdings noch grün. Je nach Experimentierfreudigkeit könnt ihr sie entweder nachreifen lassen (bei 18-20° C in einer Papiertüte lagern; ein reifer Apfel oder eine Banane in der Tüte beschleunigt die Reifung.) oder aber ihr traut euch an diese ausgefallenen Rezepte von Smarticular (externer Link). Diese Tomaten-Marmelade sieht schon außergewöhnlich aus. Traut sich jemand, die zuzubereiten? Und vielleicht zum Erntedankfest zum Probieren mitzubringen?

21. August – Komm’ ich jetzt im Fernsehen?

Herbert Görgens pflegte in der Sat.1-“Wochenshow” immer zu fragen: “Komm’ ich jetzt im Fernsehn?” – Das können wir zumindest für die Solawi bestätigen. Der WDR hatte sich angekündigt, um einen kleinen Beitrag über unsere Solawi zu drehen. Am heutigen Montag ab 17 Uhr hat uns ein Team der “Aktuellen Stunde” besucht und zwei Stunden lang “ein paar Aufnahmen” vom Acker und vom Verteilraum gemacht.

Eine gute Gelegenheit, unsere Idee und die Umsetzung einem breiteren Publikum näher zu bringen.

Besonders begeistert war das Team von Insekten aller Art. Ulli aus Duisburg hat tapfer minutenlang eine kleine Raupe in die Kamera gehalten 😀 Aber auch über die vielen, netten “Statisten”, die sich auf dem Acker getummelt haben, hat sich das WDR-Team gefreut. Der ca. zwei-minütige Bericht wird im Rahmen der Aktuellen Stunde am 01.09.2017 ausgestrahlt. Heute hat der WDR nochmal angerufen. Sie haben sich kurzerhand überlegt, zusätzlich zum geplanten Beitrag noch ein Live-Interview zu führen.

Die Helfer haben aber nicht nur für die Kamera posiert, sondern auch jede Menge Unkraut beseitigt, ebenso wie der kleine, aber feine Trupp am Sonntag. U. a. wurden Pastinaken, Mangold, Brokkoli, Möhren und Salat gepflegt und Kohlrabi neu gepflanzt.

16. August – überfüllte Kühlschränke und liegender Brokkoli

Auf einmal sind wir mitten drin in der Ernte-Hochsaison. Selbst mit einem halben Ernteanteil ist der Kühlschrank nun gut gefüllt. Falls ihr Probleme haben solltet, das ganze Gemüse rechtzeitig zu vertilgen und in eurer Tiefkühltruhe kein Platz mehr ist, findet ihr hier zwei Rezepte, um Zucchini und Radieschen einzulegen.

Wer bisher noch nie Lebensmittel eingemacht hat, sollte folgende Tipps kennen:

  • Die Gläser müssen sauber und gut verschließbar sein. Gläser und Deckel mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten stehen lassen. Das Wasser abgießen und die Gläser abkühlen lassen.
  • Den Inhalt heiß, evtl. mit Hilfe eines Trichter in die Gläser füllen (auch der Trichter sollte mit ins kochendem Wasser). Der Glasrand sollte sauber bleiben. Am Besten bis zur Unterkante des Schraubverschlusses befüllen, damit möglichst wenig Luft im Glas bleibt. Gemüse, Kräuter bzw. Früchte in den Gläsern komplett mit Sud, Öl bzw. Essig übergießen. Nur so bleiben sie haltbar. Sind die Gläser randvoll befüllt, muss man sie nicht auf den Kopf stellen. Die restliche Luft wird durch die Hitze herausgedrückt und ein Vakuum entsteht.

Wie lange das Eingemachte gelagert werden kann, ist in den Rezepten vermerkt.

Und noch ein Nachtrag zum Mangold-Strudel-Rezept von letzter Woche: Den Strudel kann man super portionsweise einfrieren. Der Kümmel zieht aber ordentlich nach. Wenn ihr ihn also mit der Absicht macht, ihn einzufrieren, reduziert die Menge des Kümmels :o)

nein, das ist natürlich kein liegender Brokkoli – aber eine unserer bald erntereifen Auberginen.

