KW 27 – Es ist ein Trecker! Und ein paar Infos zu Dicken Bohnen

Und wieder ein neuer Wochenrückblick

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Diesmal mit dem Vorher-Nachher-Effekt bei den Zwiebelgewächsen, einem neuen Freischneider, einem Zaun um einen Teil des Ackers, den ersten erblühten Sonnenblumen.

Und alle haben Spaß mit dem neuen Trecker. Und mit dem Anhänger, mit dem nun die Ernte nach vorn zum Abholraum gefahren werden kann. Dadurch werden mindestens 3 Stunden Arbeit gespart. Und natürlich Muskelkraft. 150 Spitzkohl = 150 kg, plus Gurken plus Frühlingszwiebeln, plus Fenchel, plus Zucchini plus Ben und Karsten – alles auf dem Anhänger 🙂

In der Ernte vergangenges Wochenende gab’s ja auch Dicke Bohnen – hier ein paar Infos:

Die Ackerbohne (auch Puffbohne, Feldbohne, Saubohne, Schweinsbohne, Pferdebohne, Fababohne, Faberbohne, Favabohne, Viehbohne und Dicke Bohne genannt) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie gehört zur Gattung der Wicken – im Gegensatz zur „neuweltlichen“ Gartenbohne, die der Gattung Phaseolus angehört. Die Ackerbohne wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) zum Gemüse des Jahres 1998/1999 gewählt.

Die Dicke Bohne steht schon sehr sehr lange auf dem menschlichen Speiseplan. Frühe Formen waren aber gar nicht sehr dick. Die ältesten Samen wurden in archäologischen Ausgrabungen in einer Steinzeitsiedlung in Israel gefunden, die irgendwo zwischen 6.800 v. Chr. und 6.000 v. Chr. datiert ist. Man weiß aber nicht, ob es sich um gesammelte Wildsamen oder angebaute Bohnen handelt. Seit dem 3. vorchristlichen Jahrtausend findet sich die Dicke Bohne in vielen Ausgrabungen im Mittelmeerraum.

Seitdem hat sie sich bis nach Mitteleuropa ausgebreitet. In den ersten Jahrhunderten n. Chr. entwickelte sich ein Anbauschwerpunkt an der Nordseeküste, weil sie als einzige Hülsenfrucht auf salzigen Böden in Küstennähe gedeiht. Im Mittelalter war sie, meist nur „bone“ genannt, eines der wichtigsten Nahrungsmittel, auch bedingt durch die hohen Erträge. In dieser Zeit tauchten erstmals die großen Samen auf, die heute verbreitet sind. Seit dem 17. Jahrhundert ging der Anbau in Europa jedoch zurück, da die aus Amerika eingeführte Gartenbohne und die Feuerbohne bevorzugt wurden.

Die Ackerbohne wird heute hauptsächlich als Viehfutter genutzt, taucht aber inzwischen auch wieder häufiger auf unserem Speiseplan auf. Zur Verfütterung ans Vieh werden sowohl die Samen als auch der komplette Hülse genutzt; für den menschlichen Genuss wird die Hülse meist nur bei sehr jung geernteten Bohnen verwendet. Die Samen können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden; getrocknet sind sie ohne weitere Konservierung lange lagerfähig.

Im Mittelmeerraum ist die Ackerbohne eine Delikatesse, so zum Beispiel in Spanien geröstet (als Habas Tostadas) oder in dem italienischen Salat Vignarola. Im arabischen Raum werden unter anderem Falafeln und Ful aus Ackerbohnen zubereitet.

Ackerbohnen besitzen einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß (100 Gramm enthalten durchschnittlich elf Gramm Eiweiß), Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen, Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B6 und C. Sie haben etwa 330 kcal/1381 kJ je 100 g.

Ackerbohnen können gedünstet, gekocht oder gebraten werden. Sie sollten der besseren Verdaulichkeit halber nur nach dem Erhitzen verzehrt werden. Im Gegensatz zu Gartenbohnen sind sie roh aber nicht giftig. Zur Zubereitung pult man die Samen aus und wäscht sie in kaltem Wasser.

Tipp :
• Ackerbohnen sollten bei milder Hitze gegart werden, damit sie nicht platzen.
• Ausgepulte Bohnen sind im Kühlschrank nur kurz haltbar, mit der Hülse lassen sie sich einige Tage lang aufbewahren, sollten dann allerdings verarbeitet werden.

