22. Oktober – kleiner Rückblick aufs Erntedankfest und Vorschau auf die nächste Ernte

Am Samstag haben rund 40 Solawistas dem usseligem Wetter getrotzt und ein nettes Erntedankfest im Folientunnel auf dem Tinthof gefeiert. Das war wieder eine gute Gelegenheit, miteinander ins Grespräch zu kommen und sich auszutauschen. Natürlich gab es auch wieder jede Menge Leckereien: Salate, Dips, köstliche Kuchen und frisch frittierte Pommes aus handgeschrubbten Kartoffeln.

Ansonsten gibt es nichts zu berichten, außer einem Hallo und guten Morgen vom Ackerteam. Infos zur Ernte am kommenden Wochenende: Es gibt Salat und noch einmal Tomaten … leider neigt sich das Erntejahr nun wirklich … Erst wenn der Grünkohl, weiterer Salat und der Mangold fertig sind, können wir wieder eine (vielleicht auch zwei) Ernten anbieten.
Wir überlegen daher, jetzt mit Zukäufen die Ernte aufzustocken – schließlich werden wir ja von Zeelink auch die Entschädigung bekommen, von der wir alle profitieren sollten.

2. Oktober – Neues vom halben Acker mit Arbeitseinsatz und Birnen-Infos

Der Herbst ist da und mit ihm auch die Stürme. Kurzentschlossen trafen sich daher Horst, Andreas, Christine aus Xanten und Abdul am vergangenen Freitag, um die Folientunnel sturmfest zu bekommen: Dabei haben sie sich auf die windlastigen Seiten konzentriert, Risse geklebt, die Folien an den Stirnseiten neu gespannt und Sandsäcke auf die Tore gelegt. Ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten, auch dank Eurem Einsatz ging alles glimpflich ab!

Zeelink hat eine Schneise gezogen und dann vorerst die Arbeit bei uns beendet. Damit waren sie an einem Tag durch, berichtet Ben vom Gärtnerteam. Auch sonst sieht es ganz gut aus auf dem Rest-Acker, in dieser Woche werden Zucchini, Mangold, Tomaten und Paprika geerntet, von den Zucchini verabschieden wir uns für dieses Jahr. Der neu gesetzte Salat, Grünkohl und Rosenkohl wachsen üppig.

Wir werden in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder NABU-Streuobst zukaufen und verteilen und auch über die einzelnen Sorten informieren. Letzte Woche gab es die alte Birnensorte „Köstliche von Charneux“, die um ca. 1800 in der Provinz Lüttich bei Charneux gefunden wurde. Das Fleisch ist gelblichweiß, weich, buttrig, schmelzend, saftig, kräftig süß, schwach säuerlich, feinwürzig, von wärmeren Standorten wohlschmeckend. Verwendet wird sie als Tafelfrucht zum Frischverzehr, aber auch als Nasskonserve (Einweckfrucht), Dörrfrucht und Saft.

25. September – Zeelink, viel Kohl und ein Arbeitseinsatz

Die Baustelle der Erdgasleitung war ja schon vor einiger Zeit auf dem Feld markiert. Bevor das große Buddeln jetzt am Donnerstag startet, wurde von einem Gutachter ermittelt, wie hoch die Entschädigung für die Ernteverluste und den Ausfall des halben Ackers in den nächsten 2 Jahren ausfallen wird. Martin, Peter und Ben haben sich ebenfalls viele Gedanken gemacht und heute kam die Zusage von Zeelink über eine materielle Entschädigung. Außerdem bekommen wir vom Tinthof (nochmal ein dickes Danke an die Hülsermanns!) einen Ausweichacker für diese Zeit. Und auf dem Ausweichacker schräg gegenüber wird von Zeelink ein weiterer Brunnen gebohrt und ein Stromanschluss gelegt! Die Gärtner werden in den nächsten Tagen auf der hinteren Fläche noternten, was zu ernten ist: Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl und Romanesco. Auf jeden Fall dabei sind auch Mairüben, die gelben Rote Bete ähneln, aber geschmacklich ein bisschen an Kohlrabi erinnern. 

17. September – Abschied von Gärtner Maik

und immer schön langsam und gerade die Reihen abfahrenSeit Mai wussten wir, daß Maik uns verlassen wird, nun hat er eine neue Stelle gefunden und im September seine letzten Arbeitsstunden geleistet. Bei der Mitgliederversammlung vor ein paar Tagen haben sich wirklich alle für seinen Einsatz ausdrücklich bedankt und sich erkundigt, ob es ihm gut ginge. Diese guten Wünsche haben wir ihm auch ausgerichtet und uns (Vorstand und Orgateam) diesem Dank aus vollem Herzen angeschlossen. Wir haben ihm für seine konstruktive Mitarbeit in der Solawi gedankt. Ohne ihn und Helge gäbe es die Solawi hier am Niederrhein nicht so wie heute.