Trotz des herbstlichen Schmuddelwetters haben sich wackere HelferInnen am Samstag auf dem Acker getroffen. Mit Unterstützung von Helge und Maik wurde Brokkoli liegend gepflanzt. Liegend bezieht sich auf die Pflanzen, nicht auf die Gärtner :o) Die Pflanzen werden dabei nicht nicht vertikal in die Erde gesetzt, sondern horizontal. Dadurch wird der Stamm, also in diesem Fall der Brokkoli größer.

Es wurden aber nicht nur neue Pflanzen gesetzt, auch die vorhandenen wurden gepflegt. Eine Reihe Möhren, Mais sowie Bohnen wurden vom Unkraut befreit. Bis kommenden Sonntag ist dann auch eine größere Menge Kaninchen-Schutz-Vlies in Spellen, so dass weitere Jungpflanzen gesetzt werden können.

Und natürlich gilt auch weiterhin – wer irgendwie Zeit erübrigen kann oder Langeweile hat, kann sich beim Jäten und Pflanzen “austoben” – mehr Mithilfe auf dem Acker = mehr Ernte …

8. August – Mehr Sonne bitte … und Untermieter im Folientunnel

Heute mal wieder ausführlichere Informationen vom Acker, vom Tinthof und ein neues Rezept auch für Mangold-Muffel.

Fangen wir mit dem Acker an:
Tomaten konnten wir ja schon einige genießen. Mit mehr Sonne hätten wir jedoch mehr Ertrag. Die Früchte werden durch den fehlenden Sonnenschein nicht rot, aber dank des Folientunnels sind die empfindlichen Pflänzchen zumindest vor der Temperatur-Achterbahn und dem Regen geschützt. Paprika und Aubergine stehen auch sicher unter der Plane, brauchen aber ebenfalls noch ein bisschen Zeit, bis sie geerntet werden können.
Der Brokkoli und alle Kohlsorten sind anscheinend die Lieblingsspeise der Hasen und Kaninchen. Für uns bleibt zwar noch etwas übrig, aber die Langohren haben ordentlich Kohldampf, sodass in den nächsten Tagen ein Vlies die Viecher hoffentlich von den Pflanzen fern halten wird.

Neben den Kaninchen haben wir zwei Untermieter im Folientunnel, die aussehen, als wären sie direkt aus dem tropischen Regenwald eingewandert. Eine weibliche Zebraspinne mit einer Größe von ca. 2 cm und prächtigen Streifen in schwarz, weiß und gelb hat ihr Netz zwischen zwei Paprikapflanzen gewebt und ein Pappelschwärmer tarnt sich als vertrocknetes Blatt zwischen den Tomaten. Diese Nachtschwärmer haben eine Flügelspannweite von 7 – 9 cm. Beide Tierchen sind im Vergleich zu den üblichen heimischen Insekten richtig beeindruckend. Bisher wurde nur ein einzelner Pappelschwärmer gesehen. Drücken wir die Daumen, dass er bzw. sie noch einen Partner/eine Partnerin findet. Für die Spinne natürlich auch ;o)

Die nächste Ladung Kohl sowie diverse Salate sind in Form von Jungpflanzen eingetroffen. Bisher hat sich eine Gruppe von 5 Menschen für Samstag, den 12.08. ab 10 Uhr zum Einpflanzen verabredet. Ein weiterer Termin ist am Sonntag, den 20.08. ebenfalls ab 10 Uhr vorgesehen. Verstärkung ist herzlich willkommen :o)

Dieses Wochenende können wir u. a. mit Mangold, Zucchini und Rote Bete rechnen.

Oh und dann hat uns beim heutigen Stammtisch eine Reporterin des “Magazin für Rhein und Lippe” besucht. In der nächsten Ausgabe wird darin ein Artikel über unsere Solawi erscheinen mit Fotos von heute. Hoffentlich finden wir dadurch noch den einen oder anderen Mitstreiter.

