Was waren das wieder für Stürme in den letzten Tagen! Und alle von uns, die schon länger dabei sind, haben feste – und erfolgreich! – alle verfügbaren Däumchen gedrückt, dass unsere beiden Folientunnel das alles überstehen. Und TADAAA – bis auf ein paar kleine Macken haben sie es beide gut überstanden
!!! Und die kleineren Schäden an Toren und Folie haben Christine und Horst aus Xanten am Dienstag gleich in 5-stündiger Kleinarbeit mit viel “Brutal Deltaband” vorerst repariert. Danke nach Xanten!!! Peter und Horst werden am Samstag mal eine Bestandsaufnahme auf dem Acker machen, und dann schauen wir, was beim nächsten Arbeitseinsatz so zu tun sein wird.
Und wie gut, dass unsere Gewächshäuser die Stürme gut
überstanden haben, denn Maik ist weiter fleißig und das erste GWH ist schon halb mit Salat bepflanzt; die erste Ernte kann also voraussichtlich Mitte April verteilt werden. Die Anbau- und Erntephase verlängert sich durch diese Investition um mindestens zwei Monate.
Noch ein paar Worte zum kommenden Arbeitseinsatz: Der Abholraum auf dem Tinthof sollte vor Beginn der Erntesaison einmal gründlich aufgeräumt und gesäubert, vielleicht auch gestrichen werden; auf dem Acker ist auch noch einiges aufzuräumen, der Bauwagen braucht eine neue Treppe und Aufbewahrungsmöglichkeiten für Gärtner*innen-Werkzeug, Netze müssen ordentlich zusammengelegt werden … Es ist genug zu tun, auch wenn auf dem Acker noch nicht so viel wächst. (Keine Sorge, das Unkrautjäten wird uns noch früh genug ereilen ). Wann der erste Arbeitseinsatz stattfindet, teilen wir euch rechtzeitig über den Hofbrief mit.

Der Spinat im Freiland wächst auch schon prima!
Was gibt’s sonst noch? In den nächsten Tagen finden zwei Infoveranstaltungen statt. Falls ihr also jemanden kennt, der Interesse an unserer Solawi hat und mehr wissen will: am 27. März in der VHS Moers (Wilhelm-Schroeder-Straße 10, 1.OG, „Wohnzimmer”) um 18:30 Uhr und am 10. April in Duisburg (Praxis Sabine Finkelmeier, Fuldastrasse 17, 1. Etage, 47051 DU (hinterm Stadttheater) um 19 Uhr. Es sind immer noch Anteile zu vergeben, Werbung machen lohnt sich also weiterhin.
Im Hofbrief KW 8 hatte ich ja schon etwas zu Zeelink geschrieben: Nun ist es offiziell – wir müssen uns in diesem Jahr tatsächlich keine Gedanken machen! Sehr wahrscheinlich wird das Pipeline-Rohr erst im Frühjahr 2020 auf einem Teil unseres Ackers verlegt, und selbst wenn es doch noch in 2019 passieren sollte, wird es mindestens November. Und der Bereich unserer Gewächshäuser ist so oder so nicht betroffen. Und für 2020 überlegen wir mit den Hülsermanns, wohin wir ausweichen können.
Inzwischen sind bei der Klima Challenge Ruhr die ersten Spieltage vergangen. Wir gehören nicht zu den absoluten “Top-Scorern” – unser Punktekonto wächst aber auch stetig. Außer der Registrierung benötigt ihr ein Handy/Smartphone mit Kamera, weil so ein Post mit einem Foto versehen sein muss. Und das kann man am einfachsten direkt bei einer klimafreundlichen Aktion machen. In drei der Kategorien sind die möglichen Aktionen schon vorgegeben (z. B. “Ich habe die Raumtemperatur runtergeregelt”, Ich habe stoßgelüftet”, “Ich habe regionale/saisonale Lebensmittel gekauft” oder “Ich bin mit dem ÖPNV gefahren”), in der Kategorie Inspiration kann dann alles mögliche mit Freitext und entsprechendem Foto gepostet werden (sehr wichtige klimafreundliche Maßnahme z. B. Verzicht auf Fleisch- und Milchprodukte). Bis zum 6. April lohnt sich wirklich jeder Post. Und postet ruhig das, was ihr täglich macht, auch täglich neu. 🙂
Und zum Schluss noch ein weiterer Veranstaltungshinweis:
“Hambacher Wald und Dörfer erhalten – Kohlekompromiss einhalten”
am 02. April 2019, um 19 Uhr, im Grammatikoff, Dellplatz/Ecke Goldstraße, Eintritt frei
Talkshow mit anschließender Diskussion mit Antje Grothus, dem Gesicht des Widerstands im Hambacher Forst und Mitglied der sog. „Kohlekommission“ (Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“/ Interessenvertreterin der Region und betroffener Menschen im Rheinischen Braunkohlenrevier). Duisburger Schüler*innen der Bewegung Fridays for Future haben ihre Teilnahme ebenfalls zugesagt, sie werden ein Statement abgeben.

