KW 34 – Der Herbst klopft an

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Die Arbeit auf dem Acker und in den Folientunneln wird merklich weniger, die Gärtner können es so langsam ein wenig entspannter angehen lassen. Trotzdem: Die Herbstauspflanzung geht weiter, der Weißkohl kommt in sein Quartier.

Und geerntet werden muss natürlich auch. Es gibt viele – leider noch grüne – Paprika, viele Gurken und Auberginen. Im Folientunnel reifen auch weiterhin die Tomaten, auch wenn wegen der Krautfäule kaum noch Blätter an den Pflanzen sind. Der Salat aus dem Freiland ist auch wieder erntereif, aber so langsam fängt auch der an, sich über die niedrigen Temperaturen und die Feuchtigkeit zu beschweren. Die nächste Anzucht kommt dann wohl wieder, wie im Frühjahr, in einen der Folientunnels.

Nächste Woche wird dann wohl auch der Grünkohl geerntet, der prächtigst wächt. Eigentlich zu früh, er könnte auch noch bis Ende September/Anfang Oktober stehen bleiben. Aber: wenn er noch stehen bleibt, wird sich die weiße Fliege draufstürzen …

Zum gemeinsamen Ackereinsatz am Samstag trafen sich diesmal nur sehr wenige Teilnehmer:innen. In den Regenpausen haben wir es aber wenigstens geschafft, die Salatreihen durchzujäten – der Acker war sehr nass und matschig. Und die Paprika und Auberginen im Folientunnel haben jetzt auch wieder mehr Platz.

 

KW 33 – Kohl ins Beet

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In dieser Woche wurden nochmal viele selbst gezogene Jungpflanzen ausgepflanzt: Spitz- und Blumenkohl, Weißkohl und Wirsing, dazu Lauchzwiebeln und Romanasalat.
An den Paprika im Folientunnel sind jede Menge Früchte – die sind aber alle leider noch grün, nur an der ein oder anderen zeigt sich das erste bisschen gelb. Es dauert also noch, bis die geerntet werden. Die Spitzpaprika im Freiland wachsen allerdings längst nicht gut – es ist einfach zu kalt 🙁

Im anderen Folientunnel gab es diese Woche intensive Tomatenpflege, um die Krautfäule einigermaßen unter Kontrolle zu halten und so lange wie möglich ernten zu können.

Leider haben wir die Krautfäule auch in den Kartoffeln, die außerdem vom Kartoffelkäfer “besucht” werden – die Krtoffelernte wird sehr mager ausfallen dieses Jahr.

Es ist halt immer irgendwas – zu trocken, zu nass, zu heiß, zu kalt … Gibt es für Gärtner*innen eigentlich ein perfektes Gartenjahr?

KW 32 – Krautfäule-Alarm

… in diesem Video zähle ich 8 Swinella-Kinder …

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Es gibt weiterhin gute Ernte (Zucchinis, Auberginen, Gurken, Zwiebeln und Lauchzwiebeln, Salat, Stangensellerie, Tomaten) – aber leider auch eine schlechte Nachricht:

Die Krautfäule hat sich in unseren Tomaten breit gemacht – und die macht nicht vor den Blättern Halt, sondern greift auch die Tomaten an. Leider kann man dagegen nicht viel machen, wenn man nicht mit Mengen an Chemie arbeiten will. Abdul & Ben werden versuchen, das einigermaßen in Schach zu halten und die befallenen Blätter/Stängel/Früchte rauszuschneiden.

Aus gegebenem Anlass heute also ein paar Infos zu dieser Pflanzenkrankheit:

die durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht wird und sich nur sehr schwer bekämpfen lässt. Der Parasit gelangte im Winter 1843/44 aus Nordamerika, wo er 1843 erstmals aufgetreten war, mit infizierten Kartoffeln nach Flandern. Hier blieb er zunächst unbemerkt. Der Befall von Kartoffeln verursachte 1845 bis 1849 eine Hungersnot in Irland und auch andernorts in Europa, zum Beispiel in Luxemburg.