Weiter geht es mit dem Tinthof:
Wer Interesse an Rindfleisch hat, kann für den 24.8. welches frisch bestellen oder evtl.gefroren für das Wochenende (Vordruck und Preisliste können hier eingesehen werden).

Und der 4. Celtic Summer mit “Connemara Stone Company” findet am Samstag, den 02.09.2017 ab 20:30 auf dem Tinthof statt. Heike und Christian Hülsermann öffnen erneut ihre Pforten auf dem Tinthof für ein spätsommerliches Konzert in schon bekannter und bewährter Weise. Mit neuer Besetzung wird wieder die Celtic Rockband “Connemara Stone Company” begeistern. Ebenfalls zu Gast ist an diesem Abend die Dudelsackgruppe “House of Fox”! Für das leibliche Wohl wird natürlich gesorgt sein. Eintritt: 18 €
(im Vorverkauf nur 15 €).

Und zum krönenden Abschluss noch ein Rezept für Mangold-Strudel:

150 g Mangold
3 – 5 zerdrückter Knoblauchzehen
1 Rolle Blätterteig
jeweils 1 Teelöffel extra scharfer Senf, Tomatenmark, Kümmel und Kurkuma (beides gemahlen)
1 Esslöffel Olivenöl
Etwas Salz und Pfeffer

Die Mangoldblätter von den Stängeln befreien und grob schneiden. In einer Schüssel mit dem zerdrückten Knoblauch, Senf, Tomatenmark, die Gewürze und das Öl vermischen.
Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und in der Mitte mit dem Mangold-Gemisch belegen. Nach belieben Tomatenscheiben, Feta- oder mariniertem Tofuwürfel dazugeben. Den Blätterteig zu einem Strudel zusammenrollen und mit einer Gabel einstechen. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C 25 bis 30 Minuten backen.

27. Juli – Jungpflanzen satt

Die Gärtner haben heute nochmal 5600 Jungplanzen (Kohl & Co.) abgeholt, um das zu ersetzen, was durch Gänse, Kaninchen und Melde verloren gegangen ist. Alle diese Pflänzchen müssen jetzt natürlich so schnell wie möglich in die Erde – zum Glück spielt ja das Wetter im Moment mit und es ist nicht so heiß und trocken, wie wir das normalerweise von einem Juli erwarten 🙂 Und da für den kommenden Samstag (29.7.) auch wieder ein spontanes Zusammen-Jäten auf dem Acker angesetzt ist, bekommen wir auch mal ein wenig Abwechslung und müssen nicht nur rausrupfen. Ab 11 Uhr geht’s los – wer mag, kann natürlich auch früher anfangen – es ist genug UnBeikraut für alle da …

16. und 22. Juli – zusammen Jäten macht Spaß

Bei der Vollversammlung  am 11. Juli hatten wir ja spontan einen Termin zum gemeinsamen Jäten ausgemacht – Samstag der 22. sollte es werden. Aber schon am Sonntag, dem 16. trafen sich einige spontan zum gemeinsam arbeiten und Kaffeetrinken. Hier einige Bilder vom Frühstück und Unkrauten auf dem Acker, hat sehr viel Spaß gemacht 🙂

Und am darauffolgenden Samstag war schon ab acht Uhr einer der Gärtner auf dem Acker und bald kamen auch die ersten fleißigen Frühaufsteher. Ab zehn Uhr wuselten wir dann mit rund 20 Menschen herum und haben ein ganze Menge geschafft. Die Zucchini und Kürbisse waren so zugewuchert – jetzt haben sie wieder Platz und Licht und können wachsen und wachsen und wachsen … Das UnBeikraut links und rechts des Folientunnels hatte den Tomate, Auberginen und Paprika schon so viel Licht und Luft weggenommen – jetzt ist die Sicht wieder frei und die Luft im Tunnel kann besser zirkulieren. Und einige Reihen Gemüse auf dem Acker (so eine Reihe ist rd. 100 m lang!) haben bessere CHancen, bald von uns verspeist zu werden. (Ja, ok, das Gemüse sieht das vielleicht anders … 😉

11. Juli 2017 – ein Abend in der Stockumer Schule

Was ein Abend in der Stockumer Schule. Mannomann, sind wir als Vorstand erleichtert, dass ihr im Großen und Ganzen zufrieden mit der Solawi, dem Verein, der Ernte und der Organisation seid.

