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Auch diesmal berichten Abdul und Ben per Video, was sie in dieser Woche alles geschafft haben: Folientunnel 1 ist mit Möhren und Radieschen bestückt, nun wird Folientunnel Nr. 2 saubergemacht und der Boden gelockert.
Sonnenblumen und Tagetes werden vorgesät. Die Tagetes sollen später als Beetumrandungen dienen – Tagetes ist wunderbarer Pflanzenschutz, die Schnecken machen so hoffentlich einen Bogen um unser Gemüse. Im Freiland sind die Schläuche verlegt, die Bewässerung läuft. Und im Freiland sind die Radieschen ausgesät.
Acker und Folientunnel werden aus dem Winterschlaf geweckt. Als Vorkulturen sollen Radieschen, Salat, Möhren und Ruccola in unseren Gewächshäusern gesät werden, bevor dann Tomaten, Paprika und Auberginen dort einziehen. Der Acker wird für Ende März vorbereitet, wenn die ersten Kulturen für die Freilandpflanzung kommen sollen.
Ben und Abdul holen Kopf- und Feldsalat von unserem Acker! Damit sich die Fahrerei auch lohnt, verteilen wir ebenfalls Rote Bete, Möhren und Kartoffeln, die wir von einem Naturland-Bauern aus Voerde dazukaufen. Ohne weite Transportwege bis zur Verteilung stimmt dann auch die CO2-Bilanz. Vielen Dank an dieser Stelle an Andreas, der den Zukauf und die Abholung organisierte.
Von unserem Kooperationspartner NABU gibt es 50 kg Rheinischen Bohnapfel, eine jahrhundertealte Apfelsorte. Er schmeckt spritzig und säuerlich und ist ein klassischer Lagerapfel.
Rico verabschiedet sich nach Beendigung aller seiner Aufgaben aus dem Gärtnerteam. Obwohl das ganz genau so angedacht war, werden wir ihn auf dem Acker vermissen und wünschen Rico alles Gute! (Ihn wird es wohl nach Süddeutschland verschlagen)
Das Tomatenhaus ist vollständig abgeräumt und liegt jetzt brach bis zum Frühjahr. Der Grünkohl wächst schon (wurde aber spät gepflanzt, weil die erste Kultur dort stand, wo nun die Pipeline ist). Es wächst und gedeiht im “Salathaus”: Feldsalat und Rucola. Und der Bauwagen ist auch aufgeräumt – Werkzeug, Material und Schläuche haben genügend Platz.
Draußen wachsen Salat, Feldsalat, Radiccio und Mangold, Schnittlauch, ein paar Erdbeeren, Sellerie, Rucola, jede Menge Petersilie. Außerdem Rosenkohl.
Die Kulturen machen sich alle sehr gut, es ist aber leider schon Ende Oktober und die Saison geht jetzt zügig zu Ende. Ben geht davon aus, daß noch 1-2 mal geerntet werden kann.
Am Samstag haben rund 40 Solawistas dem usseligem Wetter getrotzt und ein nettes Erntedankfest im Folientunnel auf dem Tinthof gefeiert. Das war wieder eine gute Gelegenheit, miteinander ins Grespräch zu kommen und sich auszutauschen. Natürlich gab es auch wieder jede Menge Leckereien: Salate, Dips, köstliche Kuchen und frisch frittierte Pommes aus handgeschrubbten Kartoffeln.
Ansonsten gibt es nichts zu berichten, außer einem Hallo und guten Morgen vom Ackerteam. Infos zur Ernte am kommenden Wochenende: Es gibt Salat und noch einmal Tomaten … leider neigt sich das Erntejahr nun wirklich … Erst wenn der Grünkohl, weiterer Salat und der Mangold fertig sind, können wir wieder eine (vielleicht auch zwei) Ernten anbieten.
Wir überlegen daher, jetzt mit Zukäufen die Ernte aufzustocken – schließlich werden wir ja von Zeelink auch die Entschädigung bekommen, von der wir alle profitieren sollten.
Der Herbst ist da und mit ihm auch die Stürme. Kurzentschlossen trafen sich daher Horst, Andreas, Christine aus Xanten und Abdul am vergangenen Freitag, um die Folientunnel sturmfest zu bekommen: Dabei haben sie sich auf die windlastigen Seiten konzentriert, Risse geklebt, die Folien an den Stirnseiten neu gespannt und Sandsäcke auf die Tore gelegt. Ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten, auch dank Eurem Einsatz ging alles glimpflich ab!
Zeelink hat eine Schneise gezogen und dann vorerst die Arbe
it bei uns beendet. Damit waren sie an einem Tag durch, berichtet Ben vom Gärtnerteam. Auch sonst sieht es ganz gut aus auf dem Rest-Acker, in dieser Woche werden Zucchini, Mangold, Tomaten und Paprika geerntet, von den Zucchini verabschieden wir uns für dieses Jahr. Der neu gesetzte Salat, Grünkohl und Rosenkohl wachsen üppig.
Wir werden in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder NABU-Streuobst zukaufen und verteilen und auch über die einzelnen Sorten informieren. Letzte Woche gab es die alte Birnensorte „Köstliche von Charneux“, die um ca. 1800 in der Provinz Lüttich bei Charneux gefunden wurde. Das Fleisch ist gelblichweiß, weich, buttrig, schmelzend, saftig, kräftig süß, schwach säuerlich, feinwürzig, von wärmeren Standorten wohlschmeckend. Verwendet wird sie als Tafelfrucht zum Frischverzehr, aber auch als Nasskonserve (Einweckfrucht), Dörrfrucht und Saft.
Die Baustelle der Erdgasleitung war ja schon vor einiger Zeit auf dem Feld markiert. Bevor das große Buddeln jetzt am Donnerstag startet, wurde von einem Gutachter ermittelt, wie hoch die Entschädigung für die Ernteverluste und den Ausfall des halben Ackers in den nächsten 2 Jahren ausfallen wird. Martin, Peter und Ben haben sich ebenfalls viele Gedanken gemacht und heute kam die Zusage von Zeelink über eine materielle Entschädigung. Außerdem bekommen wir vom Tinthof (nochmal ein dickes Danke an die Hülsermanns!) einen Ausweichacker für diese Zeit. Und auf dem Ausweichacker schräg gegenüber wird von Zeelink ein weiterer Brunnen gebohrt und ein Stromanschluss gelegt! Die Gärtner werden in den nächsten Tagen auf der hinteren Fläche noternten, was zu ernten ist: Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl und Romanesco. Auf jeden Fall dabei sind auch Mairüben, die gelben Rote Bete ähneln, aber geschmacklich ein bisschen an Kohlrabi erinnern.

Seit Mai wussten wir, daß Maik uns verlassen wird, nun hat er eine neue Stelle gefunden und im September seine letzten Arbeitsstunden geleistet. Bei der Mitgliederversammlung vor ein paar Tagen haben sich wirklich alle für seinen Einsatz ausdrücklich bedankt und sich erkundigt, ob es ihm gut ginge. Diese guten Wünsche haben wir ihm auch ausgerichtet und uns (Vorstand und Orgateam) diesem Dank aus vollem Herzen angeschlossen. Wir haben ihm für seine konstruktive Mitarbeit in der Solawi gedankt. Ohne ihn und Helge gäbe es die Solawi hier am Niederrhein nicht so wie heute.
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