KW 41 – TreckerSuperPower!

Einige Arbeiten stehen auch im Herbst noch auf der To-do-Liste: der Tomaten-Folientunnel ist zwar schon leergeräumt, aber jetzt muss fürs nächste Jahr Kompost verteilt und untergearbeitet werden. Nächstes Jahr sollen hier dann Auberginen und Paprika einziehen. Und diesen Herbst nochmal kleine Salatpflänzchen – kann noch was werden mit ein bisschen Glück beim Wetter.
Zum Glück haben die Gärtner jetzt ja einen Trecker, mit Fräse – so kann der ganze Folientunnel in rund einer halben Stunde umgepflügt werden. In Handarbeit wären die beiden da einige Stunden beschäftigt.

Handarbeit ist allerdings im Freiland angesagt: Abdul macht die Kartoffeln aus. Leider ist unsere Kartoffelernte dieses Jahr sowas von mickrig. Das Wetter, Kartoffelkäfer und nicht zuletzt die Krautfäule haben den Pflanzen so übel zugesetzt, das insgesamt etwa nur eine halbe Kiste voll ausgebuddelt werden kann – weniger als gepflanzt wurde 🙁

Dafür wachsen die Möhren prima.

Diese Woche gibt es wieder ein prall gefülltes Erntekörbchen: Außer den Möhren wird Mangold geernet, es gibt die letzten Zuchhinis und Gurken, dazu Kohlrabi, Romanasalat, Wirsing  und die erste Portion Rosenkohl; plus Birnen von Nabu-Streuobstwiesen. 
Dafür setzten wir nächste Wohe einmal aus; es sind Herbstferien und die Gärtner gönnen sich endlich mal eine freie Woche.

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KW 40 – Goldener Herbst

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Montag und Dienstag wird das Tomatenhaus leer- und aufgeräumt. Alle Tomatenpflanzen-Reste werden zusammengesammelt, das ergibt am Ende einen ganzen Anhänger voll, der zur Entsorgung gefahren wird. Denn die Pflanzen voller Krautfäule kommen natürlich nicht auf unseren Kompost. Und nächstes Jahr werden die Tomaten wieder im anderen Folientunnel gepflanzt.

Ansonsten: Gurkenernte – die Gurken stammten dieses Jahr übrigens aus eigener Aussaat. Außerdem werden Paprika, Weißkohl, Porree und Zucchinis geerntet.

So langsam geht es mit großen Schritten in Richtung Saisonende – mit ein bisschen Glück und dem passenden Wetter reichts vielleicht bis Mitte November, bevor unser Acker wieder in der Winterruhe versinkt.

KW 39 – Der Herbst ist Kohlzeit

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Der Spitzkohl wächst und gedeiht, die Möhren ebenfalls – das dauert aber noch ein wenig bis zur Ernte.
An Arbeiten steht diese Woche einiges für die Gärtner an: Rotkohl und Weißkohl wird geerntet, die Hälfte der Paprika wird abgeerntet und rausgenommen (die andere Hälfte dann nächste Woche), die Auberginen auch. Die letzten Tomaten werden geerntet und der Folientunnel danach leergeräumt. Hier zieht noch eine Ladung vorgezogener Romanasalat rein. Und die Rote Bete muss auch geerntet werden.
Wenn es einen schönen goldenen Herbst gibt, können wir noch bis Mitte oder sogar Ende November ernten 🙂

KW 38 – Ein Rundgang über den Acker im Herbst

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Der goldene Herbst, den Ben prophezeit hatte, ist ja zum Glück tatsächlich gekommen. Die Herbst-Aussaat hat sich also wirklich gelohnt. Die Rote Bete ist richtig groß geworden, der Salat sieht sehr gut aus, auch der Spitzkohl wächst hervorragend. Diese Woche kommen Rote Bete und Salat auch in die Ernte.
Die Spitzpaprika sind zwar noch grün, gehen aber auch diese Woche in die Ernte, die fangen nämlich leider teilweise an zu faulen. Die Temperaturen sind ihnen vor allem Nachts schon zu niedrig.
Diese Woche werden die grünen Tomaten mitgeerntet. Auch mit denen kann man leckere Gerichte zaubern. Oder sie einfach eine Weile zum Nachreifen liegen lassen.
Und die ersten Köpfe Wirsing werden geerntet – 110 Stück, für jeden Ernteanteil einer. Wenn ich daran denke, daß Abdul letztes Jahr diese Mengen mit dem Handkarren bewegen musste. Wir gut, daß wir jetzt unseren Trecker haben!!

