Chakalaka aufm Acker

Unter dem Titel “Chakalaka aufm Acker” fand am Wochenende das Solawi Sommerfest statt. Bei Stockbrot und einem Buffet aus mitgebrachten Köstlichkeiten gab es jede Menge Sonne und viele nette Gespräche. Zur guten Stimmung beigetragen hat sicher auch die exzellente Vorbereitung des Fests, bei dem bis hin zur liebevoll gestalteten Dekoration an alles gedacht war. Stolz nahmen die anwesenden Solawistas außerdem die Klimaschutzflagge des Kreises zur Würdigung des Engagements der Solawi in diesem Bereich vom Voerder Bürgermeister entgegen. Bei Treckerfahrten übern Acker kamen aber auch die Kleinsten auf ihre Kosten. Ein schöner Start in den Sommer, der die Einladung ebenfalls angenommen zu haben scheint und seitdem endlich zeigt, was er kann. Ganz zur Freude (nicht nur) der Tomaten!

Einsatz in Spellen und Duisburg

An diesem Samstag war ziemlich was los: während in Spellen fleißig geackert und insbesondere Tomaten und Paprika hochgebunden wurden, war die Solawi gleichzeitig mit einem Stand beim Umweltmarkt & Eine Welt Bazar organisiert vom Umweltamt der Stadt Duisburg vertreten. Gelegenheit ins Gespräch zu kommen, gab es an beiden Stellen: am Stand über die Idee der Solidarischen Landwirtschaft und die Möglichkeiten, sich zu beteiligen; auf dem Acker über die Erfolge des letzten Ackereinsatzes und die Köstlichkeiten aus der veganen Feldküche. Tatsächlich kommen die beim letzten Ackereinsatz gesetzten Kartoffeln schon gleichmäßig und quasi ohne “Aussetzer” aus der Erde.

Hurra, die ersten Paprika

Immer mehr Pflanzen gerade in den Folientunneln bilden nach der Blüte nun Früchte und steigern die Vorfreude auf den Sommer: So sind Mini-Paprikas, Mini-Gurken, kleine Tomaten und Spitzpaprika inzwischen gut erkennbar. Die Auberginenpflanzen blühen noch mit ihren wunderschönen lila-rosa Blüten und versprechen auch für den Spätsommer bunte Solawista-Teller. Doch nicht nur das Gemüse auf dem Acker nimmt Form an, auch die Vorbereitungen für das Solawi-Sommerfest im Juni laufen.

Kartoffeleinsatz

Beim ersten großen Ackereinsatz sind am letzten Wochenende bei schönstem Sonnenschein Kartoffeln gesetzt worden. 15 Solawistas haben sich dafür die Gartenhandschuhe übergestülpt und mit angepackt, damit im Herbst Kartoffeln der Sorte “eigene Ernte” genossen werden können. Nach der Arbeit gab es dann für alle fleißigen Anpacker in geselliger Runde noch ackerfrische Köstlichkeiten aus der veganen Feldküche. Das Fazit: Ein rundum gelungener Start in das lange Pfingstwochenende!

Alles Salat

Diese Woche steht im Zeichen des Salats, ganze 6 Köpfe gab es für den ganzen Anteil. Auch Pak Choi und Spinat stehen in dieser Woche wieder auf dem Tisch der Solawistas. So gibt es wieder etwas Platz im Folientunnel vor allem für Tomaten-, Gurken und Paprikapflänzchen. Dank der liebevollen Pflege des Gärtnerteams sollten die – wenn das Wetter mitspielt – in nicht allzu langer Zeit für volle Abholkisten und bunte Teller sorgen.

Ein erster Gruß vom Acker

Am Wochenende wurde es Zeit für die erste kleine Ernte. Wie immer wurde mit einem “Gruß vom Acker” in das neue Wirtschaftsjahr gestartet. Doch das ist erst der Anfang – im Laufe der nächsten Wochen werden Mengen und Sortenvielfalt deutlich zunehmen. Für Neumitglieder, für die das die allererste Ernte war, hatte es in der vergangenen Woche schon ein Kennenlernen auf dem Acker gegeben, sodass der Ort des Geschehens bzw. die Quelle der leckeren Radieschen jetzt den meisten bekannt ist.

Mission “Neuer Folientunnel” geglückt

Über 20 Solawistas mit helfenden Händen waren am Samstag dabei, als beim ersten Ackereinsatz der Saison eine neue Folie über den Pflanztunnel gezogen wurde. Weder Wind noch Regen machten einen Strich durch die Planungen, sodass an die Mission “Neuer Folientunnel” nun erstmal ein Haken gemacht werden kann. Nachdem die alte Folie mit dem Minibagger ausgegraben und alle Kanten abgeklebt waren, konnte die neue mit vereinten Kräften über das Gestänge gezogen und eingegraben werden. Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer! Jetzt heißt es vermutlich nur noch ein paar Wochen Warten bis zur ersten Ernte.​

Zum Start ins neue Wirtschaftsjahr: Die ersten Pflänzchen sind gesetzt

Am 1. März hat das neue Wirtschaftsjahr ganz offiziell begonnen und pünktlich sind nun sind die ersten Pflänzchen in der Erde. Sie warten auf die ersten Frühlingstage während gemäß des gemeinsam ausgetüftelten Anbauplans weiteres Saatgut und Jungpflanzen bestellt sind. Sie werden nach und nach den Acker wieder begrünen. Aber es dauert vermutlich nicht mehr lang, dann werden beim ersten Ackereinsatz 2024 auch Solawistas den Acker wieder beleben. Spätestens Mitte März, wenn einer der Tunnel mit einer neuen Folie bespannt werden muss, gibt’s Gelegenheit fürs Wiedersehen nach dem Winterschlaf bzw. fürs Kennenlernen der Neu-Solawistas.