KW 18 – Jungpflanzen topfen und der Umgang mit einer Diva

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In der vergangen 18. KW wurden Tomaten getopft (rund 1000 Pflanzen),
Kürbisse ausgepflanzt, der Mangold aus seinem alten Quartier vom letzten Jahr  an einen neuen Platz. umgepflanzt, Basilikum (großblättriger B. und Thai-B.) gesät …

Basilikum ist eine Diva – wenn die Temperatur nur einmal unter 10 Grad geht bei der Aussaat, dann war’s das, dann keimt er nicht mehr. Weitere Besonderheiten: Basilikum ist ein Lichtkeimer. Sobald nur das kleinste bisschen Erde auf der Saat ist, keimt er nicht mehr.
Und spätestens 3 Tage nach der Aussaat kann man schon was sehen, der B. ist nämlich zudem sehr sehr keimfreudig – wenn es nicht zu kalt ist und wenn keine Erde auf den Samenkörnern liegt natürlich nur ;-).

Basilikum-Infos

Der Basilikum ist ein sog. Lippenblütler und mit ist mit Kräutern wie Rosmarin und Salbei verwandt. Ursprünglich stammt er wohl aus Asien, ist aber seit Jahrhunderten weltweit verbreitet. Es gibt sehr viele verschiedene Sorten mit teils sehr unterschiedlichem Aussehen und Geschmack -lecker ist er aber immer 🙂

Basilikum kann ab 12 °C Außentemperatur (Mindesttemperatur nachts)  im Freien angebaut werden. Bei entsprechendem Licht, im Sommer am Liebsten im Halbschatten, wächst Basilikum krautig und ist auch wesentlich robuster als die Topfpflanze in der Küche. Der im Supermarkt, Baumarkt oder Gartencenter gekaufte Basilikum im Topf ist i.d.R. eine im Treibhaus gezogene Jungpflanze, die sehr dicht und eng in einem stark durchwurzelten Plastiktopf steckt und eigentlich nicht als Zimmerpflanze gedacht ist. Vielmehr ist dieser Basilikum nur für den „schnellen Verbrauch“ geeignet und wird allein schon durch Transport, unzureichende Lichtverhältnisse, wenig Nährstoffe und niedrige Temperaturen geschwächt. Daher sollten die Pflanzen vereinzelt und mit ausreichendem Platz für eine intensive Bewurzelung in ein neues Pflanzgefäß umgetopft werden,wenn man die Pflanze länger als nur für eine Mahlzeit nutzen möchte. Idealerweise kommen die Pflanzen dann ins Freie, auf den Balkon oder die Terrasse.  Wenn du Basilikum kaufst, sollte er aus regionalem und biologischem Anbau stammen und gerade Saison haben. Am besten wächst Basilikum bei warmen Temperaturen, zwischen April und Oktober.
Neben dem Auspflanzen ganzer Pflanzen und der Aussaat kann Basilikum auch aus abgeschnittenen Trieben nachgezogen werden. Einfach ins Wasser stellen, nach kurzer Zeit bilden sich neue Wurzeln aus.

Basilikum braucht während der Sommermonate eine ganze Menge Wasser. Die Erde sollte nie vollständig austrocknen, sondern nach Möglichkeit immer leicht feucht, jedoch nicht nass sein. Zu viel Feuchtigkeit bis hin zur Staunässe begünstigt Krankheiten und Wurzelfäule.
Basilikum mag es auch nicht besonders, wenn beim Wässern die Blätter feucht werden. Das kann zu Pilzerkrankungen führen, daher immer bodennah gießen.
Um Pilzkrankheiten zu vermeiden, sollten auch die alten unteren Blätter immer wieder entfernt werden.

Ernte:
Nie alle Blätter eines Triebes, sondern immer die Spitze oberhalb einer Blattachse schneiden/ zupfen. Aus der Blattachse wachsen neue Triebe und die Pflanze wird buschiger. Außerdem kann man so die Blütenbildung hinauszögern. Im Frühherbst, sobald es draußen kälter wird (und sowieso kein Wachstum mehr stattfindet), können die kompletten Pflanzen geerntet werden.