Lauchzwiebeln und Romano-Salat wachsen auch prima. Und da, wo der Grünkohl schon abgeerntet wurde, treibt er aus dem Stängel wieder aus. Ganz vielleicht gibt das sogar noch eine zweite Ernte, das hängt aber, wie immer, vom Wetter ab.
Porree steht auch noch auf dem Acker, der wird aber zum Teil über den Winter stehen bleiben.

Inzwischen sind die Gärtner auch nicht mehr jeden Tag auf dem Acker: Montag machen beide frei, und auch gemeinsame Ackereinsätze werden in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden.

KW 37 – Dicke Ernte und ein paar Apfelinfos

Alles wächst prächtig, die Sonne scheint und es gibt wieder eine richtig fette Ernte.

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In der Ernte diese Woche sind auch wieder Äpfel vom Apfelbauern Johannes Pappas, diesmal: Jakob Lebel.
Jakob Lebel ist eine alte Sorte;  zusammen mit Bohnapfel und Ontario zählte er zu den drei sogenannten „Reichsobstsorten“, die von der deutschen Obstbaugesellschaft als wirtschaftlich wichtig eingestuft wurden. Der säuerliche Apfel ist ein ausgezeichneter Back- und Küchenapfel, auch geeignet zur Herstellung von Apfelringen und natürlich auch zum direkt essen. Wenn er aber einige Wochen gelagert wird, reift er nach, wird gelb-rötlich und bildet einen Wachsüberzug. Dann wird er auch ein wenig süßer.

Alte Apfelsorten werden in der Regel auch von Allergiker:innen gut vertragen. Bei den Supermarktapfelsorten sind die Gerb- und Bitterstoffe und Polyphenole durch Zucht stark verringert worden, damit sie süßer schmecken und sich die Äpfel nicht braun verfärben. Und genau diese Veränderungen können Unverträglichkeiten bewirken.
Eine weitere Besonderheit der alten Sorten ist, dass jeder seine Zeit hat. Supermarktäpfel schmecken das ganze Jahr über immer gleich – bei alten Apfelsorten ist das anders, der eine schmeckt im Herbst, der andere erst im Winter.

Außerdem liegen im Supermarktregal höchstens fünf bis sieben Sorten – in den meisten Regionen, in denen Äpfel wachsen, lassen sich aber in der Regel 50 bis 70 alte Sorten bestimmen! Diese Spezialisierung auf einige Standardsorten hat den Verlust der genetischen Vielfalt zur Folge. Obstbäume sind wertvolle Kulturgüter und Lebensräume für Tiere und Pflanzen, bieten Windschutz, sind Erholungsraum und bereichern nicht zuletzt das Landschaftsbild.

KW 36 – Noch einmal Sonne

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Die Tomaten, Auberginen und Paprika haben Verlängerung bekommen. Da der Sommer doch noch mal zurückgekommen ist und die Sonne scheint, bekommen die Früchte sogar noch ein bisschen mehr Farbe.
Eine Woche Sonne und die Paprika sind gelb 🙂

Vertrocknete Tagetesblüten sind ideal, um fürs nächste Jahr schon einmal neues Saatgut zu gewinnen.

Der Salat wächst prima, im November gibt’s wahrscheinlich noch mal Spitzkohl, und die Möhren sehen auch prima aus.

Donnerstag und Freitag sind Erntetage: Diese Woche gab es 420 Gurken, 350 Paprika, 150 Zucchini, 110 Köpfe Weißkohl, dazu ca 80 Auberginen, 80 kg Tomaten und 40 kg Mangold.

