Los geht’s neuntes Anbaujahr!

Der 1. März ist traditionell ein besonderer Tag im Solawi Niederrhein Kalender: Es ist nicht nur der Geburtstag, sondern gleichzeitig jedes Jahr der Start in die neue Erntesaison. Auf dem Acker wird spätestens dann mit dem Setzen von neuen Kulturen das Ende der Winterpause eingeläutet. Die Anbauplanung ist jetzt abgeschlossen, Jungpflanzen werden in die Erde gebracht und so manches Gemüse aber auch ab sofort selbst vorgezogen. Es ist aber nach wie vor möglich, noch dazuzukommen: Einige Anteile für die Saison 2025/2026 sind noch zu vergeben. Der Antrag mit allen Infos ist hier zu finden.

Saisonende in Spellen

Mit dem Winter und dem ersten Frost neigt sich auch das Erntejahr dem Ende. Wintergemüse wie zum Beispiel Grünkohl wird zwar noch geerntet, aber in der kommenden Woche wird es die letzte Ernte in dieser Saison geben. Hinter der Solawi liegt ein buntes, vielfältiges, reichhaltiges, aber auch arbeitsreiches Jahr, dessen Herausforderungen aber gemeinschaftlich gestemmt wurden. Dank der Feldküche im Anschluss an die Ackereinsätze und Veranstaltungen wie das Sommerfest oder die Apfelmusaktion, sind aber auch gemeinsame gemütliche Momente nicht zu kurz gekommen. Wir freuen uns auf die ruhigen Wintermonate, aber vor allem auf 2025 und die neue Saison!

Topina-was? Topinambur!

Wisst ihr, was Topinambur ist? Und habt ihr ihn schonmal zubereitet? Die meisten Solawistas werden diese Fragen inzwischen mit “Ja” beantworten können. Denn die Ernte vom vergangenen Wochenende stand ganz im Zeichen dieser äußerst gesunden Wunderknolle. Reich an Nährstoffen und hilfreich für eine gesunde Darmflora, lässt sie sich vielseitig zubereiten: als Suppe, als Puffer oder auch in einer Gemüsepfanne. Mit 1,25 Kilogramm für den halben und sogar 2,5 Kilogramm für den ganzen Anteil dürften alle genug davon zu Hause haben, um verschiedene Varianten zu testen.

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!

Die geringelten roten Beeten sind mit Unterstützung der Helfenden vom Ackereinsatz am vergangenen Samstag schon geerntet. Außerdem gibt es in dieser Woche den ersten Kohl und die wahrscheinlich letzten Tomaten. Ein sicheres Zeichen, dass der Sommer zu Ende ist. Aber zu tun gibt es noch immer genug; ob beim nächsten Ackereinsatz am Sonntag, dem 27. Oktober oder in der sogenannten Abholbegleitung. Das ist ein Team von engagierten Solawistas, die mithelfen, das Gemüse für die jeweiligen Anteile am Freitag Nachmittag bzw. Samstag Morgen abzuwiegen und zusammenzustellen, sodass die Abholenden in Spellen nur noch ihre Taschen und Kisten damit füllen brauchen. Danke allen, die sich hier einsetzen! Diese Unterstützung ist von unschätzbarem Wert, dauerte vorher die “Nur-mal-eben-Ernte-Abholung” je nach Andrang und Chaos im Abholraum durchaus auch schon mal geringfügig länger als “mal eben”.

Apfelmus made in Voerde

Es war stattlicher Haufen Äpfel, den die Apfelbäume auf Pappas Apfelwiese noch hergegeben haben und den ein fleißiger Haufen Solawistas am Samstag zu “Apfelmus made in Voerde” verarbeitet hat. Belohnt wurden sie nicht nur mit exquisitem Mus, sondern auch mit einem herrlichen Duft nach Apfel, Zimt und Herbst. Zusammen mit guter Musik, Apfelkuchen, Cidre und interessanten Schnibbel- bzw. Einkochgesprächen ging die “Arbeit” so schnell von der Hand, dass alle Helfenden danach auch noch den herrlich sonnigen Tag in vollen Zügen genießen konnten. 