Verarbeitung/in der Küche:
Basilikum verliert beim Trocknen sehr rasch viel von seinem typischen Aroma. Daher am besten immer frisch verbrauchen. Auch sollte man die Blätter vor Gebrauch nicht waschen, damit geht nämlich ebenfalls ein Teil des Aromas verloren. Für große Mengen, die auf einmal verarbeitet werden müssen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an:
Verarbeitung zu Pesto, Einfrieren, mit Öl bedeckt im Kühlschrank lagern

Vorteil des Einfrierens sind, dass das Aroma größtenteils erhalten bleibt. Dazu die
Blätter grob zerkleinern, in ein luftdichtes Gefäß füllen und sofort in der Tiefkühltruhe verstauen (Beschriften der Dose nicht vergessen). Eingefrorene Basilikumblätter sind ca 12 Monate haltbar.

Basilikum lässt sich auch in Öl einlegen. Als Grundlage eignen sich vor allem geschmacksneutrale Öle wie Raps- oder Sonnenblumenöl. Dafür die frischen Blätter waschen und trockentupfen, dann die Blätter ungefähr einen halben bis ganzen Tag lufttrocknen/antrocknen lassen. Im nächsten Schritt die Basilikumblätter in ein Schraubglas legen, etwas festdrücken und das Öl darübergießen, bis alle Blätter vollständig mit Öl bedeckt sind. Glas gut verschließen und in den Kühlschrank stellen.

Ganz klassisch ist natürlich die Herstellung von Basilikum-Pesto (Pesto alla Genovese):
ca. 50g frischen Basilikum
ca. 50g geriebener Parmesan
ca. 40g Pinien- oder Cashewkerne
Knoblauchzehe(n)
ca. 150ml Olivenöl
etwas Salz

Pinien-/Cashewkerne ohne Öl in einer Pfanne bräunen, dann abkühlen lassen. Knoblauch kleinschneiden und mit den Basilikumblättern in ein hohes Gefäß geben. Etwas Öl zugießen und alles mit dem Pürierstab pürieren. Dann die Pinien-/Cashewkerne und eine Prise Salz dazugeben, ebenfalls pürieren. Das Öl nach und nach zugießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wenn das Pestor eine cremige Masse ist, als letztes den Parmesan dazugeben und gut unterrühren.
Das fertige Pesto in Gläser füllen und in den Kühlschrank stellen. Mindestens einen Tag durchziehen lassen. Das Pesto hält sich mindestens eine Woche im Kühlschrank, auch länger, wenn die Oberfläche mit einer Ölschicht bedeckt ist.
Dieses Grundrezept kann man auch abwandeln: statt Parmesan getrocknete Tomaten, Kapern und schwarze Oliven = Pesto Calabrese. Walnüsse und Walnussöl statt Pinienkernen und Olivenöl verwenden ergibt ein herrliches Walnusspesto – oder auch mal scharf mit Chili …

KW 42 – Hallo Rosenkohl und Tschüss Auberginen und Paprika

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Freischneiden große Runde: alle Wege werden – wohl zum letzten Mal dieses Jahr – freigeschnitten und GWH 2 wird sauber gemacht.

GWH 2: die Paprika und auch die Auberginen haben schon viele welke Blätter, mediterrane Pflanzen kommen halt mit unseren Temperaturen nicht mehr so ganz zurecht. Es ist ja schon empfindlich kalt. Daher werden diese Woche Gurken, Paprika, Auberginen und die einzelnen Tomatenpflanzen in GWH 2 abgeräumt.
Die restlichen Mini-Auberginen und Mini-Gürkchen wurden natürlich noch abgeerntet.

Acker 2: Die Rosenkohlernte steht an. Ist aufwendig, weil die Röschen alle einzeln runtergeprokelt werden müssen, aber Abdul und Ben haben da eine schnelle Methode entwickelt, wie im Video zu sehen ist.

Geheimtipp von „Chefkoch“ Ben: Rosenkohl knapp bissfest kochen, in der Mitte durchschneiden, dann ab in die Pfanne, mit der Schnittseite nach unten, bis sie schön braun sind, Salz, Pfeffer und Knoblauch dazu – bestes Essen!

Drei Reihen Rosenkohl wurden diese Woche geerntet, macht rund 65 kg, die anderen 3 Reihen dürfen noch ein bisschen wachsen…

Ernte diese Woche außerdem: 400 Paprika, Porree, Mini-Auberginen und -Gurken.

