25. September – Zeelink, viel Kohl und ein Arbeitseinsatz

Die Baustelle der Erdgasleitung war ja schon vor einiger Zeit auf dem Feld markiert. Bevor das große Buddeln jetzt am Donnerstag startet, wurde von einem Gutachter ermittelt, wie hoch die Entschädigung für die Ernteverluste und den Ausfall des halben Ackers in den nächsten 2 Jahren ausfallen wird. Martin, Peter und Ben haben sich ebenfalls viele Gedanken gemacht und heute kam die Zusage von Zeelink über eine materielle Entschädigung. Außerdem bekommen wir vom Tinthof (nochmal ein dickes Danke an die Hülsermanns!) einen Ausweichacker für diese Zeit. Und auf dem Ausweichacker schräg gegenüber wird von Zeelink ein weiterer Brunnen gebohrt und ein Stromanschluss gelegt! Die Gärtner werden in den nächsten Tagen auf der hinteren Fläche noternten, was zu ernten ist: Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl und Romanesco. Auf jeden Fall dabei sind auch Mairüben, die gelben Rote Bete ähneln, aber geschmacklich ein bisschen an Kohlrabi erinnern. 

17. September – Abschied von Gärtner Maik

und immer schön langsam und gerade die Reihen abfahrenSeit Mai wussten wir, daß Maik uns verlassen wird, nun hat er eine neue Stelle gefunden und im September seine letzten Arbeitsstunden geleistet. Bei der Mitgliederversammlung vor ein paar Tagen haben sich wirklich alle für seinen Einsatz ausdrücklich bedankt und sich erkundigt, ob es ihm gut ginge. Diese guten Wünsche haben wir ihm auch ausgerichtet und uns (Vorstand und Orgateam) diesem Dank aus vollem Herzen angeschlossen. Wir haben ihm für seine konstruktive Mitarbeit in der Solawi gedankt. Ohne ihn und Helge gäbe es die Solawi hier am Niederrhein nicht so wie heute.

10. September – Rückblick auf die Mitgliederversammlung am 8.9. und nichts Neues von Zeelink

Vorstandsmitglied Nicole Weber F. Santos übernahm die Begrüßung und Moderation des Nachmittags. Vorstandsmitglied Peter Langer berichtete über die Brunnenbohrung, die Veränderung im Gärtnerteam und verwies ansonsten auf die regelmässig erscheinenden Acker-Rundbriefe, in denen ja wöchentlich über alle wichtigen und aktuellen Aktivitäten des Vereins berichtet werde.

Kassenwartin Noreen Ludwig konnte leider krankheitsbedingt nicht anwesend sein. Der Kassenprüfer Martin Römer berichtete, daß er die Kasse am 15. August 2019 geprüft und dabei alles gut geordnet und korrekt vorgefunden habe. Daher konnte er die scheidende Kassenwartin in deren Abwesenheit entlasten.
Der Vorstand wurde anschließend bei drei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen entlastet.
Danach standen die Vorstandswahlen, die Wahl des Kassenwarts und der KassenprüferInnen an: Solawista Christine Pokall übernahm die Wahlleitung. Der alte Vorstand (Nicole Weber F. Santos, Peter Langer, Rainer Kursch) stellte sich wieder zur Wahl, weitere KandidatInnen fanden sich trotz Nachfrage leider nicht. Alle drei Kandidat*Innen wurden jeweils bei zwei Enthaltungen und ohne Gegenstimmen gewählt und nahmen ihre Wahl an.
Danach stellten sich Martin Römer und Andreas Häntzschel gemeinsam zur Wahl des Kassenwarts, wurden gewählt und nahmen die Wahl an.
Neue Kassenprüferinnen sind Ursula Langer und Carina Kuhnert .

Unter ‚Verschiedenes‘ wurde von einigen Mitgliedern angeregt, auch in diesem Herbst ein Erntedankfest gemeinsam mit dem Tinthof in Voerde-Spellen zu feiern. Ein genauer Termin muss in Absprache mit der Familie Hülsermann vom Tinthof noch gefunden werden.

Außerdem wurde in der MV darum gebeten, im Hofbrief zu den Orga-Treffen einzuladen, die am 2. und 4. Dienstag im Monat jeweils um 18:30 Uhr stattfinden, abwechselnd in Rheinberg und in Voerde. Die Hürde ist sehr, sehr niedrig – es ist kein Vorwissen nötig, wir freuen uns einfach über jeden, der (1 mal) dazukommt. Das nächste Treffen ist am 24.9. in der Stockumer Schule.

