KW 34 – Der Herbst klopft an

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Die Arbeit auf dem Acker und in den Folientunneln wird merklich weniger, die Gärtner können es so langsam ein wenig entspannter angehen lassen. Trotzdem: Die Herbstauspflanzung geht weiter, der Weißkohl kommt in sein Quartier.

Und geerntet werden muss natürlich auch. Es gibt viele – leider noch grüne – Paprika, viele Gurken und Auberginen. Im Folientunnel reifen auch weiterhin die Tomaten, auch wenn wegen der Krautfäule kaum noch Blätter an den Pflanzen sind. Der Salat aus dem Freiland ist auch wieder erntereif, aber so langsam fängt auch der an, sich über die niedrigen Temperaturen und die Feuchtigkeit zu beschweren. Die nächste Anzucht kommt dann wohl wieder, wie im Frühjahr, in einen der Folientunnels.

Nächste Woche wird dann wohl auch der Grünkohl geerntet, der prächtigst wächt. Eigentlich zu früh, er könnte auch noch bis Ende September/Anfang Oktober stehen bleiben. Aber: wenn er noch stehen bleibt, wird sich die weiße Fliege draufstürzen …

Zum gemeinsamen Ackereinsatz am Samstag trafen sich diesmal nur sehr wenige Teilnehmer:innen. In den Regenpausen haben wir es aber wenigstens geschafft, die Salatreihen durchzujäten – der Acker war sehr nass und matschig. Und die Paprika und Auberginen im Folientunnel haben jetzt auch wieder mehr Platz.

 

KW 33 – Kohl ins Beet

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In dieser Woche wurden nochmal viele selbst gezogene Jungpflanzen ausgepflanzt: Spitz- und Blumenkohl, Weißkohl und Wirsing, dazu Lauchzwiebeln und Romanasalat.
An den Paprika im Folientunnel sind jede Menge Früchte – die sind aber alle leider noch grün, nur an der ein oder anderen zeigt sich das erste bisschen gelb. Es dauert also noch, bis die geerntet werden. Die Spitzpaprika im Freiland wachsen allerdings längst nicht gut – es ist einfach zu kalt 🙁

Im anderen Folientunnel gab es diese Woche intensive Tomatenpflege, um die Krautfäule einigermaßen unter Kontrolle zu halten und so lange wie möglich ernten zu können.

Leider haben wir die Krautfäule auch in den Kartoffeln, die außerdem vom Kartoffelkäfer “besucht” werden – die Krtoffelernte wird sehr mager ausfallen dieses Jahr.

Es ist halt immer irgendwas – zu trocken, zu nass, zu heiß, zu kalt … Gibt es für Gärtner*innen eigentlich ein perfektes Gartenjahr?

KW 32 – Krautfäule-Alarm

… in diesem Video zähle ich 8 Swinella-Kinder …

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Es gibt weiterhin gute Ernte (Zucchinis, Auberginen, Gurken, Zwiebeln und Lauchzwiebeln, Salat, Stangensellerie, Tomaten) – aber leider auch eine schlechte Nachricht:

Die Krautfäule hat sich in unseren Tomaten breit gemacht – und die macht nicht vor den Blättern Halt, sondern greift auch die Tomaten an. Leider kann man dagegen nicht viel machen, wenn man nicht mit Mengen an Chemie arbeiten will. Abdul & Ben werden versuchen, das einigermaßen in Schach zu halten und die befallenen Blätter/Stängel/Früchte rauszuschneiden.

Aus gegebenem Anlass heute also ein paar Infos zu dieser Pflanzenkrankheit:

die durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht wird und sich nur sehr schwer bekämpfen lässt. Der Parasit gelangte im Winter 1843/44 aus Nordamerika, wo er 1843 erstmals aufgetreten war, mit infizierten Kartoffeln nach Flandern. Hier blieb er zunächst unbemerkt. Der Befall von Kartoffeln verursachte 1845 bis 1849 eine Hungersnot in Irland und auch andernorts in Europa, zum Beispiel in Luxemburg.