Maik ist jedenfalls schon sehr fleißig: Er hat gehackt, gegraben und Löcher gestopft (die Gräben bei den Gewächshäusern), die Netze alleine über’n Acker gezerrt, die Motorhacke gereinigt und leergefahren und einen Komposthaufen angelegt. Oh, und die Stangen aus dem Boden geholt und Plastik und Metall vo
m Acker geräumt, damit er bald umgebrochen werden kann für die kommende Saison. Das Gewächshaus, in dem die Tomaten letztes Jahr waren, ist auch schon vorbereitet und die mehrjährigen Kräuter an die Ränder versetzt. Die ersten Pflänzchen und Saatgut sind bestellt (Salat, Radieschen und Kohlrabi für die Folientunnel und
Spinatsaat fürs Freiland) und sollen diese Woche kommen.
kleinen Teich neben dem Bauwagen angelegt – auf dass die Libellen und Frösche kommen mögen.
Eine weitere gute Neuigkeit: Wir haben jetzt ein Kompostklo! Für kleines Geld angeboten worden als Reaktion auf die Presseartikel (NRZ, Rheinische Post) nach unserer Veranstaltung am 19. Januar. Jetzt müssen wir “nur noch” überlegen, wo das am besten aufgestellt und wie die Entsorgung geregelt werden kann.

Peter begrüßte rund 40 Solawistas und Interessierte zur Versammlung und begann mit einem Rückblick auf unser zweites Wirtschaftsjahr. Wir konnten unseren Folientunnel reparieren, zwei kleinere aus dem einen vom Sturm zerstörten machen und mit neuer Folie versehen. Auch die Wasserversorgung konnten wir wieder sicherstellen. So wurde trotz Dürre und Sandflöhen eine gute Ernte eingebracht mit über 34 verschiedenen Sorten Kräutern und Gemüse.
es vergangenen Jahres gestiegene regelmäßige Mithilfe auf dem Acker. Auch hat er wieder sehr viel dazugelernt und in den Abläufen verbessert, so dass er im kommenden Jahr weiter optimieren kann.
Als zweiter Punkt stand die Planung für das kommende Wirtschaftsjahr auf der Tagesordnung. Christine, die im vergangenen Jahr neu zum Orga-Team stieß, stellte die Finanzplanung vor: Die monatlichen Kosten bleiben stabil bei 75 € für einen ganzen bzw. 40 € für einen halben Anteil.
könnten, ist damit zumindest die Weiterbeschäftigung von Maik im bisherigen Rahmen möglich. Allerdings haben wir im letzten Jahr schon feststellen müssen, dass ein Gärtner mit einer 60-Prozent-Stelle nicht alleine mit allen anfallenden Arbeiten fertig werden kann. Maik hat eine Menge Überstunden gemacht!!! Also werden zusätzlich Aushilfskräfte benötigt, für die aber bei 35 Anteilen kein Geld da ist, ebenso wie für eine Aufstockung der Gärtnerstunden.
Damit kam Christine zum Punkt „Was planen wir für 2019“:
Nach einer kleinen Pause mit Getränken und mitgebrachten Knabbereien gab es Zeit und Raum, in drei Themengruppen Ideen und Vorschläge einzubringen. Moderiert von Peter, Rainer, Jens und Regina konnten alle Solawistas sich mit den Themen ‘Praktisches auf dem Acker’, ‘Kritik/Selbstkritik’ und ‘Verteilung’ befassen. Es entwickelten sich lebhafte Diskussionen und viele Vorschläge wurden zu Papier gebracht. Alle Ideen und konkreten Vorschläge werden nun vom Orga-Team ausgewertet und in den nächsten Wochen über den Hofbrief allen Solawistas bekannt gemacht.
Drückt also die Daumen, dass die Herbststürme noch ein bisschen auf sich warten lassen 😉 Jedenfalls sind wir mächtig erleichtert, dass wir zumindest einen Tunnel winterfest gemacht haben. In dem wachsen übrigens momentan noch richtig viele Tomaten.