Eine Zusammenfassung des Abends und der Diskussionen:
Zum Auftakt haben die Vereinsmitglieder über eine Satzungsänderung abgestimmt. § 11 unserer Vereinssatzung stand der Gemeinnützigkeit im Wege. Dieser Paragraph lautete bisher “Über die Auflösung des Vereins entscheidet die Mitgliederversammlung. Wird der Verein aufgelöst, wird das Vereinsvermögen einem gemeinnützigen Zweck übertragen.” Damit wir die Gemeinnützigkeit erhalten, müssen wir laut Finanzamt aber eine konkrete Organisation bzw. Verein benennen. Der geänderte Text lautet nun “Über die Auflösung des Vereins entscheidet die Mitgliederversammlung. Wird der Verein aufgelöst, geht das Vereinsvermögen an den: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. Kreisgruppe Wesel Naturschutzzentrum Freybergweg 9 in 46483 Wesel.”. Diese Änderung wurde einstimmig angenommen!

Kaum war die Abstimmung beendet, trudelten auch schon die ersten Anteilseigner*innen zur Vollversammlung ein. Mit ca. 50 Personen kamen sogar mehr als erwartet, so dass noch Stühle zugestellt werden mussten.

Nach einer kurzten Begrüßung durch Peter erläuterte erläuterte Nicole in lockerer Atmosphäre den ersten Tagesordnungspunkt “die ersten Monate unserer Solawi”: Die ersten Monate waren sehr arbeitsreich für den erweiterten Vereinsvorstand, da neben der Finanzplanung und der ganzen theoretischen Organisation auch so schnell wie möglich tatsächlich Gemüse angebaut werden sollte. Wichtige Punkte waren dann auch die Anstellung der Gärtner, der Arbeitseinsatz Folientunnel, die erste Ernte im Mai, diverse Info-Veranstaltungen und die Bildung von Depot-Gruppen.

eine Ackerreihe ohne genügend Jäten

Danach schilderte Helge die ersten Monate aus Sicht der Gärtner:
März – Beginn des Arbeitsverhältnisses bei unserer Solawi, die Pflanzplanung wurde erstellt, das erste Saatgut eingebracht und natürlich der erste Arbeitseinsatz zum Aufbau des Folientunnels durchgeführt.
April – Die Jungpflanzenbestellung bei unserem ersten Lieferanten war etwas problematisch. Üblicherweise werden Jungpflanzen im Winter bestellt und bedarfsgerecht gezogen. Nun haben wir erst im März mit den Arbeiten angefangen und die Bestellung wurde dann nicht/konnte nicht mehr so umgesetzt werden wie von uns gewünscht. Die geforderten Kohlrabi-Pflänzchen entpuppten sich dann mal als Blumenkohl, mal als Brokkoli, glücklicherweise häufig aber dann doch als Kohlrabi. Außerdem wurde im April der Verteilraum eingerichtet.
Mai – Im Mai wurden weitere Jungpflanzen bei einem anderen Lieferanten namens Wunderlich aus Kalkar bestellt. Nicht nur die Qualität sondern auch die Beratung bzw. der Verkauf waren hier besser. Bei Wunderlich erhält man keine Wundertüte. Schon im Mai  wurde der Niederschlag vermisst und zu den ersten Jäte-Aktionen aufgerufen.
Juni – Etwa 80 verschiedene Tomatensorten haben wir von einem nebenberuflichen Pflanzenzüchter erhalten. Die Probleme mit der Wasserversorgung eskalierten und wurden doch gelöst. Nachdem unser Nachbar bei über 30°C kurzerhand das Wasser rationiert und uns nach zwei Stunden den Hahn zugedreht hatte, haben wir doch eine Einigung mit ihm gefunden. Die zwangsweise Trockenperiode konnten wir dank des unermüdlichen  und uns grandios unterstützenden Christian Hülsermann vom Tinthof mit seinem Tankwagen überbrücken. Außerdem wurde die zweite Hälfte des Ackers bepflanzt. Hier hat uns die großartige Judith Eis (auch eine Nachbarin) mit ihrem Trecker ausgeholfen.
Zum Schluß seines Rückblicks wies Helge nochmal darauf hin, wie notwendig in der nächsten Zeit eine Unterstützung der Anteilszeichner*innen ist (Stichwort Jäten).