Wenn der Sommer regnerisch ist – manchmal genügt auch ein etwas länger anhaltender Regenschauer – zeigen sich zunächst an den Blättern, später auch an den Trieben und Früchten die charakteristischen Symptome für die Braun- und Krautfäule, die an fast allen Nachtschattengewächsen auftreten kann.
Feuchtes Wetter bei Temperaturen um 15 Grad Celsius begünstigt eine Infektion. Die Blätter von Tomaten- und anderen anfälligen Gartenpflanzen können dann nicht schnell genug abtrocknen. An den nassen Blättern haften die auch durch Wind oder Insekten übertragbaren Sporen an den Blättern und dringen durch kleinste natürliche Öffnungen oder Verletzungen ein.

Unter Kraut- und Braunfäule leidet die ganze Pflanze: Auf Laub, Trieben und Stängeln bilden sich braun-schwarze Flecken. Im Verlauf werden die Blätter schwarz, beginnen zu welken, vertrocknen und sterben ab. An den Tomaten bilden sich ebenfalls bräunlich-schwarze Flecken, sie werden dann hart und faulen ab.

Den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule kann nur verzögert, nicht komplett verhindert werden. Generell sollte Folgendes beachtet werden:

  • Nur ein starker Rückschnitt kann befallene Pflanzen in einem frühen Stadium retten.
  • Tomatenpflanzen sollten nicht zu eng nebeneinander stehen: Knapp 70 Zentimeter Abstand sind gut, damit sich die Blätter nicht berühren können.
  • Befallene Blätter und Früchte sofort entfernen und entsorgen.
  • Tomaten sollten dicht am Boden gegossen werden. So wird verhindert, dass Spritzwasser an die Blätter gelangt.
  • Die untersten Tomatenblätter ganz ausbrechen, so kann kein Wasser an die empfindlichen Blätter gelangen.

Der Pilz überwintert im Boden oder in Pflanzenresten, so dass nach einer Erkrankung im Folgejahr eine weitere Infektion möglich ist. Wer Kübel und Tomatenstangen oder andere Rankhilfen aus dem Vorjahr erneut für Tomaten verwenden möchte, sollte diese im Frühling daher gründlich reinigen, z.B. mit kochendem Wasser.

Tomaten stärken
Ab Mitte Juni sollten die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden.
Vorbeugend kann dreimal wöchentlich mit Tee aus Ackerschachtelhalm gespritzt werden. (5 Gramm getrockneten Ackerschachtelhalm pro Liter Wasser, mit kochendem Wasser übergießen und 5 – 10 Min. ziehen lassen.) Vollständig abkühlen lassen und die Pflanzen mehrmals pro Woche mit dem unverdünnten Teeaufguss einsprühen. Kurz vor der Ernte jedoch nicht mehr besprühen, da sich der Geschmack der Tomate dadurch verändert.
Auch ein Bestäuben der Pflanze mit Algenkalk oder Gesteinsmehl ist sinnvoll, dadurch wird der Pilz daran gehindert, über das Blatt einzudringen.

Es gibt leider keine Tomatensorten, die überhaupt nicht an der Braun- und Krautfäule er-kranken können; einige Sorten sind allerdings widerstandsfähiger als andere. Dazu gehö-ren unter anderem “Philovita”, “De Berao”, “Harzfeuer” und “Phantasia”.
Wichtig: Da auch Kartoffeln befallen werden, sollten diese beiden Pflanzen nie nebenein-ander wachsen.

Ist der Befall fortgeschritten, hilft nur noch eins: nicht befallene Früchte ernten und die gesamte, erkrankte Tomatenpflanze entsorgen. Sie ist nicht mehr zu retten. Grüne Tomaten reifen aber nach, wenn sie gesund geblieben sind.