KW 40 – Topinambur und Kohl

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In der KW 40 werden die Tomaten komplett abgeerntet – auch die grünen -, damit nächste Woche das Tomatenhaus ganz abgeräumt werden kann. Dann haben wir hier auch schön viel Platz für Erntedankfest 😉

An dieser Stelle einmal Danke an Alex für die tolle Versorgung das ganze Jahr hindurch! Alex kommt meist einmal die Woche auf den Acker und bring Abdul und Ben selbstgekochte Leckereien mit, fast alles aus Solawi-Ernte.

Außerdem beginnt diese Woche die Wirsingernte. Die Köpfe haben so große Wurzelballen, dass die Ernte echt viel Arbeit ist (mit der normalen Gartenschere bekommt man den Wurzelballen nicht vom Kopf getrennt). Außerdem sind sie so groß, dass nur 2 Stück in eine Kiste passen! Und so viele, dass wohl 2 bis 3 mal geerntet werden kann. Überlegt euch also schon mal, was man mit Wirsing so alles kochen kann außer Kohlrouladen 😉

Den Paprika im GWH wird’s auch langsam kalt, und die im Freiland werden jetzt nach und nach abgeräumt. Es sind viele grüne Früchte dran – rot werden die dieses Jahr nicht mehr, es ist ja schon Oktober. Rund 500 Paprika werden diese Woche geerntet. Nächste oder übernächste Woche gibt es dann den Rest der Freiland-Paprika. Auch hier ist Kreativität bei der Zubereitung/Haltbarmachung gefragt.

In der Ernte dieses Wochenendes gibt es auch Topinambur: der regt ziemlich die Verdauung an. Aber ist gut gegen alles und superwichtig für gesunde Ernährung.

Hier ein paar Infos und Links:
Im Gemüsefach des Kühlschranks ist Topinambur vier bis fünf Tage haltbar. Zum Lagern im Kühlschrank Knollen in ein feuchtes Tuch wickeln.
Man kann Topinambur
– hobeln oder raspeln für Salate (roh)
– in Suppen oder Saucen verwenden
– in diversen Gemüsegerichten wie z.B. Aufläufen oder Gemüsepfannen
– als Ersatz für Kartoffeln (z. B. als Püree)
– als Beilage zu unterschiedlichsten Gerichten nehmen.

Bei Wikipedia gibt es einen langen Artikel zu Topinambur, aus dem auch die folgenden Infos stammen:
Topinambur wird auch als Erdapfel bezeichnet. Weitere Namen sind Erdbirne (in Südbaden auch Ross-Erdäpfel, weil sie an Pferde verfüttert wurden) oder Jerusalem-Artischocke, Artischockenkartoffel, Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Erdtrüffel, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Schnapskartoffel, Süßkartoffel und Zuckerkartoffel.

Die Knollen bestehen zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin. Topinambur ist schon seit 1922 auf dem Speiseplan flankierend zur Behandlung von Diabetes in Verwendung. Inulin, ein langkettiger Zuckerstoff, kann nicht verdaut werden, weil die dazu nötigen Enzyme nicht vorhanden sind, und wirkt deshalb als Ballaststoff im Darm. Erst im Dickdarm kommt es zur Fermentierung, was aber auch zu Blähungen führen kann. Wird Inulin regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen, senkt das die Blutfettwerte und fördert die Anwesenheit von Bifidobakterien. In der Homöopathie wird Topinambur als Mittel zur Gewichtsreduktion (durch Hemmung des Hungergefühls) angewendet.
Die Knolle enthält Betain, Cholin und Saponine, die als hemmend gegen Krebs angesehen werden. Des Weiteren beinhaltet Topinambur Polyphenole, die eine starke antioxidative Wirkung haben. Sie schützen die Pflanze vor Fraßfeinden sowie schädlichen Umwelteinflüssen. Im menschlichen Körper wirken sie ähnlich, weswegen sie sehr wertvoll für die Gesundheit sind. Die Knollen enthalten die Phenolsäuren Salicylsäure (wirkt antimikrobiell sowie entzündungshemmend), Chlorogensäure (krebsvorbeugende Wirkung) und Gentisinsäure (bakteriostatische Effekte).