Wenn der Sommer regnerisch ist – manchmal genügt auch ein etwas länger anhaltender Regenschauer – zeigen sich zunächst an den Blättern, später auch an den Trieben und Früchten die charakteristischen Symptome für die Braun- und Krautfäule, die an fast allen Nachtschattengewächsen auftreten kann.
Feuchtes Wetter bei Temperaturen um 15 Grad Celsius begünstigt eine Infektion. Die Blätter von Tomaten- und anderen anfälligen Gartenpflanzen können dann nicht schnell genug abtrocknen. An den nassen Blättern haften die auch durch Wind oder Insekten übertragbaren Sporen an den Blättern und dringen durch kleinste natürliche Öffnungen oder Verletzungen ein.

Unter Kraut- und Braunfäule leidet die ganze Pflanze: Auf Laub, Trieben und Stängeln bilden sich braun-schwarze Flecken. Im Verlauf werden die Blätter schwarz, beginnen zu welken, vertrocknen und sterben ab. An den Tomaten bilden sich ebenfalls bräunlich-schwarze Flecken, sie werden dann hart und faulen ab.

Den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule kann nur verzögert, nicht komplett verhindert werden. Generell sollte Folgendes beachtet werden:

  • Nur ein starker Rückschnitt kann befallene Pflanzen in einem frühen Stadium retten.
  • Tomatenpflanzen sollten nicht zu eng nebeneinander stehen: Knapp 70 Zentimeter Abstand sind gut, damit sich die Blätter nicht berühren können.
  • Befallene Blätter und Früchte sofort entfernen und entsorgen.
  • Tomaten sollten dicht am Boden gegossen werden. So wird verhindert, dass Spritzwasser an die Blätter gelangt.
  • Die untersten Tomatenblätter ganz ausbrechen, so kann kein Wasser an die empfindlichen Blätter gelangen.

Der Pilz überwintert im Boden oder in Pflanzenresten, so dass nach einer Erkrankung im Folgejahr eine weitere Infektion möglich ist. Wer Kübel und Tomatenstangen oder andere Rankhilfen aus dem Vorjahr erneut für Tomaten verwenden möchte, sollte diese im Frühling daher gründlich reinigen, z.B. mit kochendem Wasser.

Tomaten stärken
Ab Mitte Juni sollten die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden.
Vorbeugend kann dreimal wöchentlich mit Tee aus Ackerschachtelhalm gespritzt werden. (5 Gramm getrockneten Ackerschachtelhalm pro Liter Wasser, mit kochendem Wasser übergießen und 5 – 10 Min. ziehen lassen.) Vollständig abkühlen lassen und die Pflanzen mehrmals pro Woche mit dem unverdünnten Teeaufguss einsprühen. Kurz vor der Ernte jedoch nicht mehr besprühen, da sich der Geschmack der Tomate dadurch verändert.
Auch ein Bestäuben der Pflanze mit Algenkalk oder Gesteinsmehl ist sinnvoll, dadurch wird der Pilz daran gehindert, über das Blatt einzudringen.

Es gibt leider keine Tomatensorten, die überhaupt nicht an der Braun- und Krautfäule er-kranken können; einige Sorten sind allerdings widerstandsfähiger als andere. Dazu gehö-ren unter anderem “Philovita”, “De Berao”, “Harzfeuer” und “Phantasia”.
Wichtig: Da auch Kartoffeln befallen werden, sollten diese beiden Pflanzen nie nebenein-ander wachsen.

Ist der Befall fortgeschritten, hilft nur noch eins: nicht befallene Früchte ernten und die gesamte, erkrankte Tomatenpflanze entsorgen. Sie ist nicht mehr zu retten. Grüne Tomaten reifen aber nach, wenn sie gesund geblieben sind.

Tomaten nachreifen
Tomaten möchten es beim Wachstum und bei der Reifung warm haben. Wenn nachts die Temperaturen im Herbst regelmäßig unter 12 °C sinken, werden die Früchte nicht mehr rot. Deshalb ist es wichtig, mit der Ernte der grünen Tomaten nicht zu lange zu warten. Die kompletten Tomatenrispen mit der Schere abschneiden – so werden die Früchte nicht beschädigt und  sie sind länger lagerfähig. Der Stiel sorgt beim Reifeprozess zusätzlich für ein intensives Tomatenaroma. Blätter sollten allerdings entfernt werden, die Tomaten werden sonst schrumpelig.