Tomaten nachreifen
Tomaten möchten es beim Wachstum und bei der Reifung warm haben. Wenn nachts die Temperaturen im Herbst regelmäßig unter 12 °C sinken, werden die Früchte nicht mehr rot. Deshalb ist es wichtig, mit der Ernte der grünen Tomaten nicht zu lange zu warten. Die kompletten Tomatenrispen mit der Schere abschneiden – so werden die Früchte nicht beschädigt und  sie sind länger lagerfähig. Der Stiel sorgt beim Reifeprozess zusätzlich für ein intensives Tomatenaroma. Blätter sollten allerdings entfernt werden, die Tomaten werden sonst schrumpelig.

Für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 16 und 25 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 % relative Luftfeuchte) optimal. Als Lagerort eignet sich z. B.  ein warmer Keller, da Licht für die Reifung nicht notwendig ist. Die Tomaten müssen aber regelmäßig kontrolliert und beschädigte Früchte aussortiert werden. In jedem Fall sorgsam mit den Früchten umgehen, denn Druckstellen und Risse in der Haut können zu Fäulnis führen. Wie lange es dauert, bis die grünen Tomaten reif sind, hängt von der Sorte und dem Lagerort ab. Je kühler es ist, desto länger brauchen die Tomaten um nachzureifen.

Drei Möglichkeiten zur Lagerung von grünen Tomaten:
1. Eine komplette Tomatenpflanze einfach kurz über den Boden abschneiden oder die Pflanze mitsamt der Wurzel entnehmen. Die Pflanzen entblättern und kopfüber an einem warmen und dunklen Platz aufhängen. (Alternativ, wenn kein dunkler Platz vorhanden: die Tomaten in Packpapier einwickeln). Die Früchte entwickeln Reifegase, die unter Papier oder in einem anderen Behältnis gestaut werden. Das beschleunigt den Reifeprozess.
2. Eine kleine Menge an grün gepflückten Tomaten lässt sich gut in Packpapier wickeln. Die eingepackten Tomaten in Plastiktüten stecken, die mit Löchern versehen sind und die Beutel an einem warmen Ort legen. Auch eine Schüssel (mit Teller abdecken) eignet sich für die Aufbewahrung. Die Tomaten werden auch schneller rot, wenn ein Apfel dazugelegt wird, da Äpfel das Reifegas Äthylen verströmen.
3. Schonend und schnell reifen Tomaten in Tongefäßen. Ein sauberer Ton-, Römertopf oder eine Tajine vorab einige Stunden wässern, dann die sauberen trockenen Früchte in die Tongefäße legen. Den Tontopf am besten mit einem Tonuntersetzer abdecken. Wasser in die Mulde des Untersetzers/in den Deckel des Römertopfes/der Tajine füllen. Nach und nach verdunstet das Wasser und erhöht so die Luftfeuchte. Wasser regelmäßig kontrollieren und nachfüllen. An einem warmen Platz im Wohnraum werden die Tomaten schnell rot und schmecken wie sonnengereift.

KW 31 – Übern Berg im August

Ein kleiner Rückblick Anfang August:
Das Frühjahr war sehr kalt – alles ging 4 Wochen später los.
Der Regen, den wir uns in den letzten 3 Jahren oft gewünscht haben, der kommt dieses Jahr gleich dreimal … Es gab bislang dieses Jahr 40 % mehr Niederschlag als in den letzten Jahren – was auf dem Feld nicht ganz so gut ist, da das sehr viel Pflege bedeutet (denn das Beikraut wächst halt auch wie dolle).
Und es fehlen jetzt im Sommer die höheren Temperaturen, weil die für eine gue und reichliche Ernte sorgen.

Aber jetzt ist August und wir hoffen auf den goldenen Herbst. Auf den freien Flächen wird auf jeden Fall noch was ausgebracht – Ben & Co “pokern” ein wenig, dass September und Oktober ein “goldener” Herbst werden könnte, und die Plfanzen noch genug Sonne und Wärme bekommen, dass sie reifen.