Als Rezepte habe ich euch
Topinambur-Pfanne mit Pilzen
Topinambur-Suppen und einen
Topinambur-Salat
rausgesucht. Außerdem solltet ihr mal Topinambur-Chips als kalorienarme Alternative zu Kartoffelchips probieren:
Zubereitung: die Knollen säubern, ggf. schälen und in dünne Scheiben hobeln. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und bei 130 Grad Ober-Unterhitze circa 30 Minuten backen, nach der Hälfte der Backzeit einmal wenden. Wer mag, darf die Chips dann natürlich mit Salz, Paprika, Chillipulver  …. würzen. Man kann damit auch dippen (aber dann ist es vielleicht nicht mehr so kalorienarm 😉

Übrigens: Im Anbau ist Topinambur pflegeleicht und stellt wenig Ansprüche an Bodenbeschaffenheit und Standort. Ideale Wachstumsbedingungen findet er auf lockerem, leicht sandigem Boden bei halbschattigem bis sonnigem Standort. Die Pflanze kann dann bis zu 3 Meter hoch werden! Topinambur blüht erst im September bis in den Oktober hinein, das macht ihn zu einer wertvollen Futterquelle für Insekten.
Aber Achtung: einmal im Garten angepflanzt,  breitet er sich schnell aus, weil er unterirdisch viele Rhizome bildet. Besser Wurzelsperren verwenden oder in Töpfe pflanzen. Topinambur ist mehrjährig und winterhart. Der oberirdische Teil vertrocknet, und treibt aus der Knolle im nächsten Jahr wieder aus. Die Ernte der Knollen ist auch im Winter möglich, denn Topinambur-Knollen in der Erde vertragen bis -30 Grad C.

KW 36 & 37 – der Herbst kommt immer näher

Auf dem Acker und in den Gewächshäusern ist nicht mehr so viel zu tun. Das Laub von Gurken und Tomaten wird langsam welk und braun, noch reifen aber die Früchte. Auch im Freiland sind die ersten Quartiere komplett abgeräumt für dieses Jahr.

KW 36 – Immer mehr Herbst

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KW 37 – „Rausgeputzt“

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Und passend zur Jahreszeit ein paar Kürbisrezepte:

Bischofsmützen-Kürbis
Kürbis-Moussakas
gefüllte Bischofsmütze
gebackener Kürbis mit Schafskäse

 

1. September – der Herbst naht

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Das Erntejahr neigt sich so langsam, der September klopft an … bald ist der Sommer wohl vorbei. Aber noch bringt unser Acker uns reichliche Ernte. Tomaten, Auberginen, Paprika und Gurken wachsen immer noch gut geschützt in unseren Gewächshäusern, auch wenn es jetzt wohl keine Rekord-Erntemengen mehr geben wird. Und auch im Freiland steht noch viel – im aktuellen Wochenrückblick gibt Ben einen Überblick über die einzelnen Quartiere auf dem Acker. Salat, Kohlrabi und Radieschen wurden ja in den letzten Wochen wieder neu gepflanzt und gesät – darauf können wir uns also in einigen Wochen freuen.

Und eine neue Zucchini-Verwendungsmöglichkeit will ich euch nicht vorenthalten …
ein Rezept zum Einkochen von Zucchini. Die sind danach immer noch bissfest! Die Zuckermenge sollte man allerdings reduzieren, ist sonst ziemlich süss. Und das Selleriesalz und die Paprika kann man auch weglassen …

20. Juli – Hintergründe zur Situation auf dem Acker, zur Wasserversorgung, Bilder vom Arbeitseinsatz und ein Auberginenrezept

Wie ihr alle wisst, haben wir dieses Jahr leider bisher gar keine gute Ernte. Und wir haben einen Wechsel im Gärtnerteam. Hier noch einmal ein paar Hintergründe dazu …

Nachdem Maik entschieden hatte, dass unsere Wege sich in naher Zukunft trennen werden, ergab sich durch einen glücklichen Zufall der Kontakt zu unserem neuen Gärtner Ben. Und praktisch gleichzeitig erschienen über unterschiedliche Wege Rico und Abdul auf dem Acker. Und so hat sich für uns folgende – wie wir glauben wirklich gute – Perspektive ergeben:

Ben (auf dem Foto in der Mitte) ist ab September unser Gärtner und erster Ansprechpartner auf dem Acker. Er arbeitet zunächst auf 450 €-Basis, und wenn wir gut harmonieren, können wir uns eine langfristige Zusammenarbeit gut vorstellen. Ben hat bereits Erfahrung mit einer kleinen SoLaWi, die er mit einigen Familien in Eigeninitiative aufgebaut hat.
Rico (rechts) hat gerade sein Studium Sustainable Agriculture abgschlossen, und kann uns bis Ende Oktober – auch auf 450 €-Basis – unterstützen.
Abdul (links) ist kein gelernter Gärtner, hat uns aber auf dem Acker schon sehr geholfen, und kann uns, wenn alle Formalitäten klappen, hoffentlich auch längerfristig mit 30 Stunden pro Woche unterstützen.