Für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 16 und 25 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 % relative Luftfeuchte) optimal. Als Lagerort eignet sich z. B.  ein warmer Keller, da Licht für die Reifung nicht notwendig ist. Die Tomaten müssen aber regelmäßig kontrolliert und beschädigte Früchte aussortiert werden. In jedem Fall sorgsam mit den Früchten umgehen, denn Druckstellen und Risse in der Haut können zu Fäulnis führen. Wie lange es dauert, bis die grünen Tomaten reif sind, hängt von der Sorte und dem Lagerort ab. Je kühler es ist, desto länger brauchen die Tomaten um nachzureifen.

Drei Möglichkeiten zur Lagerung von grünen Tomaten:
1. Eine komplette Tomatenpflanze einfach kurz über den Boden abschneiden oder die Pflanze mitsamt der Wurzel entnehmen. Die Pflanzen entblättern und kopfüber an einem warmen und dunklen Platz aufhängen. (Alternativ, wenn kein dunkler Platz vorhanden: die Tomaten in Packpapier einwickeln). Die Früchte entwickeln Reifegase, die unter Papier oder in einem anderen Behältnis gestaut werden. Das beschleunigt den Reifeprozess.
2. Eine kleine Menge an grün gepflückten Tomaten lässt sich gut in Packpapier wickeln. Die eingepackten Tomaten in Plastiktüten stecken, die mit Löchern versehen sind und die Beutel an einem warmen Ort legen. Auch eine Schüssel (mit Teller abdecken) eignet sich für die Aufbewahrung. Die Tomaten werden auch schneller rot, wenn ein Apfel dazugelegt wird, da Äpfel das Reifegas Äthylen verströmen.
3. Schonend und schnell reifen Tomaten in Tongefäßen. Ein sauberer Ton-, Römertopf oder eine Tajine vorab einige Stunden wässern, dann die sauberen trockenen Früchte in die Tongefäße legen. Den Tontopf am besten mit einem Tonuntersetzer abdecken. Wasser in die Mulde des Untersetzers/in den Deckel des Römertopfes/der Tajine füllen. Nach und nach verdunstet das Wasser und erhöht so die Luftfeuchte. Wasser regelmäßig kontrollieren und nachfüllen. An einem warmen Platz im Wohnraum werden die Tomaten schnell rot und schmecken wie sonnengereift.

KW 31 – Übern Berg im August

Ein kleiner Rückblick Anfang August:
Das Frühjahr war sehr kalt – alles ging 4 Wochen später los.
Der Regen, den wir uns in den letzten 3 Jahren oft gewünscht haben, der kommt dieses Jahr gleich dreimal … Es gab bislang dieses Jahr 40 % mehr Niederschlag als in den letzten Jahren – was auf dem Feld nicht ganz so gut ist, da das sehr viel Pflege bedeutet (denn das Beikraut wächst halt auch wie dolle).
Und es fehlen jetzt im Sommer die höheren Temperaturen, weil die für eine gue und reichliche Ernte sorgen.

Aber jetzt ist August und wir hoffen auf den goldenen Herbst. Auf den freien Flächen wird auf jeden Fall noch was ausgebracht – Ben & Co “pokern” ein wenig, dass September und Oktober ein “goldener” Herbst werden könnte, und die Plfanzen noch genug Sonne und Wärme bekommen, dass sie reifen.

 5 leere Multiplatten = 5 Reihen Salat – 2 mal Lollo Bionda, 3 mal Lollo Rosso
5 weitere leere Multiplatten = 5 Reihen  rote Bete
Der Romanasalat wird in ca 2 Wochen ausgepflanzt
Der Porree wächst wieder so gut, dass die Gärtner bald über die 2. Ernte nachdenken können – im Gegensatz zum Mangold, der dieses Jahr gar nicht gut nachwächst.
Bei den Tomaten werden jetzt immer mehr rot (bzw. gelb, je nach Sorte) – und es gibt Sorten wie “Moneymaker”, die richtig viele Früchte tragen, und andere, die nicht so gut tragen. Merken wir uns fürs nächste Jahr 😉
Rot-, Wirsing- und Rosenkohl fangen so langsam an, feste Köpfe zu bilden.