10. September – Rückblick auf die Mitgliederversammlung am 8.9. und nichts Neues von Zeelink

Vorstandsmitglied Nicole Weber F. Santos übernahm die Begrüßung und Moderation des Nachmittags. Vorstandsmitglied Peter Langer berichtete über die Brunnenbohrung, die Veränderung im Gärtnerteam und verwies ansonsten auf die regelmässig erscheinenden Acker-Rundbriefe, in denen ja wöchentlich über alle wichtigen und aktuellen Aktivitäten des Vereins berichtet werde.

Kassenwartin Noreen Ludwig konnte leider krankheitsbedingt nicht anwesend sein. Der Kassenprüfer Martin Römer berichtete, daß er die Kasse am 15. August 2019 geprüft und dabei alles gut geordnet und korrekt vorgefunden habe. Daher konnte er die scheidende Kassenwartin in deren Abwesenheit entlasten.
Der Vorstand wurde anschließend bei drei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen entlastet.
Danach standen die Vorstandswahlen, die Wahl des Kassenwarts und der KassenprüferInnen an: Solawista Christine Pokall übernahm die Wahlleitung. Der alte Vorstand (Nicole Weber F. Santos, Peter Langer, Rainer Kursch) stellte sich wieder zur Wahl, weitere KandidatInnen fanden sich trotz Nachfrage leider nicht. Alle drei Kandidat*Innen wurden jeweils bei zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen gewählt und nahmen ihre Wahl an.
Danach stellten sich Martin Römer und Andreas Häntzschel gemeinsam zur Wahl des Kassenwarts, wurden gewählt und nahmen die Wahl an.
Neue Kassenprüferinnen sind Ursula Langer und Carina Kuhnert .

Unter ‘Verschiedenes’ wurde von einigen Mitgliedern angeregt, auch in diesem Herbst ein Erntedankfest gemeinsam mit dem Tinthof in Voerde-Spellen zu feiern. Ein genauer Termin muss in Absprache mit der Familie Hülsermann vom Tinthof noch gefunden werden.

Außerdem wurde in der MV darum gebeten, im Hofbrief zu den Orga-Treffen einzuladen, die am 2. und 4. Dienstag im Monat jeweils um 18:30 Uhr stattfinden, abwechselnd in Rheinberg und in Voerde. Die Hürde ist sehr, sehr niedrig – es ist kein Vorwissen nötig, wir freuen uns einfach über jeden, der (1 mal) dazukommt. Das nächste Treffen ist am 24.9. in der Stockumer Schule.

Neues von Zeelink? Gibt es leider nicht. Nach der Aufregung vor 2 Wochen ist jetzt nichts zu sehen und zu hören. Aber wahrscheinlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. 🙁
Wir hatten aber noch einmal 3.000 Pflanzen bestellt, die unsere Gärtner nun fleißig in die Erde bringen (Grünkohl, Porree, Rosen- und Chinakohl und verschiedene Salate). In der 42. Woche kommen noch einmal 15 Paletten Feldsalat für das Gewächshaus und den Acker.

4. September – eine Pipeline quer durch unseren Acker

Die Firma Zeelink plant ja schon seit langem eine Erdgas-Fernleitung, die auch quer durch unseren Acker führen soll. Die Auskünfte, die wir im Frühjahr bekommen hatten, waren, dass es wohl Winter werden würde, bis sie bei uns ankommen. Also haben wir uns gefreut, dass wir dieses Jahr noch Ruhe haben. Umso größer ist unser Frust, denn aus heiterem Himmel tauchten in den letzten Tagen Markierungspflöcke auf dem Acker auf. Und seit gestern Abend wissen wir nun, dass der größte Teil unseres Ackers in zwei Wochen aufgebuddelt werden wird!

Wir haben jetzt natürlich ein großes Problem, denn die Herbstkulturen (Kohl, Kartoffeln) auf unserem Acker stehen alle da, wo die Pipeline gelegt werden soll. Die Fläche unserer Gewächshäuser ist aber nicht betroffen, ebenso ein schmaler Randstreifen zum Privatweg hin. Und glücklicherweise ist unser neuer Brunnen, der ja gerade erst gebohrt wurde, knapp außerhalb der Markierungen!

Daher werden wir am kommenden Samstag in einem Not-Ernte-Arbeitseinsatz  so viele Kartoffeln retten wie möglich. Eigentlich sind die Kartoffeln noch nicht ausgereift, haben also noch keine so dicke Schale, daß sie lagerfähig sind. Aber besser wir ernten sie so, als daß sie in zwei Wochen vernichtet werden.