Team Frauenpower und Apfeldank

Bei bestem Wetter hat sich gestern ein Frauenpower Team zum Ackern in Spellen eingefunden. Noch immer gibt es Einiges zu tun, denn das Herbstgemüse steht allmählich in den Startlöchern. Die Ernteanteile beinhalten aber im Moment noch vor allem den Geschmack des Sommers mit beispielsweise Tomaten und Paprika. Außerdem haben auch in dieser Woche alle wieder Äpfel von Pappas Apfelwiese in den Kisten gefunden. Am kommenden Samstag ist dort ein “Apfeldank” geplant. Dazu treffen sich Solawistas zum Äpfel sammeln und anschließendem Einkochen in Spellen. Alle Mitglieder sind dazu wie immer herzlich eingeladen. Für die bessere Planbarkeit ist aber eine vorherige Anmeldung erwünscht. Mehr Infos dazu, wie das genau funktioniert, gibt es im sogenannten “Hofbrief”, den die Mitglieder per Mail erhalten.

Herbstanfang und Besuch aus El Salvador

Kalendarisch hat zwar der Herbst begonnen, aber ein Ende der Erntesaison deutet sich nicht an. Noch immer sind die Taschen bis oben hin gefüllt, allerdings ändert sich langsam die Zusammensetzung. Neben dem fast schon gewohnten Nachschub Tomaten, Gurken und Paprika, gab es in dieser Woche auch Steckrüben und Äpfel. Außerdem haben frische Kräuter wie Basilikum oder Petersilie sicher wieder das ein oder andere Menu in den Küchen der Solawistas verfeinert. Schließlich gab es in dieser Woche auch internationalen Besuch: dank der Organisation durch die Eine-Welt-Gruppe Wesel e.V. wurde eine Delegation aus El Salvador auf dem Acker empfangen. 

Die Solawi Niederrhein im WDR

Am vergangenen Dienstag hat der WDR in der Lokalzeit aus Duisburg über die Solawi Niederrhein und die fleißigen Ackerer des Ackereinsatzes am letzten Wochenende berichtet. Dabei ist nicht nur das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft erklärt worden, sondern auch der “Spirit” des gemeinsamen Projekts gut rübergekommen. Wer einmal reinschauen möchte, die ganze Sendung ist noch bis August 2026 hier in der ARD Mediathek abrufbar. Los geht’s ab Minute 3!

Olympiareifes “Fette Ernte”-Schleppen

Was für eine Ernte am vergangenen Wochenende: selbst der halbe Anteil ließ sich kaum in einer Tasche unterbringen. Zum Glück hat die reiche Ernte der vergangenen Wochen peu à peu auf das Gewicht vorbereitet, sodass der große Muskelkater ausgeblieben ist. Und egal ob Tomaten, Gurken oder Salat: Ob etwas vom Acker oder aus dem Supermarkt kommt, schmeckt jeder in der Familie sofort. Doch es wächst und gedeiht nicht nur das angebaute Gemüse. Auch die Beikräuter sprießen gerade “prima”, sodass an mancher Stelle die darunter versteckten Kulturen schon regelrecht gesucht werden müssen. Höchste Zeit für den nächsten Ackereinsatz am kommenden Samstag (17. August, siehe Kalender). Auch Interessierte sind dann wie immer herzlich willkommen.

Was machen mit der ganzen Ernte? Fermentieren!

Nicht weit vom Acker in Voerde haben die ersten beiden Solawi-Fementierkurse stattgefunden. „Fermente sind eine Liebeserklärung an den Darm“, so beschrieb die Kursleiterin Sabine die Bedeutung der milchsauren Bakterien für den Darm. Sie sind in den fermentierten Gemüsen enthalten und erhalten das Immunsystem aktiv, das zu 80% im Darm enthalten ist. Sie sind aber auch eine Liebeserklärung an den Gaumen. Das erlebten die Teilnehmer/innen der Kurse, denn Sabine hatte einige Kostproben mitgebracht. Bei der anschließenden Herstellung von Kimchi und weiteren Gemüsefermenten gab es wertvolle Tipps, die ein Gelingen der Fermentierung garantieren. Im Herbst sind weitere Fermentier-Workshops zum Fermentieren von Weißkohl und Rotkohl geplant.