Ach ja, und die Wespenspinnen hatten Herrenbesuch …

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KW 30 – Wespenspinnen

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Die Tomaten werden so langsam endlich reif, vielleicht gibt es nächste Woche die erste Ernte. Letztes Jahr haben wir mit der Tomatenernte schon Mitte Juli begonnen…
Es wird eine gute Zwiebelernte geben, aber auch bis dahin dauert es noch ein paar Wochen.

Auf dem Acker sind alle Quartiere für die 2. Jahreshälfte vorbereitet, die vorgezogenen Pflänzchen können bald ausgepflanzt werden.

(Mindestens) drei Wespenspinnen haben sich auf unserem Acker in der Pfefferminze ihre Netze gebaut (externer Link zu Wikipedia)

Und Swinella ist Mama geworden und im Stall laufen 5(?) süße kleine Ferkelchen rum.

KW 29 – Fette Ernte mit Sau und eine Toilette im Grünen

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In der KW 29 werden Spitz-, Weiß-, Blumenkohl, Wirsing und Salat ausgesät. Wenn das gut klappt mit dem Kohl, können wir nächstes Jahr komplett eigene Aussaat machen und müssen keine Jungpflanzen kaufen.

Durch den vielen Regen dieses Jahr ist die Arbeit jetzt im Sommer schon etwas stressiger als normal. Inzwischen wird ja an 2 Tagen die Woche geerntet, das bedeutet, dass für alle Pflegearbeiten nur 3 Tage Zeit ist. Normalerweise kann man im Sommer einmal das Beikraut wegmachen und hat dann ungefähr 3 Wochen Ruhe, bis man wieder durch muss – das ist dieses Jahr leider nicht so.

Eine Besonderheit: Auf dem “Pipelineland” hat Christian Hülsermann Nutzhanf ausgesät. Der Hanf kann 3 m tief wurzeln und so den durch die Baumaschinen total verdichteten Boden wieder auflockern und verbessern. Hanf ist übrigens eine der ältesten Kulturpflanzen (-> https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzhanf),  z. B. kann aus den Früchten sehr gesundes Öl gepresst werden, die Fasern lassen sich zu Stoffen spinnen.

 

KW 28 – RegenRegenRegen

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 Diese Woche ist auch auf unserem Acker eine ganze Menge Regen runtergekommen – aber zum Glück haben wir keine Ernteschäden zu beklagen. Der Boden ist allerdings sehr nass – und Wärme+Wasser heißt natürlich auch, dass außer dem Gemüse auch das Beikraut wächst.

Diese Woche wurde hauptsächlich in  den Folientunneln und im Gewächshaus gearbeitet. Salat (Lollo Rosso, Lollo Bionda), rote Bete und Winterzwiebeln wurden ausgesät; die
Saaten für den Herbst/die 2. Jahreshälfte sind bestellt: Spitz-, Weiß- und Blumenkohl, Wirsing, Eisberg- und Romanasalat.

Die Paprika im Folientunnel tragen die ersten Früchte und müssen jetzt bald gestützt werden, damit sie nicht umkippen.
An den Tomatenpflanzen sind schon viele viele Früchte, die müssen jetzt aber noch Farbe bekommen. Wärme und Sonne wären jetzt fein.

Am Donnerstag war es zum Glück trocken, das hilft sehr bei der Ernte. Diese Woche wurden 150 Zucchini, 93 kg Kohlrabi,60 kg rote Bete und 250 Fenchel geerntet., dazu kommen 40 Auberginen, 110 Gurken, 150 Bund Zwiebeln und Kräutersträuße aus Schnittlauch, Basikikum, Minze und Bohnenkraut.

 

KW 25/26 – Erntesommer

Diesmal gibt’s ein richtig langes Video, gleich für 2 Wochen,denn auch Gärtner brauchen mal Urlaub 😉

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In der KW 25 wurden z. B. das 2. Mal Radieschen ausgesät (am Johannitag) und der nachgesäte Kohlrabi in den Saat-Multiplatten vereinzelt.