Peter hat den Vortrag mit einer Rede über die Vielfalt der Lebewesen auf unserem Acker beendet. Mit Ausnahme des Erdflohs freut sich Peter über ziemlich alles, was zwischen den Pflanzen lebt.

Eike hatte dann die ehrenvolle Aufgabe, die finanzielle Situation vorzutragen:
Von 80 möglichen Ernteanteilen waren zum Zeitpunkt des Vortrags 62,5 (im weiteren Verlauf des Abends 63,5) Ernteanteile vergeben. Aufgeteilt sind diese auf 41 volle und 43 halbe Anteile. Zusammen mit den Jahresbeiträgen der 32 Vereinsmitglieder nehmen wir monatlich 4.891 € ein. Davon werden jeden Monat 3.310 € für die Gehälter (inkl. Sozialabgaben) und 60 € Miete für die Wasserpumpe und den Geräteraum gezahlt. Dazu kommt die einmalige, bereits geleistete Zahlung für den Folientunnel von 5.004 € sowie Aufwendungen für Demeter-Saatgut, Werkzeug, Steuerberater, Notar, etc. Gemäß unseren bisher getätigten Ausgaben und unserer weiteren Planung für das laufende Wirtschaftsjahr ist abzusehen, dass der jetzige Stand der vergebenen Anteile die Kosten gerade so eben deckt, wir aber keinen Puffer für unvorhergesehene Ereignisse haben (Worst-Case wäre die Beschädigung der Plane des Tunnels durch Hagel oder einen Sturm – eine neue Folie kostet 1.200 €). Es darf also weiterhin gerne Werbung gemacht werden ;o)

Beim Tagesordnungpunkt “Selbstverständis der Solawi” wurde lebhaft über mögliche Unterstützung für unsere Gärtner Maik und Helge diskutiert. Wie in den letzten Wochen oft geschrieben, muß das Unkraut bekämpft werden. Die Termine zum gemeinsamen Unkraut jäten wurden aber eher mäßig besucht. Überlegungen für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 sind verpflichtende Arbeitsstunden oder eine zusätzliche 450 €-
Kraft durch entsprechend erhöhte Beiträge. Das zu entscheiden, hätte aber den Rahmen der Versammlung gesprengt und uns diese Saison nicht weitergebracht. Deshalb werden wir dieses Jahr weiterhin auf freiwillige Mitarbeit setzen.

Da es in einer großen Gruppe viel mehr Spaß macht, diese unliebsame Arbeit zu erledigen, findet am 22.07.2017 ab 10 Uhr der Arbeitseinsatz “Mehr Mitarbeit, mehr Ernte” statt. Kommt vorbei, bringt Gartenwerkzeug mit (falls vorhanden) und bei hoffentlich trockenem Wetter wird gemeinsam gehackt. Wer sich zutraut, diese Arbeit alleine durchzuführen, darf sich natürlich auch außerhalb der bekannten Jäte-Termine austoben.