 5 leere Multiplatten = 5 Reihen Salat – 2 mal Lollo Bionda, 3 mal Lollo Rosso
5 weitere leere Multiplatten = 5 Reihen  rote Bete
Der Romanasalat wird in ca 2 Wochen ausgepflanzt
Der Porree wächst wieder so gut, dass die Gärtner bald über die 2. Ernte nachdenken können – im Gegensatz zum Mangold, der dieses Jahr gar nicht gut nachwächst.
Bei den Tomaten werden jetzt immer mehr rot (bzw. gelb, je nach Sorte) – und es gibt Sorten wie “Moneymaker”, die richtig viele Früchte tragen, und andere, die nicht so gut tragen. Merken wir uns fürs nächste Jahr 😉
Rot-, Wirsing- und Rosenkohl fangen so langsam an, feste Köpfe zu bilden.

Ach ja, und die Wespenspinnen hatten Herrenbesuch …

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KW 30 – Wespenspinnen

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Die Tomaten werden so langsam endlich reif, vielleicht gibt es nächste Woche die erste Ernte. Letztes Jahr haben wir mit der Tomatenernte schon Mitte Juli begonnen…
Es wird eine gute Zwiebelernte geben, aber auch bis dahin dauert es noch ein paar Wochen.

Auf dem Acker sind alle Quartiere für die 2. Jahreshälfte vorbereitet, die vorgezogenen Pflänzchen können bald ausgepflanzt werden.

(Mindestens) drei Wespenspinnen haben sich auf unserem Acker in der Pfefferminze ihre Netze gebaut (externer Link zu Wikipedia)

Und Swinella ist Mama geworden und im Stall laufen 5(?) süße kleine Ferkelchen rum.

KW 29 – Fette Ernte mit Sau und eine Toilette im Grünen

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In der KW 29 werden Spitz-, Weiß-, Blumenkohl, Wirsing und Salat ausgesät. Wenn das gut klappt mit dem Kohl, können wir nächstes Jahr komplett eigene Aussaat machen und müssen keine Jungpflanzen kaufen.

Durch den vielen Regen dieses Jahr ist die Arbeit jetzt im Sommer schon etwas stressiger als normal. Inzwischen wird ja an 2 Tagen die Woche geerntet, das bedeutet, dass für alle Pflegearbeiten nur 3 Tage Zeit ist. Normalerweise kann man im Sommer einmal das Beikraut wegmachen und hat dann ungefähr 3 Wochen Ruhe, bis man wieder durch muss – das ist dieses Jahr leider nicht so.

Eine Besonderheit: Auf dem “Pipelineland” hat Christian Hülsermann Nutzhanf ausgesät. Der Hanf kann 3 m tief wurzeln und so den durch die Baumaschinen total verdichteten Boden wieder auflockern und verbessern. Hanf ist übrigens eine der ältesten Kulturpflanzen (-> https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzhanf),  z. B. kann aus den Früchten sehr gesundes Öl gepresst werden, die Fasern lassen sich zu Stoffen spinnen.

 

KW 28 – RegenRegenRegen

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 Diese Woche ist auch auf unserem Acker eine ganze Menge Regen runtergekommen – aber zum Glück haben wir keine Ernteschäden zu beklagen. Der Boden ist allerdings sehr nass – und Wärme+Wasser heißt natürlich auch, dass außer dem Gemüse auch das Beikraut wächst.

Diese Woche wurde hauptsächlich in  den Folientunneln und im Gewächshaus gearbeitet. Salat (Lollo Rosso, Lollo Bionda), rote Bete und Winterzwiebeln wurden ausgesät; die
Saaten für den Herbst/die 2. Jahreshälfte sind bestellt: Spitz-, Weiß- und Blumenkohl, Wirsing, Eisberg- und Romanasalat.