Maik ist noch bis Ende August bei uns. Ben hat im August keine Zeit, aber er wird mit Maik, Rico und Abdul absprechen, was in dieser Zeit zu tun ist.
Elisabetta, die uns seit April wieder unterstützt hatte, ist leider momentan krankgeschrieben und wir wünschen ihr alle Gute Besserung!

Mit diesem Gärtnerteam sehen wir sehr optimistisch in die Zukunft, auch wenn wir noch nicht genau wissen, was dies für unsere Ernte in diesem Jahr genau bedeutet. Den Verlust der letzten Wochen können wir nicht komplett wieder reinholen, aber wer auf dem Acker war, hat gesehen, dass viele tolle Gemüse für uns dort wachsen. Wir müssen jetzt von Woche zu Woche schauen.

Wir wissen, dass einige von euch Fragen haben, was genau los ist, oder auch unzufrieden sind. Bitte nehmt Kontakt mit dem Organisationsteam auf, oder eurer/eurem Depot-Organisierenden. Denn wir wollen und sollten reden, anstatt schweigend unzufrieden zu sein, denn das ist auch nicht fair und wertschätzend denjenigen gegenüber, die sich ehrenamtlich für unseren Verein einsetzen. Lasst uns reden – auf dem Acker, in den Depotgruppen, beim offenen Vorstandstreffen, ….

Ein Wort zum Wasser:
Wieder gibt es viel zu wenig Wasser. Und wir tun was !
Das Gärtnerteam verbessert das Bewässerungssystem (Kupplungen, Schläuche, Wassersprenger), um das aufwändige Schlauchzerren zu reduzieren.
Dazu schreibt Ben:
„Hallo vom Acker,
Abdul, Rico und Ben sind fleißig.
Des Weiteren gibt es zu verkünden, dass unser erdachtes Bewässerungsystem große Fortschritte macht. Fertigstellung wird wird voraussichtlich nächsten Dienstag sein. (Wir warten auf Ersatzteile, sind bestellt) Dann müssen keine Schläuche mehr bewegt werden.
Liebe Grüße, der Ackerhaufen.“

Das Brunnenprojekt – gefördert durch die Postcode Lotterie – startet jetzt mit ersten Gesprächen mit der Firma Erdbohr. Ein Zeitplan steht noch nicht fest. Wir werden wieder darüber berichten.

Und wer sich mit mir und einigen anderen gefragt hat, warum bei der letzten Ernte die Zwiebelchen an den Frühlingszwiebeln fehlten … die Zwiebeln kann man nachwachsen lassen (das funktioniert wohl auch mit gekauften, wenn noch die Wurzeln dran sind. Ins Wasser stellen oder gleich einpflanzen)! So können wir mindestens noch ein weiteres Mal ernten 🙂

Zum Schluss noch ein Rezept für diejenigen, die eine neue Zubereitungsmöglichkeit für Auberginen suchen: Melitsana Salat von der Aubergine … mit Basilikum Quark und Lauchzwiebel. Kleines Baguette dazu. Großes Kino 🙂

Und ein paar Impressionen vom letzten Ackereinsatz

15. Mai – ein ganzer Monat in einem Beitrag

Der Salat ist wunderbar im Folientunnel gewachsen, und die erste Ernte konnte bereits am letzten April-Wochenende abgeholt werden! Und am Wochenende darauf, nachdem wir alle den ersten Salat geniessen durften, stand schon die nächste Ernte bevor. … und wie gewünscht gab es ein bischen Regen, so daß Maik wenigstens am Sonntag einmal nicht bewässern musste!

Neben dem leckeren Salat gab es auch,  da sie schön gewachsen waren, auch die ersten Radieschen und Kohlrabi aus dem Folientunnel.

Die kleinen Erntemengen der ersten Wochen sind natürlich steigerungsfähig – aber dieser Wintereinbruch im Mai macht den Pflänzchen natürlich mindestens genauso zu schaffen wie uns. Wollen hoffen, dass es jetzt mit den Eisheiligen damit für diese Erntesaison endgültig mit der Kälte vorbei ist! Und dass wir weiterhin regelmäßig so schönen Landregen wie in der vergangenen Woche bekommen. Auch wenn natürlich die Beikräuter davon genauso profitieren wie unsere zarten Möhren- und Pastinakenpflänzchen.