Neues von Zeelink? Gibt es leider nicht. Nach der Aufregung vor 2 Wochen ist jetzt nichts zu sehen und zu hören. Aber wahrscheinlich ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. 🙁
Wir hatten aber noch einmal 3.000 Pflanzen bestellt, die unsere Gärtner nun fleißig in die Erde bringen (Grünkohl, Porree, Rosen- und Chinakohl und verschiedene Salate). In der 42. Woche kommen noch einmal 15 Paletten Feldsalat für das Gewächshaus und den Acker.

15. August – jetzt geht’s richtig los mit dem Brunnen

Da ein anderer Termin geplatzt war, konnte die Firma Erdbohr gestern kurzfristig bei uns mit den Bohrarbeiten für unseren Brunnen beginnen:

 

 

 

 

Und heute hatte dann der Brunnen die notwendige Tiefe von rd.17 Metern – bei 9,20 m war der Grundwasserspiegel erreicht, aber die Pumpe soll ja nicht nur an der Wasseroberfläche sozusagen „abschlürfen“, sondern wir wollen ja mehrere Stunden am Tag wässern können.
Jetzt wird der Stromanschluss für die Pumpe beantragt und demnächst geht dann das Aufbauen von Pumpe & Co los.

Was bisher geschah …

Im Mai haben wir bei der Postcode Lotterie einen Antrag auf Projektförderung gestellt. Die Deutsche Postcode Lotterie unterstützt mit 30 Prozent aller Einnahmen  Projekte aus den Bereichen Chancengleichheit, sozialer Zusammenhalt sowie Umwelt- und Naturschutz.

Daneben hat sich Peter mit Unteren, Oberen und sonstigen Behörden und Ämtern rumgeschlagen, um die nötigen Genehmigungen für uns zu bekommen, damit wir auf dem Acker überhaupt einen Brunnen bohren dürfen.

Am 26. Juni haben wir die Nachricht erhalten, dass unser Antrag bewilligt wurde und unser Projekt mit rund 13.000 € (!!) gefördert wird. Noch einmal großen Dank an Christine und Horst, die sich in die Feinheiten der Antragstellung und in die technischen Details einer Brunnenanlage eingearbeitet haben!

Die Genehmigung für die „Wasserrechtliche Erlaubnis zur Entnahme von Grundwasser zum Zwecke der Feldberegnung“, sprich Brunnenbohr-Erlaubnis,  ist dazu passend am selben Tag gekommen. Und wie der lange Name der Genehmigung schon ahnen lässt, war der Weg dorthin nicht minder lang … 😉

 

Themenwoche zu Klimagerechtigkeit

Egal ob Kohlekommission, Tempolimit oder Schulstreik – der Klimawandel bekommt immer mehr Aufmerksamkeit und wird heiß diskutiert. Ein Begriff, der immer öfter fällt, ist Klimagerechtigkeit. Doch was ist das eigentlich?

In dieser Themenwoche Klimagerechtigkeit geht es vom 11. bis 17. Februar in Vorträgen, Filmvorführungen und Workshops um die Frage, was für eine Welt wir den kommenden Generationen übergeben wollen. Alle Veranstaltungen finden im Ladenprojekt „47 , Münzstraße 47, 47051 Duisburg statt und sind selbstverständlich kostenlos.

Der Workshop: „Postwachstum – eine konstruktive Alternative zum Kapitalismus?!“ am 17.2. wird übrigens von unserem Solawista Philipp gegeben 😉

Kommt gerne vorbei, erzählt anderen Menschen davon und lasst uns gemeinsam die Klimakrise verhindern.

Infoveranstaltung 19. Januar 2019

Peter begrüßte rund 40 Solawistas und Interessierte zur Versammlung und begann mit einem Rückblick auf unser zweites Wirtschaftsjahr. Wir konnten unseren Folientunnel reparieren, zwei kleinere aus dem einen vom Sturm zerstörten machen und mit neuer Folie versehen. Auch die Wasserversorgung konnten wir wieder sicherstellen. So wurde trotz Dürre und Sandflöhen eine gute Ernte eingebracht mit über 34 verschiedenen Sorten Kräutern und Gemüse.
Unser Gärtner Maik war sehr erfreut über die im Laufe dMaik berichtet vom 2. Jahres vergangenen Jahres gestiegene regelmäßige Mithilfe auf dem Acker. Auch hat er wieder sehr viel dazugelernt und in den Abläufen verbessert, so dass er im kommenden Jahr weiter optimieren kann.