Zur Organisation der Abholtage gab es ebenfalls Gesprächsbedarf. Viele Abholer*innen können sich aus unterschiedlichen Gründen nicht auf einen Tag festlegen. Derzeit gibt es daher jede Woche eine Doodle-Abfrage. Dabei gibt es zwei Probleme: 1. gibt es immer wieder Personen, die sich vergessen einzutragen, und 2. bedarf es eines gewissen Zeitaufwands, die Doodle-Liste so aufzubereiten, dass die Gärtner wissen, wie viele Anteile Freitag bzw. Samstag abgeholt werden. Bisher wurde der erste Zwischenstand Donnerstagnachmittag erfasst und Freitagfrüh bis 8 Uhr teilweise noch mehrmals angepasst.
Den Rückmeldungen war zu entnehmen, dass die Doodle-Liste recht einfach und schnell in der Handhabung ist. Um die Datenübertragung von Doodle zum Gärtner zu vereinfachen, gibt es die Doodle-Liste jetzt immer für mindestens einen Monat mit der Bitte, den gewünschten Tag bis spätestens Donnerstag der jeweiligen Woche 12 Uhr vorzunehmen. Solltet ihr verhindert sein und keine (Urlaubs-)Vertretung haben, die eure Ernte übernehmen möchte, lasst die Woche frei und trag in den Kommentaren ein, dass ihr in der Woche XY nicht abholt.

Sollte jemand eine einfache und praktische EDV-Lösung kennen sein, wie die Abhol-Orga zeitsparend und geschickter gelöst werden kann – immer her damit! Dafür wären wir sehr dankbar.

Wir freuen uns, dass so viele bei der Versammlung waren und konstruktive Vorschläge gemacht haben.

Euer Vorstand
Nicole, Peter, Thomas, Rainer und Noreen

14. Juni 2017 – der erste Stammtisch auf dem Acker

Der gestrige erste Stammtisch auf dem Acker wurde gut angenommen. Mit bis zu 10 Personen wurde sogar von 18 Uhr (nicht erst wie geplant von 18:30) bis 20:45 beim Unkraut jäten gequatscht und geschnackt. Dabei sind wie im Flug fast 3 Reihen Mangold, Möhren und Sellerie freigelegt worden. Die Runde hat großen Spaß gemacht und wir freuen uns auf das nächste Mal am 27. Juni bei hoffentlich ebenso gutem Wetter! Und vielleicht hat die Hof AG bis dahin auch unsere Sitzecke fertig und wir gemeinsam das Unkraut-Problem unter Kontrolle, dann wird geprostet statt gejätet :o)

Aber auch die anderen Tage waren einige von uns auf dem Acker zu finden. Vielen lieben Dank. Das ist wirklich toll! Von Warnstufe Orange und dem Gedanken, dass nichts mehr zu retten ist, haben wir uns langsam runtergearbeitet. Einige Reihen bedürfen aber noch intensiver Pflege.

Unsere Gärtner sind die meiste Zeit alleine auf dem Acker und haben gemerkt, dass es viel schöner ist, gemeinsam zu werkeln. Deswegen gibt es jetzt feste Termine, an denen sie vor Ort sind und bei denen wir sie unterstützen können. Nicht nur jäten, auch säen, pflanzen und viele andere Aufgaben können übernommen werden. Helge findet ihr jetzt jeden Dienstag von 17:30 bis 19:00 Uhr auf dem Acker (jeden 2. und 4. Dienstag im Monat hängen wir dann den oben erwähnten Stammtisch dran) und Maik sonntags von 12:00 bis 14:30 Uhr. Die beiden freuen sich über Besuch.

Generell gilt für alle Einsätze und Stammtische: es ist völlig zwanglos, was die Dauer angeht. Niemand muss von Anfang bis Ende anwesend sein. Und lasst euch von unserem Nachbarn nicht erschrecken. Er hat an seiner Einfahrt an der Ackerstraße zwar jetzt jede Menge Schilder aufgestellt, aber die Trampelpfade auf unserem Acker sind sehr gut zu erkennen. Nutzt einfach diese oder den Feldweg von der Rosenstraße direkt zum Folientunnel.