Was war sonst noch?

Beim Ackereinsatz am Ostersamstag haben wir mit rund 12 Aktiven viel geschafft: Spinat und Salat im Freiland gepflanzt, einen Blühstreifen gesät, Kohl gehackt, Kartoffeln gesetzt und vieles mehr.

Der Abholraum wurde bei den letzten Arbeitseinsätzen auf Vordermann gebracht! Es sieht jetzt viel schöner aus –  und es gibt jetzt 2 schöne Packplätze, an denen parallel abgeholt werden kann.

 

Passend zur Ernte gibt es einen Rezepttipp – diesmal für Radieschenblätter-Pesto.

Besuch hatten wir auch
Derzeit läuft ja am Niederrhein (und anderswo) wieder das Stadtradeln. In dem Rahmen hat der ADFC auf Initiative von Nicole und Jens eine Radtour von Rheinberg nach Voerde zur Solawi-Besichtigung angeboten. Dabei waren auch zwei „frei ausleihbare“ Lastenräder vom KlimaTisch Rheinberg im Einsatz, um die Ernteanteile für die Depotgruppen aus Rheinberg (durch Nicole) und Moers/Rheinhausen (durch Jens) klimaneutral abzuholen. Damit wäre die „Kette“ perfekt nachhaltig – regionales saisonales faires Biogemüse klimaneutral verteilt.

Und zum Schluß ein kleines Rätsel: Maik ist nicht nur auf dem Acker fleißig, sondern nutzt auch noch seine Wohnung, um wärmebedürftige Pflänzchen vorzuziehen. Wer erkennt, was in den nächsten Wochen irgendwann auf unserem Acker „einziehen“ wird?

7. Oktober – Kürbisse und Chicoree

statt eines Rezeptes: was man sonst so aus unserem Jack-Kürbis machen kann. Danke an Sabine für das Foto!

Zuerst ein kurzer Nachtrag zu den Kürbissen im Ernteanteil von letzer Woche: Wer sie noch nicht verarbeitet hat, ist sicher dankbar für den Hinweis, dass es sich bei den kleinen grünen um grüne Hokkaidos handelt und bei den großen gelben um Jack O Lantern. Letzerer eignet sich eher dafür, ausgehöhlt und zu Suppe verarbeitet zu werden. Ich hoffe, allen anderen hat er schon gut geschmeckt 😉

Einen Terminhinweis gibt es auch wieder: am kommenden Samstag, dem 14.10., ab 11 Uhr ist wieder gemeinsamer Arbeitseinsatz auf dem Acker angesagt. Neben dem Kampf gegen das Beikraut wollen wir den Bereich, auf dem der Folientunnel gestanden hat, so frei von Metall und Plastik bekommen, dass diese Fläche einmal komplett umgepflügt werden kann als Vorbereitung für den Neuaufbau des Folientunnels. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sein kann, wenn beim Pflügen noch Metallteile im Boden stecken würden! Da die Wetterausichten ja hervorragend sind, muss auch nicht mit Regen gerechnet werden 😉

Ein Teil der dieswöchigen Ernte wird aus Chicoree-Wurzeln bestehen. Helge und Maik haben nach Möglichkeiten gesucht, uns trotz des bevorstehenden Winters mit frischem Salat zu versorgen. Der Chicoree braucht zwar kein Licht, dafür aber Wärme und da wird es für die beiden auf dem Acker schwierig. Deswegen sind „nur“ die Wurzeln bei der Verteilung dabei. Wie ihr die Sprossen zum Treiben bewegt, wird in diesem Video beschrieben und hier in einem Text. Bin schon gespannt auf die Rückmeldungen zu Heimaufzucht und die entsprechenden Rezepte.