Christine stellt den Ausblick 2019 vorAls zweiter Punkt stand die Planung für das kommende Wirtschaftsjahr auf der Tagesordnung. Christine, die im vergangenen Jahr neu zum Orga-Team stieß, stellte die Finanzplanung vor: Die monatlichen Kosten bleiben stabil bei 75 € für einen ganzen bzw. 40 € für einen halben Anteil.
Die Ausgaben verteilen sich auf 1,8 % für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung, 2,7 % für Saatgut und Pflanzen, 2,8 % für Arbeitsmaterial, Strom und Wasser, 4,2 % für Investitionen und den größten Brocken mit ca 75 % für Personalkosten. Wenn wir im kommenden Wirtschaftsjahr nicht mehr als die derzeit 35 ganzen Anteile vergeben Flipchart Finanzplan 2019könnten, ist damit zumindest die Weiterbeschäftigung von Maik im bisherigen Rahmen möglich. Allerdings haben wir im letzten Jahr schon feststellen müssen, dass ein Gärtner mit einer 60-Prozent-Stelle nicht alleine mit allen anfallenden Arbeiten fertig werden kann. Maik hat eine Menge Überstunden gemacht!!! Also werden zusätzlich Aushilfskräfte benötigt, für die aber bei 35 Anteilen kein Geld da ist, ebenso wie für eine Aufstockung der Gärtnerstunden.
Flipchart 'Was planen wir'Damit kam Christine zum Punkt „Was planen wir für 2019“:
1. Mitglieder gewinnen – ideal wären weitere 15 volle Anteile, damit wir wieder Elizabettta regelmäßig beschäftigen können und auch Geld für weitere Aushilfen haben. Wenn alle Mund-zu-Mund-Propaganda machen, Freunde, Bekannte und Kolleg*innen ansprechen, lassen sich doch bestimmt weitere Menschen für unsere Solawi gewinnen.
2. Niemand muss mithelfen, aber wenn es ihm/ihr stattdessen möglich ist, durch einmalige oder regelmäßige Spenden zu unterstützen, wäre das großartig!
3. Gemeinsam Spaß haben, ackern und Verantwortung tragen – bei den Ackereinsätzen alle 2 Wochen Samstags (voraussichtlich wieder ab April). Der Wunsch ist, dass alle Solawistas 5 Ackereinsätze á 4 Stunden pro Jahr leisten. Oder alternativ bei der ehrenamtlichen Organisation unserer Solawi mitarbeiten. Ganz wichtig: keineR soll ein schlechtes Gewissen haben, wenn es mal nicht so klappt mit dem Helfen! Wir schauen zuversichtlich in umser 3. Jahr!!!

lebhafte Diskussion in den ArbeitsgruppenNach einer kleinen Pause mit Getränken und mitgebrachten Knabbereien gab es Zeit und Raum, in drei Themengruppen Ideen und Vorschläge einzubringen. Moderiert von Peter, Rainer, Jens und Regina konnten alle Solawistas sich mit den Themen ‚Praktisches auf dem Acker‘, ‚Kritik/Selbstkritik‘ und ‚Verteilung‘ befassen. Es entwickelten sich lebhafte Diskussionen und viele Vorschläge wurden zu Papier gebracht. Alle Ideen und konkreten Vorschläge werden nun vom Orga-Team ausgewertet und in den nächsten Wochen über den Hofbrief allen Solawistas bekannt gemacht.

Und noch während der Infoveranstaltung konnten wir drei neue Solawistas in unseren Reihen begrüßen – wenn das nicht Mut macht für das kommende Jahr!

26. September – Manana und Hambi

Die eine oder der andere war vielleicht verwundert, wer denn Manana ist. Manana ist seit diesem Jahr Solawi-Mitglied und hat schon öfter auf dem Acker geholfen. Die letzten vier Wochen hat sie dann ein Praktikum bei Maik gemacht. Dabei hat sie geholfen, die Erntemenge deutlich zu erhöhen und zum krönenden Abschluss letztes Wochenende die Ernte ohne „Vorarbeiter“ gestemmt. Dabei haben ihr nicht nur Janine und Christine geholfen, sondern auch Roswitha, Valentin und natürlich am Samstag Elizabetta. Nochmal vielen Dank!