Die Paprika im Folientunnel tragen die ersten Früchte und müssen jetzt bald gestützt werden, damit sie nicht umkippen.
An den Tomatenpflanzen sind schon viele viele Früchte, die müssen jetzt aber noch Farbe bekommen. Wärme und Sonne wären jetzt fein.

Am Donnerstag war es zum Glück trocken, das hilft sehr bei der Ernte. Diese Woche wurden 150 Zucchini, 93 kg Kohlrabi,60 kg rote Bete und 250 Fenchel geerntet., dazu kommen 40 Auberginen, 110 Gurken, 150 Bund Zwiebeln und Kräutersträuße aus Schnittlauch, Basikikum, Minze und Bohnenkraut.

 

KW 27 – Es ist ein Trecker! Und ein paar Infos zu Dicken Bohnen

Und wieder ein neuer Wochenrückblick

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Diesmal mit dem Vorher-Nachher-Effekt bei den Zwiebelgewächsen, einem neuen Freischneider, einem Zaun um einen Teil des Ackers, den ersten erblühten Sonnenblumen.

Und alle haben Spaß mit dem neuen Trecker. Und mit dem Anhänger, mit dem nun die Ernte nach vorn zum Abholraum gefahren werden kann. Dadurch werden mindestens 3 Stunden Arbeit gespart. Und natürlich Muskelkraft. 150 Spitzkohl = 150 kg, plus Gurken plus Frühlingszwiebeln, plus Fenchel, plus Zucchini plus Ben und Karsten – alles auf dem Anhänger 🙂

In der Ernte vergangenges Wochenende gab’s ja auch Dicke Bohnen – hier ein paar Infos:

Die Ackerbohne (auch Puffbohne, Feldbohne, Saubohne, Schweinsbohne, Pferdebohne, Fababohne, Faberbohne, Favabohne, Viehbohne und Dicke Bohne genannt) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler. Sie gehört zur Gattung der Wicken – im Gegensatz zur “neuweltlichen” Gartenbohne, die der Gattung Phaseolus angehört. Die Ackerbohne wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN) zum Gemüse des Jahres 1998/1999 gewählt.

Die Dicke Bohne steht schon sehr sehr lange auf dem menschlichen Speiseplan. Frühe Formen waren aber gar nicht sehr dick. Die ältesten Samen wurden in archäologischen Ausgrabungen in einer Steinzeitsiedlung in Israel gefunden, die irgendwo zwischen 6.800 v. Chr. und 6.000 v. Chr. datiert ist. Man weiß aber nicht, ob es sich um gesammelte Wildsamen oder angebaute Bohnen handelt. Seit dem 3. vorchristlichen Jahrtausend findet sich die Dicke Bohne in vielen Ausgrabungen im Mittelmeerraum.

Seitdem hat sie sich bis nach Mitteleuropa ausgebreitet. In den ersten Jahrhunderten n. Chr. entwickelte sich ein Anbauschwerpunkt an der Nordseeküste, weil sie als einzige Hülsenfrucht auf salzigen Böden in Küstennähe gedeiht. Im Mittelalter war sie, meist nur „bone“ genannt, eines der wichtigsten Nahrungsmittel, auch bedingt durch die hohen Erträge. In dieser Zeit tauchten erstmals die großen Samen auf, die heute verbreitet sind. Seit dem 17. Jahrhundert ging der Anbau in Europa jedoch zurück, da die aus Amerika eingeführte Gartenbohne und die Feuerbohne bevorzugt wurden.

Die Ackerbohne wird heute hauptsächlich als Viehfutter genutzt, taucht aber inzwischen auch wieder häufiger auf unserem Speiseplan auf. Zur Verfütterung ans Vieh werden sowohl die Samen als auch der komplette Hülse genutzt; für den menschlichen Genuss wird die Hülse meist nur bei sehr jung geernteten Bohnen verwendet. Die Samen können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden; getrocknet sind sie ohne weitere Konservierung lange lagerfähig.