In den nächsten Tagen wird sich zeigen, mit was für Entschädigungsleistungen wir rechnen können. Wir gehen davon aus, dass wir gut entschädigt werden und wir damit die Versorgung mit Gemüse sicherstellen können. Und natürlich versuchen wir einen Lieferanten zu finden, der uns regionales Demeter-Gemüse liefern kann. Und dann müssen wir schauen, wo/wie wir einen Ersatzacker bekommen.

15. August – jetzt geht’s richtig los mit dem Brunnen

Da ein anderer Termin geplatzt war, konnte die Firma Erdbohr gestern kurzfristig bei uns mit den Bohrarbeiten für unseren Brunnen beginnen:

 

 

 

 

Und heute hatte dann der Brunnen die notwendige Tiefe von rd.17 Metern – bei 9,20 m war der Grundwasserspiegel erreicht, aber die Pumpe soll ja nicht nur an der Wasseroberfläche sozusagen “abschlürfen”, sondern wir wollen ja mehrere Stunden am Tag wässern können.
Jetzt wird der Stromanschluss für die Pumpe beantragt und demnächst geht dann das Aufbauen von Pumpe & Co los.

Was bisher geschah …

Im Mai haben wir bei der Postcode Lotterie einen Antrag auf Projektförderung gestellt. Die Deutsche Postcode Lotterie unterstützt mit 30 Prozent aller Einnahmen  Projekte aus den Bereichen Chancengleichheit, sozialer Zusammenhalt sowie Umwelt- und Naturschutz.

Daneben hat sich Peter mit Unteren, Oberen und sonstigen Behörden und Ämtern rumgeschlagen, um die nötigen Genehmigungen für uns zu bekommen, damit wir auf dem Acker überhaupt einen Brunnen bohren dürfen.

Am 26. Juni haben wir die Nachricht erhalten, dass unser Antrag bewilligt wurde und unser Projekt mit rund 13.000 € (!!) gefördert wird. Noch einmal großen Dank an Christine und Horst, die sich in die Feinheiten der Antragstellung und in die technischen Details einer Brunnenanlage eingearbeitet haben!

Die Genehmigung für die “Wasserrechtliche Erlaubnis zur Entnahme von Grundwasser zum Zwecke der Feldberegnung”, sprich Brunnenbohr-Erlaubnis,  ist dazu passend am selben Tag gekommen. Und wie der lange Name der Genehmigung schon ahnen lässt, war der Weg dorthin nicht minder lang … 😉

 

7. August – Wassermelonenklopftechnik

Die Ernte am Wochenende war reichlich und lecker. Wie sieht es eigentlich mit ein paar interessanten neuen Zucchini- und/oder Paprikarezepten aus …?

Beim Arbeitseinsatz am letzten Samstag hat Abdul uns durch eine spezielle Klopftechnik erklärt, wie man erkennt, ob die Wassermelone reif ist und wir haben es sofort ausprobiert und die erste und leckerste Melone gegessen. Dazu gab es köstlichen Pflaumenkuchen von Fr. Lorber aus Voerde.

Jetzt müssen wir nur noch darauf warten, dass alle Melonen als reif “erklopft” werden … Wenn die Hitze anhält, kann das ja nicht mehr lange dauern.
Trotzdem – so langsam wünsche ich mir mal 2 bis 3 Tage so richtig schönen Landregen. Es tut weh, der Natur beim vertrocknen zusehen zu müssen.

31. Juli – grüne und andersfarbige Paprika und Zeitersparnis beim Bewässern

Zu ernten gibt es diese Woche Zucchini und grüne Paprika. Bei letzteren sind ziemlich viele Früchte an zu kleinen Pflanzen – daher wird ein kleiner Teil unreif, also grün geerntet. Damit ist auch die Frage beantwortet, ob grüne Paprika eine andere Sorte ist als rote oder gelbe … 😉

Im Video von letzter Woche war ja die erste reife gelbe Tomate zu sehen – vielleicht gibt es beim Arbeitseinsatz am kommenden Samstag, 3.8. (wie immer ab 10 Uhr) schon ein paar “Naschtomaten” 🙂
Ansonsten wird die Hauptaufgabe am Samstag sein, die Kohlkulturen im hinteren Teil des Ackers beikrautfrei zu bekommen.

Ein paar Worte zur neuen Bewässerung von Rico: “Die Bewässerung funktioniert einwandfrei. Gerade heute, ein Tag an dem ich Vormittags größtenteils alleine auf dem Acker war, hat sich die Zeit- und Arbeitsersparnis durch das neue System ziemlich deutlich gezeigt – ich konnte innerhalb von guten drei Stunden ca. 3/4 des Ackers bewässern… mit dem Rest, einschließlich der GWHs, kann dann morgen sofort weitergemacht werden. Planbarkeit könnte also auch fast nicht besser sein.”

Und noch was Schönes zum Schluss: Gestern sind 21 Störche morgens kurz auf unserem Acker zwischengelandet und dann weitergeflogen, hat Maik berichtet. Leider waren sie fotoscheu …