Soviel zu den vergangenen Wochen. Jetzt zu den kommenden:

Ausnahmsweise ist der nächste reguläre Arbeitseinsatz NICHT der 1. Samstag im Monat, sondern wird wegen der Demo Wald retten – Kohle stoppen auf den 13. und 20. Oktober verschoben. Folgende Termine stehen also bevor:

03.10.18 ab 15 Uhr Erntedankfest auf dem Tinthof – neben dem Eintrag in der Doodle-Liste (s.u.) auch noch an Teller, Geschirr und Trinkgefäß denken

06.10.18 Demo in Buir am Hambacher Wald – einige Solawistas wollen dort hin. Vielleicht können sich Interessierte am Erntedankefest zu Fahrgemeinschaften verabreden?!? 

Der BUND Duisburg hat. z. B. einen Bus organisiert: Abfahrt: 9:45 Uhr: Duisburg Hbf, Fernbusbahnhof, Mercatorstraße; Rückfahrt: 17 Uhr
Kosten: 13 Euro (Normalpreis), 8 Euro (ermäßigt), 15 Euro, gerne auch mehr (Soliticket)
Anmeldung unter: info(at)bund-duisburg.de

Bitte plant unbedingt ausreichend Zeit für die Fahrt ein und kommt frühzeitig! Das Programm auf der Kundgebungsbühne wird um 10.30 Uhr beginnen und bis 16 Uhr beendet sein. Der Bahnhof Buir ist leider nur gering frequentiert. Die Züge nach Buir werden aus beiden Richtungen, Aachen und Köln, stark ausgelastet sein. Wir bitten alle, die Anreise gemeinschaftlich zu organisieren. Nutzt bitte z. B. die Mitfahrzentrale von Stop Kohle!

23. September – Erntehelferinnen und Solidarität

Kürbisse, Zucchini und Tomaten sind am Wochenende verzehrbereit, Maik hat allerdings am Wochenende für eine Familienfeier ein paar Tage Urlaub genommen. Manana aus Xanten hat sich bereit erklärt, die Ernte zu übernehmen. Am Samstag wird sie von Elizabetta unterstützt. Janine und Christine haben am Freitag Manana unterstützt und nochmal für reichlich Ernte gesorgt. Vielen Dank, dass ihr das übernommen habt 🙂

Maik schätzt, dass uns die Hitzewelle, die ja viele Pflanzen verbrannt hat, im Oktober treffen wird. Dann wird es voraussichtlich weniger Ernte geben, als wir sonst für den Oktober noch erwarten könnten. Einer der Gründe, warum wir nicht einfach eine Gemüsekiste beim Bioladen bestellen, ist aber, dass wir solidarisch sein wollen und damit Gutes und auch Negatives gemeinsam tragen. Also schauen wir mal, ob es im Oktober vielleicht doch noch Ernte gibt und freuen uns, wenn was da ist 🙂

Und auch dieses Jahr wollen wir ein kleines Erntedankfest feiern: Die Solawi Niederrhein lädt alle Mitglieder, Freunde und Interessierte am Mittwoch, den 3. Oktober ab 15 Uhr ein. Christian und Heike stellen uns freundlicherweise ihren alten Folientunnel auf dem Tinthof zur Verfügung. Mit einem Mitbring-Buffet wollen wir die hinter uns liegende Erntesaison feiern. Für Getränke sorgt der Verein. Damit wir ungefähr wissen, was benötigt wird, bitten wir um kurze Rückmeldung.

Das Fest ist auch die Möglichkeit für Interessierte, den Acker und die Gruppe kennen zu lernen – denn für die nächste Saison werden bestimmt wieder Gemüseanteile frei.

25. Juli – Permakultur und ein funkelnagelneuer Twitter-Account

Liebe Solawi-Pioniere,
es gibt einiges zu berichten diese Woche: Zuerst zum Vereinsfest: vielen Dank an alle, die am Samstag dabei waren. Es war ein großer Spaß, auf dem Acker mal nicht zu arbeiten, sondern einfach in der Gemeinschaft zusammen zu sein, zu essen, zu trinken und sich auszutauschen. Es sind noch Getränke übrig, sodass wir das das nach den Sommerferien wiederholen werden 🙂 Termin steht noch nicht fest.