Mangold und Rote Bete brauchen auch nicht mehr allzulange, bis sie erntereif sind. Und die Blattläuse haben dieses Jahr die Dicken Bohnen verschont – das gibt eine richtig gute Ernte dieses Jahr 🙂

Nicht so toll: Das Franzosenkraut gewinnt 🙁 Das Wetter in der letzten Zeit begünstigt ja leider nicht nur unsere Kulturen, sondern auch das lästige Beikraut. Die Distelanzahl dieses Jahr ist zum Glück ziemlich zurückgegangen, aber das Franzosenkraut (externer Link zu Wikipedia) breitet sich dafür üppigst aus. Wie Ben im letzten Jahr in seinem Video zu den Superkräften der Wildkräuter schon gesagt hat: “Superkraft: breitflächige Aussaat. 1 blühendes Franzosenkraut = ca. 1 qm Aussaat.” Für den nächsten gemeinsamen Ackereinsatz am 10. Juli (wie immer ab 10 Uhr und ab Mittags dann mit veganer Feldküche)  ist die Arbeitsaufgabe also klar. Die veganane Feldküche der Solawi ist übrigens auch bei Facebook: https://www.facebook.com/Vegane-Feldküche-der-Solawi-Niederrhein-104160975240921 Und da findet ihr dann auch Rezeptideen zu denGemüsen aus der wöchentlichen Ernte.

Die Ernten werden nun wieder sehr viel
größer und reichhaltiger. Am 25.6. wurden z. B. 150 Brokkoli, 100 Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Salat, Zucchini, Gurke und Basilikum (Thai- und Genovese-) geerntet. Und am 2. Juli kamen dann auch noch Kohlrabi und die ersten Auberginen dazu.

Ben hat dann jetzt mal 1 Woche Urlaub vom Acker gemacht. Und hat so glatt das Eintreffen unseres Treckers verpasst. Denn – tadaaa – er ist da!

Ab jetzt kein Schieben der Ernte-Transportkarre mehr mit reiner Muskelkraft. Und den Gärtnern wird sicherlich dies&das&jenes einfallen, was sich mit Hilfe des Treckerchens viel leichter, schneller und rückenschonender erledigen lässt…

KW 24 – Es ist heiß!

Auf dem Acker und in den Folientunnels wird trotz der Hitze fleißig gearbeitet. Die Tomaten müssen hochgebunden und ausgegeizt werden, das Beikraut wächst mindestens genauso gut wie unsere Kulturen – und am Freitag muss dann ja auch noch geerntet werden:

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Am kommenden Samstag findet der nächste Ackereinsatz statt, wie immer ab 10 Uhr. Und im Anschluss die vegane Feldküche – wie immer für alle Interessierten und Neugierigen offen. Und es gibt bestimmt noch jede Menge reife Erdbeeren zum Selberpflücken.

Diese Woche klappt es noch nicht, aber nächste Woche kommt dann auch endlich unser Trecker mit Anhänger – genau zur richtigen Zeit, denn ab jetzt geht’s in die Vollen mit der Ernte.

KW 23 – Salat, Salat, Salat …

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Wildkraut, Wildkraut, Wildkraut – das ist jetzt die Hauptarbeit auf dem Acker. Alles wächst gut, an den Tomaten sind schon die ersten Blüten und sie müssen auch so langsam angebunden werden. Auch an den Auberginen, Gurken und Zucchini gibt’s die ersten Blüten.

 

 

 

 

Im Folientunnel kann man momentan nur noch morgens arbeiten, ab 10 Uhr wird es darin inzwischen unerträglich heiß. Aber auch auf dem Acker ist die Arbeit recht schweißtreibend.

Im Gewächshaus wird die nächste Salat-Aussaat vorbereitet – damit wir in ein paar Wochen nicht in ein “Salatloch” fallen. 10 Paletten = 550 ausgesäte Pflanzen = 550 Salatköpfe = 3 Wochen Salat für alle = 100 qm Fläche auf dem Acker.