6. September – und heute dafür ganz viele Neuigkeiten

Heute gibt es dafür ganz viele Neuigkeiten zu den unterschiedlichsten Themen. Zur besseren Übersicht gibt es deswegen mal Überschriften. Zum Glück lädt das Wetter geradezu zu einem gemütlichen Leseabend auf der Couch ein. Also Schuhe aus, Füße hoch und mit einen warmen Kakao in die Leseecke zurückgezogen:

Erntedankfest
Am Dienstag, den 03. Oktober 2017, von 11:00 bis ca. 16: 00 Uhr findet ein Erntedankfest auf dem Tinthof statt. Wir feiernam Tag der Deutschen Einheit ein gemeinsames Fest mit der Hofgemeinschaft Tinthof, den Hühneraktionär*innen und uns auf dem Tinthof. Wir möchten in gemütlicher Runde zusammen die Haupterntezeit 2017 ausklingen lassen, auf großer Pfanne mit gemeinsamer Schnippelküche Leckeres frisch zubereiten, vielleicht am offenen Kartoffelfeuer neue Kartoffeln vom Acker grillen, Stockbrot backen und bei weiteren Aktionen den Tag zusammen genießen. Wer hat und möchte, kann auch gern Musikinstrumente mitbringen, ein paar haben wir schon und so können wir eine kleine Jam-Session auf die Beine stellen.

Für Getränke (Wasser, Kaffee, Brause, Bier) aus lokalen Quellen wird gesorgt sein. Wir bitten aber alle, Geschirr, Besteck, Tassen – und Brettchen und Messer fürs Schnippeln – selbst mitzubringen (und wieder mitzunehmen), damit auf Einweggeschirr verzichtet werden kann.

Zum Essen wäre es sehr schön, wenn wir neben Schnippelküche und Stockbrot noch ein paar weitere Leckereien hätten. Würdet Ihr dazu Kuchen oder auch herzhafte Kleinigkeiten mitbringen? Perfekt! Es kann auch weiteres Gemüse aus dem eigenen Garten, Balkon, Herstellung … für die Schnippelküche mitgebracht werden.

Und klar: Bitte denkt an wetterfeste, hof- und ackergeeignete Kleidung. Schönes Wetter ist zwar bestellt, aber …

Trotz viel Eigenleistung auf allen Ebenen werden ein paar Kosten anfallen (Getränke, Gas, Toilettenwagen etc. pp.), die wir hoffentlich über Unkostenbeiträge zusammentragen können. Es werden also ein paar „Spenden-Schweine“ herumstehen, die gerne mit einem beliebigen Betrag gefüttert werden dürfen.

Kartoffelernte
Am Samstag, 16.9.2017 ab 11 Uhr sollen Kartoffeln geerntet werden. Ein paar Meter bleiben stehen, die dann am Erntedankfest in Form einer kleinen Schatzsuche ausgegraben werden können. Zur Ernte am 16. September werden noch Helfer*innen benötigt. Wir treffen uns wie immer auf dem Acker.
Bitte entsprechende Kleidung und, falls vorhanden, Grabegabeln mitbringen.

Milchprodukte im Verteilraum
Aufmerksame Beobachter*innen werden den Kühlschrank im Verteilraum schon bemerkt haben. Dieser ist nun angeschlossen, so dass an den Abholtagen ab Freitag, 8. September darin Milchprodukte vom Tinthof zur Verfügung stehen. Wir beginnen testweise mit einem kleinen Angebot. Eine Preisliste hängt vor Ort aus, Bezahlung erfolgt in bar in die Kasse vor Ort. Joghurt, Quark und Buttermilch werden in Pfandbehältern angeboten. Milch kann wie gewohnt an der Tankstelle gezapft werden.
Über den Tinthof werden auch Vorbestellungen angenommen. Diese werden individuell vorbereitet und im Kühlschrank hinterlegt.

Dies ist ein Start und Versuch mit großem Vertrauensvorschuss des Tinthofs gegenüber uns allen – Lasst uns bitte verantwortungsvoll damit umgehen!
Mit der Zeit wird das Angebot ggf. weiter ausgebaut.

Rezepte
Christine hat nochmal zwei Zucchini-Rezepte zur Verfügung gestellt. Die findet ihr hier und hier, also die Rezepte ;o) Vielen Dank dafür, Christine.

 

Ist euch übrigens aufgefallen, dass Halbzeit für das aktuelle Wirtschaftsjahr ist? Seit sechs Monaten läuft unsere Solawi. Uns ist bewusst, dass noch nicht alles reibungslos funktioniert, aber wir haben schon einiges erreicht und für das kommende Jahr dazugelernt. Konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschläge und Wünsche könnt ihr immer gerne anbringen. Zum Beispiel am nächsten Dienstag, den 12.09.2017 ab 18:30 Uhr auf dem Acker, per Mail oder auch telefonisch.