Bei dem World Café, das ein Teil des Vereinsfestes war, wurden u. a. folgende Notizen festgehalten, die noch nicht im Detail ausgewertet seid, aber vielleicht soviel schon mal vorab:

Da gab es Fragen nach Permakultur: im nicht bepflanzten Teil des Ackers ist jedeR gerne eingeladen und willkommen, sich dort auszutoben und seine Ideen in die Praxis umzusetzen. Voraussetzung ist natürlich Absprache mit Maik und Beachtung der Demeter-Prinzipien. Maik steht dem Thema auch offen gegenüber und hat seinerseits vor, ggf. im nächsten Jahr auf einem Karree mit Permakultur zu experimentieren.

Fürs Gärtnern mit Kindern (vor allem Kleineren, die noch nicht wirklich mithelfen können), kann – ebenfalls auf dem ungenutzten Anteil des Ackers – gerne eine Buddelecke o. ä. eingerichtet werden. Auch hier sind die Solawistas, die dies nutzen könnten, aufgefordert, gerne tätig zu werden.

Für diejenigen, die lieber sonntags als samstags auf den Acker kommen möchten – kein Problem. In der Regel ist Maik auch sonntags dort. Wir stellen für Absprachen auch gerne den direkten Kontakt her.

Dank Sabine aus Duisburg hat unsere Solawi nun übrigens auch einen Twitter-Auftritt! Schaut mal bei Gelegenheit rein 🙂

16. Juli – Solawi-Vernetzungstreffen und Hoffnung auf Regen

Auf dem Acker haben Maik und Elisabetta wie immer fleißig gerödelt, damit es in den nächsten Monaten weiter Ernte gibt – u. a. haben sie Kohl gehackt, viel Fläche vorbereitet und gesät, Gurken angebunden und natürlich gewässert. Diese Woche werden Salat-, Steckrüben-, Fenchel- und Rosenkohl-Pflänzchen geliefert. Hoffen wir, dass es lange und sanft regnet, wenn die Kleinen in die Erde kommen.

Abseits des Ackers gab es auch einen interessanten Termin: Die Verbraucherzentrale hat ein Vernetzungstreffen der Solawis aus NRW organisiert. Neben uns haben sich „Vertreter*innen“ aus Düsseldorf, Krefeld, Vorberg und Dortmund auf dem Biobauernhof Essers in Jüchen getroffen, wo die Solawi Eicken seit diesem Jahr ihren Acker gepachtet hat. Neben einem allgemeinen Austausch über die einzelnen Vereine bzw. Betriebe und Beschwerden über das Wetter (auch die anderen haben daran zu knabbern) haben sich Arbeitsgruppen z. B. über Wirtschaftlichkeit und Wachstum der Gemeinschaften, Anbaumethoden, Saatgutgewinnung und Jungpflanzen unterhalten. Sehr interessant war dabei der Vergleich, wie viele Gärtner*innen mit wie vielen Wochenstunden welche Fläche bearbeiten, wie die Mitarbeit der Mitglieder organisiert ist und wie viel ein Ernteanteil kostet. Alles in allem kann man sagen, dass wir mit Dortmund zu den günstigeren Solawis gehören und die wenigste Mitarbeit vorgesehen ist, abgesehen von Krefeld und Dortmund, wo es gar keine Arbeitseinsätze gibt. In Düsseldorf und Eiken hingegen wird jede Woche unterstützt.

Beruhigend zu wissen ist, dass jede Solawi vor ähnlichen Problemen stand, ihren eigenen Weg gefunden hat, diese zu lösen und dadurch unterschiedlich organisiert ist. Wie und ob wir die Lösungen unserer Nachbarn nutzen können, unsere Solawi weiterzuentwickeln, werden wir in den nächsten Vorstandssitzungen besprechen.

Neben einer Wiederholung des Vernetzungstreffen im Sommer 2019 wird als gemeinsames Projekt ein Arbeitskreis gebildet, um ein Konzept für die Jungpflanzenzucht zu entwickeln. So können die Solawis mehr Autonomie vom Handel erreichen. Die Umsetzung wird allerdings ein mittelfristiges Projekt für die nächsten Jahre. Wir freuen uns auf jeden Fall auf das nächste Treffen 2019!