KW 35 – Der Kohl kommt

Jetzt ist es schon September – die Arbeit wird weniger, es wächst auch alles nicht mehr so schnell. Vielleicht reifen die Paprika und Tomaten noch ein bisschen, da wir tatsächlich noch ein bisschen Sommer-Nachschlag bekommen :-). Die Tomaten müssen aber wahrscheinlich nächste Woche dann komplett raus aus dem Folientunnel. Auch bei den Auberginen sieht es so aus, als ob es höchstens noch eine weitere Ernte gibt. Dafür beginnt nun die Kohl-Zeit, Rot-, Grün- und Blumenkohl stehen auf dem Ernteplan.

Der Salat ist am letzten Samstag beim Arbeitseinsatz ausgeputzt worden, aber am Montag waren Fraßspuren daran. Die Rehe haben die Gelegenheit genutzt 🙁 Der Zaun muss also umziehen und ein „Fort Knox für Salate“ wird geschaffen. Auch Mangold, Romano-Salat und Rote Bete brauchen Netze. Nächstes Jahr brauchen wir definitiv mehr solche Zäune.

Auf dem Kohlacker ist Erntezeit angesagt: 110 Köpfe Rotkohl kommen in die Kisten. Dazu wird für die ganzen Anteile noch Blumenkohl. geerntet. Der Wirsing dauert noch ein bisschen, das werden aber wieder richtig große Köpfe. Und dann ist da ja auch noch Rosenkohl…

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KW 34 – Der Herbst klopft an

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Die Arbeit auf dem Acker und in den Folientunneln wird merklich weniger, die Gärtner können es so langsam ein wenig entspannter angehen lassen. Trotzdem: Die Herbstauspflanzung geht weiter, der Weißkohl kommt in sein Quartier.

Und geerntet werden muss natürlich auch. Es gibt viele – leider noch grüne – Paprika, viele Gurken und Auberginen. Im Folientunnel reifen auch weiterhin die Tomaten, auch wenn wegen der Krautfäule kaum noch Blätter an den Pflanzen sind. Der Salat aus dem Freiland ist auch wieder erntereif, aber so langsam fängt auch der an, sich über die niedrigen Temperaturen und die Feuchtigkeit zu beschweren. Die nächste Anzucht kommt dann wohl wieder, wie im Frühjahr, in einen der Folientunnels.

Nächste Woche wird dann wohl auch der Grünkohl geerntet, der prächtigst wächt. Eigentlich zu früh, er könnte auch noch bis Ende September/Anfang Oktober stehen bleiben. Aber: wenn er noch stehen bleibt, wird sich die weiße Fliege draufstürzen …

Zum gemeinsamen Ackereinsatz am Samstag trafen sich diesmal nur sehr wenige Teilnehmer:innen. In den Regenpausen haben wir es aber wenigstens geschafft, die Salatreihen durchzujäten – der Acker war sehr nass und matschig. Und die Paprika und Auberginen im Folientunnel haben jetzt auch wieder mehr Platz.

 

KW 33 – Kohl ins Beet

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In dieser Woche wurden nochmal viele selbst gezogene Jungpflanzen ausgepflanzt: Spitz- und Blumenkohl, Weißkohl und Wirsing, dazu Lauchzwiebeln und Romanasalat.
An den Paprika im Folientunnel sind jede Menge Früchte – die sind aber alle leider noch grün, nur an der ein oder anderen zeigt sich das erste bisschen gelb. Es dauert also noch, bis die geerntet werden. Die Spitzpaprika im Freiland wachsen allerdings längst nicht gut – es ist einfach zu kalt 🙁

Im anderen Folientunnel gab es diese Woche intensive Tomatenpflege, um die Krautfäule einigermaßen unter Kontrolle zu halten und so lange wie möglich ernten zu können.

Leider haben wir die Krautfäule auch in den Kartoffeln, die außerdem vom Kartoffelkäfer „besucht“ werden – die Krtoffelernte wird sehr mager ausfallen dieses Jahr.

Es ist halt immer irgendwas – zu trocken, zu nass, zu heiß, zu kalt … Gibt es für Gärtner*innen eigentlich ein perfektes Gartenjahr?