Im Mittelmeerraum ist die Ackerbohne eine Delikatesse, so zum Beispiel in Spanien geröstet (als Habas Tostadas) oder in dem italienischen Salat Vignarola. Im arabischen Raum werden unter anderem Falafeln und Ful aus Ackerbohnen zubereitet.

Ackerbohnen besitzen einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß (100 Gramm enthalten durchschnittlich elf Gramm Eiweiß), Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen, Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B6 und C. Sie haben etwa 330 kcal/1381 kJ je 100 g.

Ackerbohnen können gedünstet, gekocht oder gebraten werden. Sie sollten der besseren Verdaulichkeit halber nur nach dem Erhitzen verzehrt werden. Im Gegensatz zu Gartenbohnen sind sie roh aber nicht giftig. Zur Zubereitung pult man die Samen aus und wäscht sie in kaltem Wasser.

Tipp :
• Ackerbohnen sollten bei milder Hitze gegart werden, damit sie nicht platzen.
• Ausgepulte Bohnen sind im Kühlschrank nur kurz haltbar, mit der Hülse lassen sie sich einige Tage lang aufbewahren, sollten dann allerdings verarbeitet werden.

KW 25/26 – Erntesommer

Diesmal gibt’s ein richtig langes Video, gleich für 2 Wochen,denn auch Gärtner brauchen mal Urlaub 😉

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In der KW 25 wurden z. B. das 2. Mal Radieschen ausgesät (am Johannitag) und der nachgesäte Kohlrabi in den Saat-Multiplatten vereinzelt.

Mangold und Rote Bete brauchen auch nicht mehr allzulange, bis sie erntereif sind. Und die Blattläuse haben dieses Jahr die Dicken Bohnen verschont – das gibt eine richtig gute Ernte dieses Jahr 🙂

Nicht so toll: Das Franzosenkraut gewinnt 🙁 Das Wetter in der letzten Zeit begünstigt ja leider nicht nur unsere Kulturen, sondern auch das lästige Beikraut. Die Distelanzahl dieses Jahr ist zum Glück ziemlich zurückgegangen, aber das Franzosenkraut (externer Link zu Wikipedia) breitet sich dafür üppigst aus. Wie Ben im letzten Jahr in seinem Video zu den Superkräften der Wildkräuter schon gesagt hat: “Superkraft: breitflächige Aussaat. 1 blühendes Franzosenkraut = ca. 1 qm Aussaat.” Für den nächsten gemeinsamen Ackereinsatz am 10. Juli (wie immer ab 10 Uhr und ab Mittags dann mit veganer Feldküche)  ist die Arbeitsaufgabe also klar. Die veganane Feldküche der Solawi ist übrigens auch bei Facebook: https://www.facebook.com/Vegane-Feldküche-der-Solawi-Niederrhein-104160975240921 Und da findet ihr dann auch Rezeptideen zu denGemüsen aus der wöchentlichen Ernte.

Die Ernten werden nun wieder sehr viel
größer und reichhaltiger. Am 25.6. wurden z. B. 150 Brokkoli, 100 Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Salat, Zucchini, Gurke und Basilikum (Thai- und Genovese-) geerntet. Und am 2. Juli kamen dann auch noch Kohlrabi und die ersten Auberginen dazu.

Ben hat dann jetzt mal 1 Woche Urlaub vom Acker gemacht. Und hat so glatt das Eintreffen unseres Treckers verpasst. Denn – tadaaa – er ist da!