Der Ackereinsatz am vergangenen Samstag war wieder richtig klasse: viele helfende Hände und das Beikraut hat keine Chance 😉 Außerdem haben wir begonnen, die Tomaten auszugeizen* und hochzubinden. Und es liegt eine neue Folie auf dem Sonnendach-Gestell am Bauwagen, für Schatten ist also auch gesorgt.

Am Samstag fand auch unsere erste Vegane Feldküche statt. Auch wenn es noch kein richtiges Kochen war, und erstmal auf Salatsaucen und Dips zu mitgebrachtem Brot hinauslief. Die vegane Feldküche findet aber auf jeden Fall ab jetzt immer im Anschluss an den Ackereinsatz statt. Außerdem gibt’s ganz frisch eine eigene Facebookgruppe, auf der auch alle Rezepte zu finden sind, z. B: die leckeren Dips von Samstag: https://www.facebook.com/Vegane-Feldküche-der-Solawi-Niederrhein-104160975240921


*Tomaten ausgeizen: wieder mal ein bisschen “Gärtnerlatein” 🙂
Unter “ausgeizen” versteht der/die Gärtner:in das Ausbrechen von jungen Trieben, die in den Blattachseln der Tomatenpflanze wachsen. Das Wie & Warum ist vielleicht für alle diejenigen unter euch interessant, die ein oder mehrere Tomatenpflanzen mitgenommen, aber noch wenig Erfahrung damit haben.

Warum macht man das überhaupt? Um das teils sehr heftige Wachstum unter Kontrolle zu bekommen 😉 Dadurch werden die Triebe und Fruchtansätze reduziert. Weil sich nämlich die sogenannten Geiztriebe später entwickeln als der Haupttrieb, dabei aber mehr Blattmasse und weniger Blüten bilden, tragen sie auch kleinere Früchte – sie “geizen” also mit ihren Erträgen. Ohne Ausgeizen werden diese Seitentriebe mit der Zeit immer länger und hängen unter dem Gewicht der Früchte stark herab. Außerdem entsteht dadurch viel zusätzliche Trieb- und Blattmasse, die wiederum dann die Pflegearbeiten und die Ernte erschwert.

Ist Ausgeizen überhaupt sinnvoll?  Eigentlich möchte ja jede:r eine möglichst große Tomatenernte. Die meisten (modernen) Tomatensorten entwickeln aber so viele Triebe und an denen eben auch Fruchtansätze, dass sie diese große Menge gar nicht versorgen können. Wenn man alle Triebe wachsen lässt, bilden sich zwar viele Früchte –  die bleiben aber höchstwahrscheinlich recht klein bzw. reifen gar nicht richtig aus. Das Ausgeizen fördert also das Wachstum großer, aromatischer Früchte – Qualität vor Quantität also.

Weitere Gründe für das Ausgeizen:
– Auslichten: Um gut auszureifen und das volle Aroma auszubilden, brauchen Tomaten viel Sonne. Wenn durch wuchernde Triebe ddas Blattwerk zu dicht ist, bekommen die Früchte nicht genug Sonne.
– Nach Regenfällen müssen die Blätter rasch abtrocknen können. Wenn die Blätter wegen mangelnder Durchlüftung lange feucht bleiben, kommt es leichter zu Pilzbefall (z. B. Braun- und Krautfäule).
– Handhabung: Besonders Tomaten im Topf sollten möglichst gerade, standfest und sicher wachsen und dafür regelmäßig aufgebunden werden. Das wird aber schwierig, wenn man alle Seitentriebe dranlässt und die Tomate dadurch in alle Richtungen wächst. Bei Windböen können schwere Triebe leicht abbrechen. 
– optimale Flächenausnutzung:  Ohne Seitentriebe, kommen Stabtomaten mit wenig Standfläche aus und können entsprechend dicht gepflanzt werden. Die Ernte fällt dann höher und qualitativ besser aus als bei Tomatenpflanzen mit mehr Platzbedarf durch Seitentriebe.

Nicht alle Tomatenarten und -sorten werden ausgegeizt. Busch- oder Balkontomaten dürfen mehrtriebig wachsen und wenn überhaupt nur ab und zu ausgegeizt. Sie bilden auch an den Seitentrieben qualitativ gute Früchte, außerdem sind sie von Natur aus schwachwüchsiger und kleinfrüchtiger.