KW 32 – Krautfäule-Alarm

… in diesem Video zähle ich 8 Swinella-Kinder …

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Es gibt weiterhin gute Ernte (Zucchinis, Auberginen, Gurken, Zwiebeln und Lauchzwiebeln, Salat, Stangensellerie, Tomaten) – aber leider auch eine schlechte Nachricht:

Die Krautfäule hat sich in unseren Tomaten breit gemacht – und die macht nicht vor den Blättern Halt, sondern greift auch die Tomaten an. Leider kann man dagegen nicht viel machen, wenn man nicht mit Mengen an Chemie arbeiten will. Abdul & Ben werden versuchen, das einigermaßen in Schach zu halten und die befallenen Blätter/Stängel/Früchte rauszuschneiden.

Aus gegebenem Anlass heute also ein paar Infos zu dieser Pflanzenkrankheit:

die durch den Pilz Phytophthora infestans verursacht wird und sich nur sehr schwer bekämpfen lässt. Der Parasit gelangte im Winter 1843/44 aus Nordamerika, wo er 1843 erstmals aufgetreten war, mit infizierten Kartoffeln nach Flandern. Hier blieb er zunächst unbemerkt. Der Befall von Kartoffeln verursachte 1845 bis 1849 eine Hungersnot in Irland und auch andernorts in Europa, zum Beispiel in Luxemburg.

Wenn der Sommer regnerisch ist – manchmal genügt auch ein etwas länger anhaltender Regenschauer – zeigen sich zunächst an den Blättern, später auch an den Trieben und Früchten die charakteristischen Symptome für die Braun- und Krautfäule, die an fast allen Nachtschattengewächsen auftreten kann.
Feuchtes Wetter bei Temperaturen um 15 Grad Celsius begünstigt eine Infektion. Die Blätter von Tomaten- und anderen anfälligen Gartenpflanzen können dann nicht schnell genug abtrocknen. An den nassen Blättern haften die auch durch Wind oder Insekten übertragbaren Sporen an den Blättern und dringen durch kleinste natürliche Öffnungen oder Verletzungen ein.

Unter Kraut- und Braunfäule leidet die ganze Pflanze: Auf Laub, Trieben und Stängeln bilden sich braun-schwarze Flecken. Im Verlauf werden die Blätter schwarz, beginnen zu welken, vertrocknen und sterben ab. An den Tomaten bilden sich ebenfalls bräunlich-schwarze Flecken, sie werden dann hart und faulen ab.

Den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule kann nur verzögert, nicht komplett verhindert werden. Generell sollte Folgendes beachtet werden:

  • Nur ein starker Rückschnitt kann befallene Pflanzen in einem frühen Stadium retten.
  • Tomatenpflanzen sollten nicht zu eng nebeneinander stehen: Knapp 70 Zentimeter Abstand sind gut, damit sich die Blätter nicht berühren können.
  • Befallene Blätter und Früchte sofort entfernen und entsorgen.
  • Tomaten sollten dicht am Boden gegossen werden. So wird verhindert, dass Spritzwasser an die Blätter gelangt.
  • Die untersten Tomatenblätter ganz ausbrechen, so kann kein Wasser an die empfindlichen Blätter gelangen.

Der Pilz überwintert im Boden oder in Pflanzenresten, so dass nach einer Erkrankung im Folgejahr eine weitere Infektion möglich ist. Wer Kübel und Tomatenstangen oder andere Rankhilfen aus dem Vorjahr erneut für Tomaten verwenden möchte, sollte diese im Frühling daher gründlich reinigen, z.B. mit kochendem Wasser.

Tomaten stärken
Ab Mitte Juni sollten die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden.
Vorbeugend kann dreimal wöchentlich mit Tee aus Ackerschachtelhalm gespritzt werden. (5 Gramm getrockneten Ackerschachtelhalm pro Liter Wasser, mit kochendem Wasser übergießen und 5 – 10 Min. ziehen lassen.) Vollständig abkühlen lassen und die Pflanzen mehrmals pro Woche mit dem unverdünnten Teeaufguss einsprühen. Kurz vor der Ernte jedoch nicht mehr besprühen, da sich der Geschmack der Tomate dadurch verändert.
Auch ein Bestäuben der Pflanze mit Algenkalk oder Gesteinsmehl ist sinnvoll, dadurch wird der Pilz daran gehindert, über das Blatt einzudringen.

Es gibt leider keine Tomatensorten, die überhaupt nicht an der Braun- und Krautfäule er-kranken können; einige Sorten sind allerdings widerstandsfähiger als andere. Dazu gehö-ren unter anderem „Philovita“, „De Berao“, „Harzfeuer“ und „Phantasia“.
Wichtig: Da auch Kartoffeln befallen werden, sollten diese beiden Pflanzen nie nebenein-ander wachsen.

Ist der Befall fortgeschritten, hilft nur noch eins: nicht befallene Früchte ernten und die gesamte, erkrankte Tomatenpflanze entsorgen. Sie ist nicht mehr zu retten. Grüne Tomaten reifen aber nach, wenn sie gesund geblieben sind.

Tomaten nachreifen
Tomaten möchten es beim Wachstum und bei der Reifung warm haben. Wenn nachts die Temperaturen im Herbst regelmäßig unter 12 °C sinken, werden die Früchte nicht mehr rot. Deshalb ist es wichtig, mit der Ernte der grünen Tomaten nicht zu lange zu warten. Die kompletten Tomatenrispen mit der Schere abschneiden – so werden die Früchte nicht beschädigt und  sie sind länger lagerfähig. Der Stiel sorgt beim Reifeprozess zusätzlich für ein intensives Tomatenaroma. Blätter sollten allerdings entfernt werden, die Tomaten werden sonst schrumpelig.

Für die Nachreife sind Temperaturen zwischen 16 und 25 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 % relative Luftfeuchte) optimal. Als Lagerort eignet sich z. B.  ein warmer Keller, da Licht für die Reifung nicht notwendig ist. Die Tomaten müssen aber regelmäßig kontrolliert und beschädigte Früchte aussortiert werden. In jedem Fall sorgsam mit den Früchten umgehen, denn Druckstellen und Risse in der Haut können zu Fäulnis führen. Wie lange es dauert, bis die grünen Tomaten reif sind, hängt von der Sorte und dem Lagerort ab. Je kühler es ist, desto länger brauchen die Tomaten um nachzureifen.

Drei Möglichkeiten zur Lagerung von grünen Tomaten:
1. Eine komplette Tomatenpflanze einfach kurz über den Boden abschneiden oder die Pflanze mitsamt der Wurzel entnehmen. Die Pflanzen entblättern und kopfüber an einem warmen und dunklen Platz aufhängen. (Alternativ, wenn kein dunkler Platz vorhanden: die Tomaten in Packpapier einwickeln). Die Früchte entwickeln Reifegase, die unter Papier oder in einem anderen Behältnis gestaut werden. Das beschleunigt den Reifeprozess.
2. Eine kleine Menge an grün gepflückten Tomaten lässt sich gut in Packpapier wickeln. Die eingepackten Tomaten in Plastiktüten stecken, die mit Löchern versehen sind und die Beutel an einem warmen Ort legen. Auch eine Schüssel (mit Teller abdecken) eignet sich für die Aufbewahrung. Die Tomaten werden auch schneller rot, wenn ein Apfel dazugelegt wird, da Äpfel das Reifegas Äthylen verströmen.
3. Schonend und schnell reifen Tomaten in Tongefäßen. Ein sauberer Ton-, Römertopf oder eine Tajine vorab einige Stunden wässern, dann die sauberen trockenen Früchte in die Tongefäße legen. Den Tontopf am besten mit einem Tonuntersetzer abdecken. Wasser in die Mulde des Untersetzers/in den Deckel des Römertopfes/der Tajine füllen. Nach und nach verdunstet das Wasser und erhöht so die Luftfeuchte. Wasser regelmäßig kontrollieren und nachfüllen. An einem warmen Platz im Wohnraum werden die Tomaten schnell rot und schmecken wie sonnengereift.