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Die Saison 2024 kann beginnen

Draußen lässt das Wetter erahnen, wie sich der Frühling anfühlen könnte. Die ersten Schneeglöckchen stecken vorsichtig ihre Köpfe durch die Erde. Aber auch in Spellen mehren sich die Zeichen, dass die neue Saison beginnt: Der Abholraum ist fertig in froher Erwartung der ersten Ernte 2024. Außerdem sind 2500 Pflanzen darunter Salat, Rucola, Zwiebeln, Spinat und Pak Choi bestellt, die noch in diesem Monat ins Gewächshaus sollen, sodass auch dort bald ganz offensichtlich wird: Es geht wieder los, die Saison 2024 kann beginnen! Noch können dafür Anteile gezeichnet werden, den Antrag findet ihr hier.

Mischkulturen, Milpa und Die Drei Schwestern

Mischkulturen im Gemüsegarten und auf dem Acker helfen, den Boden optimal unterirdisch (mit unterschiedlichen flach- und tiefwurzelnden Pflanzen) sowie oberirdisch (mit unterschiedlichen Wuchsformen der Pflanzen) zu nutzen. Mischkulturen spielen daher in vielen intensiven Gartenbaukulturen eine wichtige Rolle, wo es darum geht, einen möglichst hohen Ertrag auf kleiner Fläche zu ermöglichen. Dabei spielen auch Leguminosen (Pflanzen, die mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff speichern können) eine Rolle wie Bohnen, Erbsen oder Puffbohnen. Weitere Vorteile von Mischkulturen sind die große Biodiversität (also Vielfalt an Arten) und die größere Resistenz (=Widerstandsfähigkeit) gegenüber Schädlingen.

Milpa ist die in Mexiko entstandene traditionelle Mischkultur aus Mais, Bohnen und Kürbis.

Der Begriff Milpa stammt aus der Sprache Nahuatl und leitet sich von Mil-li-pan her, was soviel bedeutet wie “wir werden auf dem Feld gesät”. Damit sind die Drei Schwestern, also Mais, Bohnen und Kürbis gemeint, die das Herzstück dieser intensiven indianischen Feld- und Gartenbaukultur darstellen. Daneben werden aber auch andere Pflanzen angebaut.

Die drei Nutzpflanzen beanspruchen verschiedene Nährstoffe und “Etagen” im Beet, daher kommen sie sich auch auf engem Raum nicht in die Quere. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe. Die Bohnen wiederum produzieren Stickstoff, der Mais und Kürbis zugute kommt. Zu Füßen der beiden in die Höhe wachsenden Pflanzen kann sich der Kürbis breitmachen, der mit seinen großen Blättern den Boden beschattet und so Austrocknung und Wachstum von Beikräutern verringert.

Mais spielt bei fast allen Völkern Amerikas eine zentrale Rolle als Grundnahrungsmittel – über Jahrtausende ist eine unvorstellbar große Vielfalt an Sorten entstanden. Die Vorfahren der heutigen Mexikaner hatten es noch mit dem Wildgras Teosinte zu tun, dessen kleine, schwächliche Ähren zerfielen, sobald sie reif waren. Es bedurfte jahrtausendelanger Züchtung und Selektion, um den heute bekannten ergiebigen Maiskolben hervorzubringen.

Und ebenso brauchte es sehr viel Geduld, um eine Schlingpflanze mit fasrigen Schoten in essbare Bohnen zu verwandeln und zu erkennen, was diese beiden Pflanzen zusammen mit dem Kürbis zuwege bringen. Alle Bohnenarten sind Abkömmlinge ein- und derselben Pflanze: der Gartenbohne Phaseolus vulgaris.
Übrigens: Die Triebe der Bohne sind zu schwach, um ohne Hilfe in die Höhe zu wachsen. Sie brauchen eine Stütze, an der sie sich in Spiralen emporranken können – immer gegen den Uhrzeigersinn. Die alten Römer hielten diese Wachstumsrichtung für ein schlechtes Omen.

Auch der Kürbis ist aus der “Neuen Welt” zu uns gekommen, schon in präkolumbischer Zeit (präkolumbisch bezieht sich auf die Landung Christoph Kolumbus’ in Amerika 1492) gab es eine große Sortenvielfalt, bei der die giftigen Bitterstoffe herausgezüchtet wurden. In Europa wurden Kürbisse zuerst nur als Zier- und Arzneipflanze genutzt.

Die drei Schwestern ergänzen sich sowohl auf dem Feld als auch auf dem Teller, im Sinne einer ausgewogenen Ernährung. Mais ist Hauptlieferant für Kohlenhydrate, Bohnen liefern vor allem Eiweiß und wertvolle Mineralien (z.B. zwei essenzielle Aminosäuren, die dem Mais fehlen), und Kürbisse (und auch Zucchinis) versorgen uns mit Vitaminen.

Auch unter unseren klimatischen Verhältnissen funktioniert eine Milpa. Selbst auf ungedüngtem Boden ist eine Milpa einen Versuch wert, wenn Leguminosen (Bohnen, Erbsen, Klee) mit ausgesät werden. Denn die sind über ihre Wurzeln in der Lange, mit Hilfe von sogenannten Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft in den Boden zu bringen und dort zu fixieren (kleine Anmerkung: Stickstoff ist die Hauptzutat aller mineralischen Düngemittel 😉

Weitere geeignete Pflanzen in einer Milpa (oder in angrenzenden Beeten/Pflanzkästen) sind Tomaten, Chili, Amaranth, Kräuter (z. B. Bohnenkraut) und Blumen (Ringelblume, Kapuzinerkresse, Cosmea, Tagetes).

Mehr Infos findet ihr z. B. hier oder hier.