Diese Woche landet übrigens in unserem Erntekörbchen: Mangold, Salat, Rucola, Melde, Schnittsellerie und Rübchen. Bei Rotkohl, Brokkoli und Blumenkohl müsst ihr euch wahrscheinlich entscheiden, davon wird es wohl nicht alles für alle geben. Aber wie immer ist es schwer abzuschätzen, was am Freitag reif ist. Das geht manchmal ungeahnt schnell.

Melde?!? Da gibt es mal wieder einen Rezepttipp. Diesmal von Eva und Eike vom Heilpflanzengarten Oberhausen:

Die jungen Blätter einfach unter den Salat mischen und größere Blätter sowie den Strunk wie Spinat zubereiten. Im Zweifelsfall kann man anscheinend alles wie Spinat zubereiten: Melde, Kohlrabiblätter, Mangold,… Einfach immer Zwiebeln und Knobi in eine Pfanne werfen, das Grünzeug dazu, fertig.

Wir haben der armen Melde die letzten Wochen übrigens ganz schön Unrecht getan: Besonders in Indien, China und im Himalaya gilt Melde, auch weißer Gänsefuss genannt, wegen seines hohen Mineralstoff- und Vitamingehalts als wertvolles Nahrungsmittel.

1. Juni 2017 – Vorstandssitzungen auf dem Acker und der Erdfloh

Bei der gestrigen Vorstandssitzung auf dem Acker konnten wir uns von der fachmännischen Montage unseres Gänse-Schreck-Drachens überzeugen. Der kleine gelbe Kollege hält die hungrigen Vögel erfolgreich fern. Und, wo wir schonmal vor Ort waren, hieß es auch direkt für allemann UnBeikraut jäten. Warum wächst das Zeug so verdammt schnell?!? Unsere armen kleinen Gemüsepflänzchen bekommen kaum Licht und Nährstoffe. Deswegen werden wir die Vorstandssitzungen regelmäßig auf den Acker verlegen. Alle, die mithelfen wollen, sind herzlich willkommen! An mehreren festen Terminen werden Maik und/oder Helge vor Ort sein können, um eine Einweisung zu geben: Die beiden freuen sich darauf, viele von euch kennenzulernen. Immerhin ist ja ein Grundstein des Konzepts “Solidarische Landwirtschaft”, dass die Gärtner die Mitglieder kennen und umgekehrt.

Rezepttipp: Man kann die Blätter von Kohlrabi übrigens wie Spinat zubereiten: Zwiebeln und Knobi in etwas Öl anschwitzen, kleingeschnittene Kohlrabiblätter und Stiele für ca. 20 Minuten mit in die Pfanne, Salz, Pfeffer, fertig :o) Oder wie Endivien unter das Kartoffelpü mischen.

Und hier ein Bild vom Erdfloh. Der Kollege ist dafür verantwortlich, dass unser Rucola durchlöchert ist wie Schweizer Käse. Manomann, was einem so alles über das Gemüse kriecht, wenn man nicht die große Chemiekeule schwingt … Gegen Erdflöhe hilft übrigens Bodenbearbeitung. Noch ein Grund mehr zu jäten ;o)
Außerdem sperren wir die Kaninchen aus. Die weigern sich beständig, nur auf das UnBeikraut zu gehen, deswegen rüsten wir jetzt mit einem Zaun auf.

Und zum Schluss: schaut, bevor ihr Freitags oder Samstags zum Abholen kommt, noch kurz hier rein. Helge hat einen Parkplan erstellt, aus dem ihr sehen könnt, wo Autos abgestellt werden können und wo besser nicht. Besonders freitags kommt es zu Schwierigkeiten.

18. Mai 2017 – die Plätze im Folientunnel waren heißbegehrt

Die Plätze im Folientunnel waren unter den fleißigen Freiwilligen vom Arbeitseinsatz “Unkraut harken” heiß begehrt. Das Wetter war wechselhaft, aber die gute Laune hielt sich. Maik und Helge haben sich über die Unterstützung sehr gefreut und bedanken sich herzlich für den großartigen Einsatz. Fotos dazu findet ihr hier und auf Facebook: