Mischkulturen, Milpa und Die Drei Schwestern

Mischkulturen im Gemüsegarten und auf dem Acker helfen, den Boden optimal unterirdisch (mit unterschiedlichen flach- und tiefwurzelnden Pflanzen) sowie oberirdisch (mit unterschiedlichen Wuchsformen der Pflanzen) zu nutzen. Mischkulturen spielen daher in vielen intensiven Gartenbaukulturen eine wichtige Rolle, wo es darum geht, einen möglichst hohen Ertrag auf kleiner Fläche zu ermöglichen. Dabei spielen auch Leguminosen (Pflanzen, die mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff speichern können) eine Rolle wie Bohnen, Erbsen oder Puffbohnen. Weitere Vorteile von Mischkulturen sind die große Biodiversität (also Vielfalt an Arten) und die größere Resistenz (=Widerstandsfähigkeit) gegenüber Schädlingen.

Milpa ist die in Mexiko entstandene traditionelle Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis.

Der Begriff Milpa stammt aus der Sprache Nahuatl und leitet sich von Mil-li-pan her, was soviel bedeutet wie “wir werden auf dem Feld gesät”. Damit sind die Drei Schwestern, also Mais, Bohnen und Kürbis gemeint, die das Herzstück dieser intensiven indianischen Feld- und Gartenbaukultur darstellen. Daneben werden aber auch andere Pflanzen angebaut.

Die drei Nutzpflanzen beanspruchen verschiedene Nährstoffe und “Etagen” im Beet, daher kommen sie sich auch auf engem Raum nicht in die Quere. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe. Die Bohnen wiederum produzieren Stickstoff, der Mais und Kürbis zugute kommt. Zu Füßen der beiden in die Höhe wachsenden Pflanzen kann sich der Kürbis breitmachen, der mit seinen großen Blättern den Boden beschattet und so Austrocknung und Wachstum von Beikräutern verringert.

Mais spielt bei fast allen Völkern Amerikas eine zentrale Rolle als Grundnahrungsmittel – über Jahrtausende ist eine unvorstellbar große Vielfalt an Sorten entstanden. Die Vorfahren der heutigen Mexikaner hatten es noch mit dem Wildgras Teosinte zu tun, dessen kleine, schwächliche Ähren zerfielen, sobald sie reif waren. Es bedurfte jahrtausendelanger Züchtung und Selektion, um den heute bekannten ergiebigen Maiskolben hervorzubringen.

Und ebenso brauchte es sehr viel Geduld, um eine Schlingpflanze mit fasrigen Schoten in essbare Bohnen zu verwandeln und zu erkennen, was diese beiden Pflanzen zusammen mit dem Kürbis zuwege bringen. Alle Bohnenarten sind Abkömmlinge ein- und derselben Pflanze: der Gartenbohne Phaseolus vulgaris.
Übrigens: Die Triebe der Bohne sind zu schwach, um ohne Hilfe in die Höhe zu wachsen. Sie brauchen eine Stütze, an der sie sich in Spiralen emporranken können – immer gegen den Uhrzeigersinn. Die alten Römer hielten diese Wachstumsrichtung für ein schlechtes Omen.

Auch der Kürbis ist aus der “Neuen Welt” zu uns gekommen, schon in präkolumbischer Zeit (präkolumbisch bezieht sich auf die Landung Christoph Kolumbus’ in Amerika 1492) gab es eine große Sortenvielfalt, bei der die giftigen Bitterstoffe herausgezüchtet wurden. In Europa wurden Kürbisse zuerst nur als Zier- und Arzneipflanze genutzt.

Die drei Schwestern ergänzen sich sowohl auf dem Feld als auch auf dem Teller, im Sinne einer ausgewogenen Ernährung. Mais ist Hauptlieferant für Kohlenhydrate, Bohnen liefern vor allem Eiweiß und wertvolle Mineralien (z.B. zwei essenzielle Aminosäuren, die dem Mais fehlen), und Kürbisse (und auch Zucchinis) versorgen uns mit Vitaminen.

Auch unter unseren klimatischen Verhältnissen funktioniert eine Milpa. Selbst auf ungedüngtem Boden ist eine Milpa einen Versuch wert, wenn Leguminosen (Bohnen, Erbsen, Klee) mit ausgesät werden. Denn die sind über ihre Wurzeln in der Lange, mit Hilfe von sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft in den Boden zu bringen und dort zu fixieren (kleine Anmerkung: Stickstoff ist die Hauptzutat aller mineralischen Düngemittel 😉

Weitere geeignete Pflanzen in einer Milpa (oder in angrenzenden Beeten/Pflanzkästen) sind Tomaten, Chili, Amaranth, Kräuter (z. B. Bohnenkraut) und Blumen (Ringelblume, Kapuzinerkresse, Cosmea, Tagetes).

Mehr Infos findet ihr z. B. hier oder hier.

KW 30 – 32 – Klaräpfel, Petersilie und ein neues Video

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Und da wir jede Woche auch so viele leckere Kräuter bekommen, heute mal ein paar Infos zur Petersilie:

Petersilie wächst überall auf der Welt und ist eins der am häufigsten genutzten Kräuter. Es gibt kaum ein herzhaftes Gericht, zu dem das Kraut nicht passt. Dass mit Petersilie auch eine dicke Portion wichtiger Nährstoffe ans Essen kommt, ist dabei eine willkommene Nebenwirkung.
Es gibt sie in glatt und in kraus sowie als Wurzelpetersilie. Petersilie mit krausen Blättern sieht dekorativer aus, Petersilie mit glatten Blättern schmeckt etwas intensiver, wird aber auch schneller welk. Die gekrauste Sorte ist übrigens erst durch eine Züchtung entstanden, um Verwechslungen mit der giftigen Hundspetersilie zu vermeiden. Noch mehr Wissenswertes rund um die Petersilie gibt’s hier.

In der Ernte KW 29 waren die ersten Äpfel des Jahres. Wie ihr vielleicht noch wisst, haben wir eine Kooperation mit dem Apfelbauern Johannes Pappas, der uns mit Teilen seiner leckeren Ernte beliefert. Und letzte Woche hat er eben die ersten 50 kg des ersten Apfels des Jahres, eben des Klarapfels, gebracht. Eine Info zum Klarapfel findet ihr hier auf unserer Website.

KW 28 – Fette Ernte und ein Kühlhaus!!

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Einige Paprika haben leider Sonnenbrand und wurden daher geerntet, obwohl sie noch nicht ihre Endreife und -farbe haben. Aber die schmecken trotzdem schon und sind ansonsten vollkommen ok, da schimmelt nix. Die auf den Kompost zu werfen, wäre ein Frevel. Für den Handel würden die aussortiert werden – aber wir sind ja hier zum Glück bei der Solawi.

Ernte diese Woche: Gurken, Zucchini, Salat, Rote Bete, die ersten Auberginen,Tomaten und Paprika und Kräuter (diesmal Basilikum, Schnittlauch, Gandana und Oregano).

Und es sieht ganz so aus, als ob nächste Woche unser Kühlhaus einsatzbereit ist, denn Dimi und Tobi haben am Freitag  schon an der Kühleinheit gewerkelt – Danke!

Frisches Grün: Tipps für die Wildkräuterküche

Wildkräuter sind wahre “Superfoods”. Sie sind reich an Vitaminen; z. B. enthalten Brennnessel, Wiesenknopf und Gänse-Fingerkraut mehr Vitamin C als etwa die Kulturpflanzen Grünkohl, Brokkoli und Rosenkohl. Ähnlich verhält es sich mit Vitamin A und auch mit dem Eiweißgehalt.

Wegen ihrer vielen Inhaltsstoffe schmecken Wildkräuter aromatischer und würziger als Anbauprodukte. Enthaltene Bitterstoffe fördern eine gesunde Darmflora und schützen vor Pilzbefall. Flavonoide, die gegen freie Radikale schützen, sind z. B. in Frauenmantel oder Wegerich enthalten. Die Gerbstoffe in Gundermann, Scharbockskraut und Blutweiderich hemmen Entzündungen, Durchfälle und Hauterkrankungen. Daneben sind auch Saponine, Kieselsäure, ätherische Öle und vieles mehr reichlich in Wildkräutern zu finden.

Die beste Erntezeit ist der Vormittag, weil die Kräuter morgens am saftigsten sind. Prinzipiell sollte mensch die Pflanzen nicht ausreißen, sondern die Blätter mit einem kleinen Messer sanft abschneiden, damit sie nachwachsen können.

Falls die Kräuter nicht im eigenen Garten oder auf unserem Acker geschnitten werden, sollte mensch zudem darauf achten, sie nicht in der Nähe stark befahrener Straßen oder Hundewiesen zu sammeln. Die besten und unbedenklichsten Kräuter finden sich auf ungedüngten Wiesen und an Orten, wo wenig Hunde unterwegs sind.

Und natürlich sollte nur das gesammelt werden, was mensch wirklich kennt, denn auch hier bei uns wachsen giftige Kräuter. So kann der giftige Schierling z. B. leicht mit dem ungiftigen Wiesenkerbel verwechselt werden.

Verwendung in der Küche

In einem Wildkräutersalat machen sich Gänseblümchen und Löwenzahnblätter gut, aus Bärlauch lassen sich schmackhafte Suppen oder Wildkräuterpesto zaubern, die Brennnessel lässt sich wie Spinat verwenden. Auch als Tee oder grüner Smoothie erobern Kräuter die Küche. Wer es milder mag, kann sie zu Kräuterbutter, Frischkäse und Eierspeisen hinzufügen.

Wildkräuter-Anfänger*innen sollten aber mit Feldsalat o. ä. beginnen und zuerst nur eine Handvoll Wildkräuter dazugeben. Nach und nach kann dieser Anteil dann erhöht werden, um sich an den bitteren, grasigen oder scharfen – jedenfalls neuen – Geschmack zu gewöhnen.

Übrigens … Die meisten Kräuter lassen sich für einige Tage in verschlossenen Brotboxen aus Metall oder Glas im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem lassen sie sich, in Bündeln kopfüber aufgehängt, trocknen. Im Backofen sollten Kräuter nicht getrocknet werden, sie verbrennen sehr leicht und haben dann einen unguten Beigeschmack.

Der Bärlauch macht sich Anfang März bis Mitte Mai in Gärten und auf Wiesen breit. Bärlauch schmeckt ähnlich wie Knoblauch und leicht scharf. Bärlauch schmeckt als Pesto, Suppe, Dip oder Brotaufstrich und lässt sich in vielen weiteren Rezepten verarbeiten.
Bärlauch ist reich an Mineralstoffen und Vitamin C. Er enthält Magnesium und wirkt antibakteriell. Zudem hilft er bei Magenbeschwerden und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus.

Aber Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch: seine Blätter ähneln denen des hochgiftigen Maiglöckchens. Am knoblauchähnlichen Geruch kann mensch die Pflanzen aber unterscheiden. Wer unsicher ist, sollte ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben. Riecht es nach nichts: die Blätter stehen lassen!

Brennnesseln enthalten dreimal so viel Kalzium und viermal so viel Eisen wie Grünkohl, außerdem zweimal so viel Magnesium wie Grünkohl und sechsmal so viel wie Kopfsalat.
Das Kraut hat einen zartwürzigen Geschmack und als Tee aufgebrüht soll die Brennessel sogar eine wachmachende Wirkung haben. Als Heilpflanze wird sie bei Rheuma und Harnwegsinfektionen eingesetzt. Brennesselblätter können wie Spinat zubereitet werden, z. B. Als Füllung für Ravioli.
Beim Pflücken und Weiterverarbeiten am besten dicke Gartenhandschuhe anziehen ;-).

Gänseblümchen blühen das ganze Jahr über und sind reich an Vitamin C, Magnesium und Eisen.

Das Gartenschaumkraut ist in unseren Gärten weit verbreitet und blüht bereits im Vorfrühling. Sein scharfer, kräftiger Geschmack erinnert an Rucola – mit dem es verwandt ist – und Kresse. Es schmeckt als Kresse-Ersatz auf Butter- oder Quarkbrot und im Salat. Dazu einfach die kleinen Blätter und Blüten von den Stielen zupfen, gut abwaschen und frisch essen.
Gartenschaumkraut besitzt einen hohen Vitamin C-Gehalt, zudem Bitter- und Mineralstoffe, die sich positiv auf den menschlichen Organismus auswirken, ihm wird eine blutreinigende, harntreibende, verdauungs- und durchblutungsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Der Giersch, auch Geißfuß genannt, ist ein robustes und wartungsfreies Dauergemüse. Er hat ein frisches, scharfes Aroma. Die jungen Blätter sammelt mensch am besten von März bis Mai, die Blüten von Juni bis August und Stängel sowie junge Blütensprossen von Mai bis August. Giersch passt als Gewürz zu Kartoffelgerichten oder Salat, in kleinen Dosen ist er eine auch eine Alternative zu Petersilie.
Giersch ist auch als „Vitamin C-Kraut“ bekannt, hat eine entzündungshemmende Wirkung und wird oft bei Gicht eingesetzt.

Gundermann wächst bevorzugt auf Wiesen und Weiden und ähnlich wie Efeu an Gehölzrändern. Er kann fast das ganze Jahr über geerntet werden, da er selbst unter der Schneedecke frische Blättchen treibt. Als Würzkraut ist er eine Bereicherung in jeder Küche.
Die Blätter der Pflanze sind reich an Vitamin C, Kalium und Kieselsäure. Gundermann wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und anregend auf den Stoffwechsel und hilft zudem bei Grippe.
Sein herb-aromatischer Geschmack kann manchem pur zu streng sein, dann lässt er sich gut zusammen mit anderen Kräutern zu Kräuterbutter, Kräuterquark oder in Salaten verarbeiten. Er macht sich aber auch gut in Omelettes, Eintöpfen oder Suppen. Die süßlichen Blüten lassen sich dekorativ und schmackhaft in Süßspeisen verwenden.

Löwenzahn treibt sehr früh aus. Blätter, Blüten und sogar die Wurzel sind essbar. Die weiße Milch, die aus den Stängeln austritt, sollte mensch allerdings nicht verwenden. Geerntet werden kann er von April bis Oktober und in dieser Zeit wächst er auch immer wieder nach.
Die Blätter schmecken leicht bitter und nussig und passen gut zu Salaten, Suppen, Saucen oder aufs Butterbrot. Dünstet mensch sie an, entsteht ein feiner „Spinat“. Am besten werden junge (= helle, feine) Blätter geerntet und das dickere untere Drittel entfernt. Die Löwenzahnblüten kann mensch als essbare Dekoration auf Desserts oder Salaten verwenden. Aus ihnen lässt sich aber auch Gelee, Sirup oder eine Art Honig herstellen. Die Wurzel kann als Tee verwendet werden, aber auch – wie Radieschen – aufs Brot oder in den Salat gegeben werden.
Löwenzahn enthält um ein Vielfaches mehr Vitamin A und C als Kopfsalat und er soll eine blutreinigende und harntreibende Wirkung haben. Er regt die Verdauung an und hilft bei Blähungen.

Büschelweise wächst die Vogelmiere auf Äckern und Brachflächen bis in den Oktober hinein. Sie bringt jährlich fünf Generationen mit je bis zu 20.000 Samen hervor, die jeweils bis zu 60 Jahre keimfähig auf optimale Bedingungen warten können.
Die Vogelmiere enthält aber auch dreimal so viel Kalium und Magnesium, und siebenmal soviel Eisen wie Kopfsalat. Und auch Vitamin A und C sind reichlicher vorhanden. Zudem enthält sie einen hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß.
Der Geschmack ist mild aromatisch und erinnert an Erbsen. Die Blätter passen gut zu Salaten und Suppen. Dazu erntet mensch am besten die jungen Triebspitzen, noch bevor die Pflanzen ihre weißen Blüten bekommen.

Zum Weiterlesen:

Bei der NUA (Natur- und Umweltschutzakademie NRW) gibt’s „55 Wildpflanzen im Portrait“ zum Download.
Und diese Broschüre des BUND Bayern informiert über Acker-Wildkräuter.

Quellen:
https://utopia.de/ratgeber/wildkraeuter-essen-sammeln-bestimmen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildkraut
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflanzen/wildpflanzen/22968.html
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/natur/29764.html
https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Wildkraeuter-erkennen-sammeln-und-verarbeiten,wildkraeuter110.html
https://unkrautgourmet.blogspot.com/2015/04/wildkrautersalat-vom-wegesrand-ein-paar.html

Kultur- und Wildpflanzen – Basics

Die meisten Pflanzen, die wir heute im Garten haben, ob als Blüh- oder Gemüsepflanzen, sind Kulturpflanzen. Der Mensch hat durch Kultivierung und Züchtung in die Entwicklung der Pflanze eingegriffen und somit neue Sorten entstehen lassen. Alle unsere heutigen Sorten wurden aus Wildarten bestimmter Pflanzen gezüchtet. Die Wildformen sind in der Regel nicht so schön oder so ertragreich wie die heutigen Anbauprodukte, kommen aber oft besser mit dem hiesigen Klima zurecht und sind widerständiger gegen Schädlinge und Krankheiten.

Ein Beispiel: Urform vieler Kohlsorten ist der unscheinbare Wildkohl (Brassica oleracea), der an den Atlantikküsten und in Deutschland vor allem auf Helgoland wächst. Je nach Bedarf wurden entweder die Wurzel, die Sprossachse oder die Blätter gezüchtet und es entstanden Blumenkohl, Brokkoli, Wirsing, Rot- und Weißkohl. Beim Blumenkohl wurde z. B. besonders auf die Blüte hin gezüchtet.

Wildpflanzen kommen natürlich vor und wurden nicht durch Zucht verändert. So wie sie in der nicht vom Menschen bearbeiteten Landschaft, in Wald, Wiese oder an Bachufern wachsen, sind sie evolutionär entstanden. Klima und Boden spielen dabei genauso eine Rolle wie Insekten, Vögel und Säugetiere. Wildpflanzen sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Sie sind Lebensgrundlage vieler Tiere und begünstigen sich gegenseitig. Schmetterlinge z. B. benötigen ganz bestimmte Pflanzen, die sich umgekehrt perfekt an diese Bestäuber angepasst haben. Vögel und Säugetiere sind auf heimische Kost und Baumaterialien angewiesen. Im Herbst helfen Nüsse, Samen und Früchte Siebenschläfer, Eichhörnchen und Co., sich für den Winterschlaf/die Winterruhe genügend Fettreserven zuzulegen. Tiere, die im Winter aktiv bleiben, ernähren sich von Hagebutten, Nüssen, Samen und anderen Früchten, Wurzeln und unter dem Schnee weiter wachsendem Blattwerk.

Heimische Wildpflanzen sind außerdem perfekt an das hiesige Wetter angepasst. Sie können im Winter Temperaturen von bis zu minus 30 und im Sommer von bis zu 45 Grad Celsius aushalten. Exoten und gezüchtete Arten sind dagegen oft nicht winterhart und müssen teilweise vor starken Temperaturschwankungen geschützt werden.

In Deutschland sind rund vier Prozent der heimischen Farn- und Blütenpflanzen vom Aussterben bedroht, knapp 30 Prozent als gefährdet eingestuft. Gehen die Wildpflanzen, gehen auch die Tiere. Populationen können sich nicht mehr austauschen und finden nicht genügend Nahrung. Ursachen für diesen Rückgang sind die Zerschneidung der Landschaft (Siedlungsbau, Straßen), die intensive Agrarwirtschaft und die Eindeichung und Begradigung von Flüssen. Aber auch klimatische Veränderungen, Herbizideinsatz und ein zu Viel an Nährstoffen (Kunstdünger) bedrohen die Vielfalt der wildwachsenden Flora.

Inhaltsstoffe

Einen einfachen Kopfsalat und sogar das „Superfood“ Grünkohl stellen Wildkräuter weit in den Schatten: Enthält der Grünkohl etwa 490 Milligramm Kalium pro 100 Gramm, kommt das unscheinbare Gänseblümchen auf 600!
Viele Wildkräuter sind reich an Vitaminen. Brennnessel, Wiesenknopf und Gänse-Fingerkraut enthalten mehr Vitamin C als etwa die Kulturpflanzen Grünkohl, Brokkoli und Rosenkohl.
Ähnlich verhält es sich mit Vitamin A und auch mit dem Eiweißgehalt.

Wegen ihrer vielen Inhaltsstoffe schmecken Wildkräuter aromatischer und würziger als Anbauprodukte und können dabei helfen, Krankheiten zu heilen oder ihnen vorzubeugen. So fördern enthaltene Bitterstoffe eine gesunde Darmflora und schützen vor Pilzbefall. Diese Bitterstoffe sind vor allem in Löwenzahn, Schafgarbe und Gänseblümchen zu finden.
Flavonoide, die gegen freie Radikale schützen, sind z. B. in Frauenmantel oder Wegerich enthalten.
Die Gerbstoffe in Gundermann, Scharbockskraut und Blutweiderich hemmen Entzündungen, Durchfälle und Hauterkrankungen. Daneben sind auch Saponine, Kieselsäure, ätherische Öle und vieles mehr reichlich in Wildkräutern zu finden.

Zum Weiterlesen:
Bei der NUA (Natur- und Umweltschutzakademie NRW) gibt’s „55 Wildpflanzen im Portrait“ zum Download.
Und diese Broschüre des BUND Bayern informiert über Acker-Wildkräuter.

Quellen:
https://utopia.de/ratgeber/wildkraeuter-essen-sammeln-bestimmen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Wildkraut
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflanzen/wildpflanzen/22968.html

KW 37 bis 40 – es wird Herbst auf dem Acker

Am 23. September ist in diesem Jahr kalendarischer und astronomischer Herbstanfang, Tag und Nacht sind genau gleich lang. (Der meteorologische Herbstanfang war ja schon am 1. September, das hilft bei den Wetteraufzeichnungen, um genau vier gleichlange Quartale zu haben).
Am 23.9. ist aber nicht nur Herbstanfang, sondern auch globaler Klimastreik und Earth Night. Zumindest letztere sollte für alle eine Möglichkeit zum Mitmachen bieten: In der Earth Night geht es darum zu versuchen, eine Nacht im Jahr das künstliche Licht ab 22 Uhr ganz abzuschalten oder zumindest so weit wie möglich zu reduzieren. Die Aktion findet immer an dem Freitag im September statt, der maximal nahe am nächsten Neumond liegt. In der Earth Night wird damit auf das immer mehr zunehmende Problem der Lichtverschmutzung hingewiesen. Sinnlos leuchtendes sowie fehlgelenktes Licht ist nicht nur Energieverschwendung, sondern lässt den Sternenhimmel verblassen und macht den Schlaf weniger erholsam. Das künstliche Licht in der Nacht irritiert Pflanzen und führt Vögel auf ihren Zugrouten in die Irre. Es tötet im Sommer Milliarden von Insekten; ganze Ökosysteme geraten wegen des vielen Lichts zur falschen Zeit aus dem Takt. Weitere Infos gibt es z. B. hier.

Aber auch im Herbst schenkt uns unser Acker reichhaltige Ernte:
Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika, Salat, Kürbis, Zucchini, Sellerie, Rote Bete, Mangold, Zwiebeln, Porree, Weiß-, Rot- und Palmkohl. Nicht alles für alle, einiges reicht nur für die ganzen Anteile.

Palmkohl ist eine Kohlsorte, die milder im Geschmack ist als Grünkohl. Auch hier werden die einzelnen Blätter der Pflanze geerntet (die bis zu 3 Meter hoch werden kann!). Er kann auch sehr gut blanchiert und eingefroren werden. Funfact: Früher wurde die lange holzige Sprossachse zur Fabrikation von Spazierstöcken verwendet..

Insgesamt steht noch ‘ne Menge Kohl auf dem Acker: neben Palmkohl auch noch Grünkohl und Wirsing. Außerdem wachsen noch einige Wurzelgemüse: Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln und Schwarzwurzeln.
Die Gemüse in den Folientunneln schwächeln jetzt so langsam, denn die Nachttemperaturen sind schon recht einstellig. Abdul muss abends jetzt die Tore an beiden Tunnels schließen. Aber auch die Tageslichtstunden nehmen rapide ab, und beides zusammen heißt für Paprika, Gurken, Auberginen und Tomaten, dass die Erntezeit so langsam zu Ende geht.

Und weil es ja derzeit keine Videos von Ben gibt, wenigstens ein paar zusammenmontierte Fotos vom Acker:

KW 33 bis 36 – 820 Sonnenstunden, viel Ernte im August und ein paar Boden-Infos

Der diesjährige Sommer ist der sonnenreichste seit Beginn der Aufzeichnung vor mehr als 70 Jahren. Nach den Messungen des Deutschen Wetterdienstes sind bundesweit rund 820 Sonnenstunden in diesem Sommer zusammengekommen, in NRW waren es 785 Std.. Den bisherigen “Rekord” hielt der Sommer 2003 mit bundesweit 793,3 Stunden.

Das deutlich zu trockene und überdurchschnittlich warme und sonnenscheinreiche Wetter ließ die Böden stark austrocknen, ähnlich wie im Dürrejahr 2018. Von der Trockenheit besonders getroffen waren vor allem die Sommerkulturen wie Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben. Auch bei vielen Bäumen und Sträuchern wurde der Trockenstress immer deutlicher sichtbar. Euch ist sicherlich aufgefallen, dass überall die Bäume schon ihre Blätter abwerfen; der Wald neben unserem Acker sieht schon echt herbstlich aus.

Aus einer Pressemitteilung des Dt. Wetterdienstes vom 30. August: “In NRW war der Sommer 19,0 °C (16,3 °C) warm und mit fast 120 l/m² (240 l/m²) erschreckend trocken. Niedrigwasser wurde ein zunehmendes Problem. In der dritten Augustdekade aber folgte dank entfernter Niederschläge in den Alpen am Niederrhein eine leichte Entspannung. 785 Sommersonnenstunden (554 Stunden) gab es seit Messbeginn in diesem Bundesland auch noch nicht.” (Die Zahlen in Klammern sind die Mittelwerte der internationalen Referenzperiode 1961-1990)

Eindeutig ein sichtbares Zeichen der Klimakatastrophe: Hitzerekorde im Norden Deutschlands bis an die Küste, historische Trockenheit im Westen, Niedrigwasser und ausgetrocknete Flussläufe, Blaualgenplagen, zahlreiche Rekordwaldbrände, Trinkwassernotstände – und gleichzeitig auch regionale Starkregenfällen und Überflutungen. Ich hoffe jetzt sehr auf einen regnerischen Herbst und Winter, damit sich die Böden und Wasserspeicher wieder etwas auffüllen können.

Die Ernte auf unserem Acker war im August aber jedenfalls ganz hervorragend. Hier eine kleine Gemüse-Übersicht:
Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika, Rote Bete, Kartoffeln, Salat, Zucchini, Pak Choi, Fenchel, Blumenkohl, Weißkohl, Grünkohl, Staudensellerie und Kräuter (Basilikum, Petersilie).

Zu Gurken, Pak Choi und Tomaten gibts inzwischen auch ein paar Gemüseinfos auf unserer Website.

 

Heute will ich euch ein paar Infos zum Boden geben. Wusstet ihr, dass die Erde unter unseren Füßen ein richtiger Tausendsassa ist?!
– Der Humus im Boden liefert die Nährstoffe dafür, dass Pflanzen gedeihen können.
– Boden filtert das Wasser und macht es zu Trinkwasser.
– Boden reinigt die Luft, nimmt Emmissionen auf und das CO².
– Boden kann sich selbst reinigen (Aufnahmekapazität von Stoffen ist leider begrenzt!).
– Boden ist Speicher für Wasser – und kann Hochwasser vermeiden.
– Boden bietet tausenden von Lebewesen Lebensraum.

Ein paar Infos zu diesen Lebewesen und den Nahrungsketten im Boden:  Lebensraum Boden

KW 24 – von zart bis hart

Der letzte Arbeitseinsatz war fantastisch, viele Solawistas haben viel gejätet. Ganz großes Lob!

Der Wochenrückblick ist diesmal wieder richtig lang und ausführlich. Ben erklärt z. B., wann und warum wie geerntet wird (am Beispiel Salat):
500 – 600 Pflanzen werden ausgesät. In der 1. Erntewoche ist der Salat noch nicht ganz ausgereift, in der 2. Woche fast optimal, in der 3. Woche optimal und in der 4. Woche etwas “drüber”. Wenn die Gärtner aber mit der Ernte warten würden, bis alle Pflanzen den optimalen Reifegrad haben, könnte nur 1mal geerntet werden, in der Folgewoche wäre dann schon alles “drüber”. Und bei mur einer Ernte ist es gleich eigentlich wieder zu viel auf einmal. Also besser von zart bis hart. Also kann auch mal eine Frühlingszwiebel schon etwas holzig sein.

Dienstag ist “Kleinigkeitentag” – was passiert da alles so?
– Freilandtomaten pflanzen
– Wege freimachen
– Radieschen und Rote Bete freilegen
– Franzosenkraut muss raus, ansonsten zwischen den Kulturen noch ein bisschen frei machen
– über einige Flächen “drübertreckern”, die schon frei sind, weil da Salate standen, die schon abgeerntet wurden. Und da kommen wieder Salate hin, die ja im Gewächshaus auch schon ausgesät wurden.

Am Mittwoch werden afghanische Tomaten (also aus Saatgut aus Abduls Heimat) ins Freiland gepflanzt, dazwischen ein Bewässerungsgraben geschippt;
Rotkohl gepflanzt und Möhren gesät.

Donnerstag: ist eigentlich Feiertag, die Gärtner und einige Solawistas sind trotzdem fleißig. Meldung aus dem Zucchinibeet: Da sind schon richtig große Zucchinis drin, nächste Woche geht die Ernte los (diese Woche sind noch nicht genügend reife Zucchinis für alle da). Palmkohl wird auf Acker II gepflanzt. Schwarzwurzeln und Fenchel kommen wunderbar, der Spitzkohl beginnt, Köpfe zu bilden.

Freitag: Erntetag. Der Romanosalat: ist perfekt, fast schon drüber; außerdem gibts Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und kleine Basilikumpflänzchen zum Zuhause einpflanzen.

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KW 21- Der Acker füllt sich

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Beide Folientunnel sehen sehr gut aus, FT 1 – Auberginen, Paprika und Gurken. Bei den Auberginen sind schon die ersten Mini-Fruchtansätze zu sehen, und bei den Spitzpaprika gibts sogar schon fast fertige Früchte (das sind allerdings die zugekauften, und die hatten ja schon kleine Früchte, als sie in den Folientunnel gezogen sind). Im FT 2 kann man jetzt sehr schön die unterschiedlichen Sorten Tomaten erkennen.

5 Paletten Rote Bete = 5 mal 77 Pflänzchen = 3 Reihen auf dem Acker.
Außerdem wird der Paprikamix ausgepflanzt – das, was die Ameisen übergelassen haben, kommt nun auf den Acker. Vorletztes Jahr hat es außerhalb des Folientunnels mal gut funktioniert, das war ein sehr warmes und trockenes Jahr. Letztes Jahr dagegen hat es zu viel geregnet, da sind die Früchte schon an der Pflanze verschimmelt. Schauen wir mal, wie es dieses Jahr wird …

Letzten Freitag wurde das GWH dann komplett leer gemacht, die übriggebliebenen Tomaten getopft. Das, was noch aufs Feld soll (also hauptsächlich Kohl), ist mit den Tischen aus dem GWH nach draußen gebracht worden und wächst jetzt draußen in den Paletten so lange weiter, bis alles ausgepflanzt wird.

KW 20 – Kohl und Regen

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Es hat geregnet, es ist noch Platz auf dem Acker – beste Voraussetzungen, in dieser Woche die restliche freie Fläche zu bestücken. Grün-, Weiß-, Blumenkohl und Brokkoli, außerdem Fenchel, Porree und Rote Bete kommen aufs Feld.

Und die ersten Erdbeeren sind reif – bald können wir bei den Ackereinsätzen in den Pausen wieder naschen gehen 🙂

Die Unwetter Donnerstag und Freitag haben zum Glück unseren Acker verschont, am Donnerstag gab es aber ziemlich heftigen Regen. In den letzten 8 Wochen hat es insgesamt nur 4 mal geregnet – davon waren 3 mal Starkregen! Normal is das nich 🙁

Und am Freitag wurde die erste Ernte der Saison geliefert: Pak Choi, Salat, Schnittlauch, Radieschen und Pfefferminze.

Gemüseinfo Pak Choi:

kleiner Kopf Pak ChoiPak Choi gehört zu den Kohlgewächsen und ist auch als Paksoi, Pok Choi oder Pak Choy bekannt. Im Deutschen nennt er sich Senf- oder Blätterkohl. Pak Choi und wird sehr häufig in der asiatischen Küche verwendet. Bei uns ist häufig die Pak Choi-Sorte Tat Soi mit sehr dunklen Blättern und recht intensivem Geschmack zu finden, weil sie besonders tolerant gegenüber Kälte ist.

Pak Choi bildet lockere Köpfe mit weißen Stielen und grünen Blättern. Beides kann gegessen werden. Optisch erinnert Pak Choi ein wenig an Mangold, unterscheidet sich aber geschmacklich deutlich. Die weißen Stiele besitzen eine ganz leichte Schärfe mit leicht senfigem Eigengeschmack, die besonders gut in asiatischen Gerichten zur Geltung kommt. Sehr beliebt ist Pak Choi daher als Zutat in scharf angebratenen Wok-Gerichten, aber auch als Zutat in Gemüsesuppen, im Ofen überbacken oder roh als Salat schmeckt er hervorragend.
Pak Choi hat mit etwa 20 kcal pro 100 g nicht viele Kalorien, aber er enthält er viel Kalium, Calcium, Vitamin C und Carotin. Und die Senföle im Kohl haben eine keimtötende und reinigende Wirkung.
Pak Choi sollte möglichst rasch verbraucht werden. Im Kühlschrank hält er sich etwa eine Woche, dazu am besten in ein feuchtes Tuch einwickeln.

Zubereitung
In Streifen schneiden, halbieren oder doch ganz lassen? Und was ist mit den Blättern? Wer Pak Choi zum ersten Mal zubereitet, stellt sich vermutlich einige Fragen:  Vor der Verarbeitung zunächst den holzigen Strunk und eventuell auch die äußeren Blätter abschneiden. Gut waschen und Blätter und Stiele separat voneinander klein schneiden.

Die Stiele brauchen deutlich länger als die Blätter, bis sie gar sind, deshalb die Stiele immer zuerst braten oder kochen, sie benötigen etwa vier Minuten (bissfest). Die Blätter erst ganz zum Schluss dazugeben. Sie müssen nur kurz zusammenfallen und sind bereits nach ein bis zwei Minuten fertig.
Pak Choi bereitet man häufig im Wok zu, denn der ermöglicht eine gleichmäßige Hitzeverteilung und das Gemüse bleibt schön knackig. Im Wok sind meist noch viele andere Gemüse mit dabei, daher wird der Pak Choi aufgrund seiner kurzen Garzeit erst am Schluss dazugegeben.
Aber Pak Choi lässt sich genauso gut auch in der Pfanne zubereiten. Einfach in Öl anbraten und nach Belieben asiatisch würzen, etwa mit Koriander, Ingwer, Zitronengras und Sojasoße. Für eine Gemüsesuppe den Pak Choi ebenfalls zunächst anbraten. Dann mit Brühe auffüllen, nach Belieben würzen.

Alternativ lässt sich Pak Choi ähnlich wie Spinat oder Mangold zubereiten. Dazu den Kohl kurz andünsten oder mit einigen Zwiebelwürfeln anbraten. So lässt sich der Kohl auch gut weiterverarbeiten, z. B. mit Kartoffeln und (Soja-)Hack zu einem Auflauf – oder nach dem Anbraten in Sesam- oder Haselnussöl schwenken und mit Sojasauce und Honig abschmecken.

Beim Blanchieren die Blätter separat für nur 2 Minuten und die Stiele für ca. 4 Minuten ins Kochwasser geben; im Ganzen blanchiert braucht der Kohl ca. 3 Minuten, dann ist der Stiel recht knackig, die Blätter jedoch schon sehr weich.

Pak Choi schmeckt auch roh im Salat: Blätter und Stiele klein schneiden, nach Belieben mit weiteren Gemüsesorten kombinieren und nach Geschmack verfeinern, z. B. mit kleingeschnittenen Tomaten und einem fruchtigen Salatdressing, einer klassischen Vinaigrette mariniert oder asiatisch mit Sesamöl.