Ab jetzt kein Schieben der Ernte-Transportkarre mehr mit reiner Muskelkraft. Und den Gärtnern wird sicherlich dies&das&jenes einfallen, was sich mit Hilfe des Treckerchens viel leichter, schneller und rückenschonender erledigen lässt…

“Bis an Johannis wird gepflanzt –

– das Datum du dir merken kannst” …

… am 21.6. war Sommersondenwende und am Donnerstag dem 24. Juni ist Johannistag – für alle Gärtner:innen und Landwirt:innen eine bedeutsame Zeit. Johanni markiert im Jahresverlauf den Höhepunkt des Sommers, die Natur steht in voller Kraft und in Feld und Garten beginnt die Erntesaison jetzt so richtig. Zugleich bestimmt der Johannistag aber auch den Zeitpunkt, ab dem die Tage allmählich wieder kürzer werden und das Pflanzenwachstum abnimmt. Einige um Mitte Juni herum blühende oder reifende Pflanzen, z. B. das Johanniskraut und die Johannisbeere wurden nach diesem Tag benannt. Auch in der Heilkunde spielt der Johannistag eine wichtige Rolle: An ihm wurden von den “Johannisweiblein” die Heilpflanzen und Kräuter für die Hausapotheke gesammelt.

Der Johannistag am 24. Juni ist das traditionelle christliche Mitsommerfest. Gefeiert wurde früher damit die Geburt von Johannes dem Täufer, der im Christentum als letzter wichtiger Prophet vor Jesus Christus verehrt wird – und zwar genau sechs Monate vor Weihnachten.

Wie die Eisheiligen, Siebenschläfer oder die Schafskälte ist Johanni aber auch ein sogenannter Los-Tag im Bauernkalender, die anzeigen sollen, wie sich das Wetter in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt, denn für die Ernte ist gutes/passendes Wetter sehr wichtig. Für Johanni heißt es etwa: “Regnet’s am Johannistag, regnet es danach noch 14 Tag’.” Oder auch: “Bleibt es an Johanni trocken und warm, macht das den Bauern nicht arm.” Viele Futtergräser sind zu diesem Zeitpunkt bereits reif, die Heuernte findet statt. Wiesenblumen und Gräser können aussamen und die Jungen der Bodenbrüter sind nun flügge; Insekten und Spinnen hatten ebenfalls Zeit für ihre Vermehrung.

Eine weitere Regel erinnert daran, die Pflanzen für die Herbsternte rechtzeitig in die Erde zu bringen: “Bis an Johannis wird gepflanzt – das Datum du dir merken kannst”.
Für andere Pflanzen geht mit Johanni die Erntezeit zu Ende – auch heute noch traditionell für Rhabarber und Spargel – daher auch der Name “Spargel-Silvester” für den 24. Juni. Dann haben die Pflanzen bis zum Ende der Vegetationsphase im Herbst genügend Zeit, sich zu erholen und ausreichend Nährstoffe für den Austrieb im nächsten Frühjahr einzulagern. 
Die meisten Bäume und Sträucher haben zum Johannistag den ersten Jahrestrieb abgeschlossen und treiben jetzt zum zweiten Mal mit frischen Blättern und Trieben aus. Die eine oder der andere kennt vielleicht den Begriff “Johannistrieb”.

Und es gibt natürlich jede Menge Sprüche und Bauernregeln rund um diesen Tag:

  • “Bis an Johannis wird gepflanzt – das Datum du dir merken kannst.”
  • “Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen.”
  • “Wenn bis Johanni kein Regen fällt, ist’s um den Rebstock gut bestellt.”
  • “Regnets am Johannitag, regnet es noch viele Tag.”
  • “An Sankt Johanni Abend, senk die Zwiebel in ein kühles Beet.”
  • “Bienen, die vor Johanni schwärmen, tun des Imkers Herz erwärmen.”
  • “Bringt Johanni Sommerhitze, ist es Korn und Runkeln nütze.”
  • “Wenn Johannes ist geboren, gehen die langen Tag’ verloren, denn ab der Zeit von St. Johann, da läuft die Sonn’ winteran”
  • “Bis Johanni nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen.”
  • “Bleibt es an Johanni trocken und warm, macht das den Bauern nicht arm.”